Oberer Weinbergerhof bei Dörrebach

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Dörrebach
Kreis(e): Bad Kreuznach
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Aufnahme des oberen Weinbergerhofes mit Blick in südwestliche Richtung (2016).

    Aufnahme des oberen Weinbergerhofes mit Blick in südwestliche Richtung (2016).

    Copyright-Hinweis:
    Schultheiß, Jörn
    Fotograf/Urheber:
    Jörn Schultheiß
    Medientyp:
    Bild
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  • Aufnahme des oberen Weinberger Hofes mit Blick in südwestliche Richtung (2016).

    Aufnahme des oberen Weinberger Hofes mit Blick in südwestliche Richtung (2016).

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    Schultheiß, Jörn
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Der obere Weinbergerhof existiert schon deutlich länger als die unterhalb gelegene, gleichnamige Gaststätte an der L 242. Aufgrund des Erbauungsjahres der Michaels-Kapelle 1787 wird die erste Besiedlung ebenfalls zu dieser Zeit vermutet.

Der Name „Weinbergerhof“ soll von den dort gelegenen Weinbergsanlagen hergeleitet sein. Doch bereits zur Römerzeit wurde an Ort und Stelle Kalk gewonnen, weshalb die Bezeichnung „Kalkenbrennerhof“ nicht abwegig wäre.
Heute besteht die Anlage aus fünf Gebäuden und wird nur noch als reiner Wohnsitz privat genutzt. Der Hof wirkt zum Teil verlassen und ungepflegt, allerdings besitzen zwei Häuser ein neues Dach sowie der zum Tal gelegene größte Komplex eine Photovoltaikanlage. Alle Fassaden sind weiß verputzt. Der im vorderen Bereich angrenzende Garten ist verwildert und die Zufahrtsstraße in einem schlechten Zustand. Ein Schild am Eingang des oberen Weinbergerhofs weist darauf hin, dass das Betreten des Privatgrundstücks verboten ist. Daher fällt eine genauere Betrachtung der gesamten Anlage schwer.

Laut Erzählung einer Anwohnerin von Dörrebach soll damals der „Schinderhannes“ (eigentlich Johannes Bückler, um 1780-1803) für eine Nacht Unterschlupf im Weinbergerhof gesucht haben. Dieser zog zu seinen Lebzeiten unter anderem durch die Gebiete des Soonwaldes, bevor er 1803 auf einer Guillotine hingerichtet wurde. Er war ein berüchtigter deutscher Räuber, dem heute 211 Straftaten nachgewiesen werden können.

(Marius Schäffer, Universität Koblenz-Landau, 2016)

Internet
www.rheinische-geschichte.lvr.de: Johannes Bückler (etwa 1780-1803), Räuber (abgerufen 09.01.2017)
www.wikipedia.org: Johannes Bückler (abgerufen 09.10.2016)

Literatur

Feil, Fridolin (2000)
Dörrebacher Geschichten. Dörrebach. Online verfügbar: Dorfchronik Dörrebach, abgerufen am 15.02.2016

Oberer Weinbergerhof bei Dörrebach

Schlagwörter
Ort
55444 Dörrebach
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Kein
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1750 bis 1800
Koordinate WGS84
49° 56′ 39,13″ N, 7° 45′ 11,66″ O / 49.9442°, 7.75324°
Koordinate UTM
32U 410546.1 5533172.06
Koordinate Gauss/Krüger
3410585.52 5534945.94

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„Oberer Weinbergerhof bei Dörrebach”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-252599 (Abgerufen: 22. Februar 2018)
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