Pfarrkirche Sankt Ludgerus

frühere Abteikirche Werden, Salvatorkirche, Peterskirche

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege
Gemeinde(n): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Der Dachbereich der früheren Abteikirche und heutigen Pfarrkirche Sankt Ludgerus in Essen-Werden (2009).

    Der Dachbereich der früheren Abteikirche und heutigen Pfarrkirche Sankt Ludgerus in Essen-Werden (2009).

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  • Die frühere Abteikirche (Salvatorkirche oder Peterskirche) und heutige Pfarrkirche Sankt Ludgerus in Essen-Werden (2015). Das Langhaus und das Querschiff mit dem Vierungsturm von Nordwesten gesehen.

    Die frühere Abteikirche (Salvatorkirche oder Peterskirche) und heutige Pfarrkirche Sankt Ludgerus in Essen-Werden (2015). Das Langhaus und das Querschiff mit dem Vierungsturm von Nordwesten gesehen.

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  • Sankt Ludgerus Essen-Werden

    Sankt Ludgerus Essen-Werden

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  • Die frühere Abteikirche und heutige Pfarrkirche Sankt Ludgerus in Essen-Werden.

    Die frühere Abteikirche und heutige Pfarrkirche Sankt Ludgerus in Essen-Werden.

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  • Nächtliche Ansicht der früheren Abteikirche (Salvatorkirche oder Peterskirche) und heutigen Pfarrkirche Sankt Ludgerus in Essen-Werden (2011).

    Nächtliche Ansicht der früheren Abteikirche (Salvatorkirche oder Peterskirche) und heutigen Pfarrkirche Sankt Ludgerus in Essen-Werden (2011).

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Im Ostteil des mittelalterlichen Stadtbezirks von Essen-Werden steht die Abteikirche St. Ludgerus. Sie wurde um 799 von dem Friesen- und Sachsenmissionar Ludger gegründet, Daten für Kirchweihen verschiedener Bauphasen sind für 805, 875 und 1275 überliefert. Die Fertigstellung der Peterskirche erfolgte in den 40er Jahren des 10. Jahrhunderts. Brände zerstörten 1119 und 1256 die Salvatorkirche. Sie wurde nach Brandschäden 1256 über der erhaltenen Krypta als Klosterkirche wieder aufgebaut und 1275 von Bischof Albertus Magnus geweiht.
Der dreischiffige Kirchenbau fasste die bis dahin bestehenden Salvatorkirche und Peterskirche zusammen. In der Folgezeit wird die Kirche bis in das 19. Jahrhundert wiederholt umgebaut und restauriert. Seit Aufhebung der Abtei 1802 Pfarrkirche, ist sie seit 1960 Propstei. Der letzte romanische Großbau der rheinischen Spätromanik im 13. Jahrhundert bewahrt Reste des Paradieses (11./12. Jahrhundert), der Westvorhalle (12. Jahrhundert), des „Zentralraums“ der Peterskirche auf quadratischem Grundriss mit Emporengeschoss und Turm von 943. Das Langhaus, 1257-75 erbaut, ist eine dreischiffige Emporenbasilika mit Querschiff, Chorquadrat und eingerückter Apsis mit 5/8-Schluss und Turm über der Vierung. Die Querschiffarme haben flachrunde Apsiden, das Chorquadrat beidseitig rechteckige Sakristeiräume. Unter Chor und Nebenräumen liegen die Grabkrypta von 875 und die Confessio. Östlich schließt die 809 errichtete Grabkirche an, im 11. Jahrhundert als Außenkrypta wiederhergestellt.

1979 durchgeführte Ausgrabungen von Michael Gechter im Innenraum der Kirche legten Baureste der 1. und 2. Ausbauphase der Salvatorkirche frei. An der Südseite der Abteikirche fand im Sommer 1984 eine weitere Ausgrabung durch Detlef von Detten im Bereich der von W. Effmann beschriebenen Stephanskirche statt. Der an der Nordseite der Kirche grenzende alte Abteifriedhof musste dem Ausbau der Werden-Velberter-Straße in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts weichen.

Bau- und Bodendenkmal
St. Ludgerus ist eingetragenes Bau- und Bodendenkmal (Essen BauD lfd. Nr. 67, BodD lfd. Nr. 20; LVR-ABR E 32).

(LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland und LVR-Fachbereich Umwelt, 2010/2016)

Internet
de.wikipedia.org: Kloster Werden (Version vom 21.02.2011, abgerufen 12.03.2011)
de.wikipedia.org: Kloster Werden (abgerufen 08.01.2016)

Pfarrkirche Sankt Ludgerus

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Brückstraße 54
Ort
45239 Essen - Werden
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, keine Angabe
Historischer Zeitraum
Beginn 799 bis 801
Koordinate WGS84
51° 23′ 16,78″ N, 7° 00′ 16,29″ O / 51.38799°, 7.00452°
Koordinate UTM
32U 361155.45 5694862.39
Koordinate Gauss/Krüger
2569967.8 5695290.66

Empfohlene Zitierweise

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„Pfarrkirche Sankt Ludgerus”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-247012 (Abgerufen: 18. November 2018)
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