Alter jüdischer Friedhof Sinzig auf dem Mühlenberg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Sinzig
Kreis(e): Ahrweiler
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Gelände des alten jüdischen Friedhofs im Wald auf dem Sinziger Mühlenberg (2015)

    Gelände des alten jüdischen Friedhofs im Wald auf dem Sinziger Mühlenberg (2015)

    Copyright-Hinweis:
    Knieps, Elmar
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    Gelände des alten jüdischen Friedhofs im Wald auf dem Sinziger Mühlenberg (2015)

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Jüdische Friedhöfe in Sinzig
Schon im Mittelalter lebten Juden in Sinzig. 1782 wurden fünf jüdische Familien gezählt, bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts stieg ihre Zahl langsam an. Um 1859 Bildung des Synagogenverbands Sinzig, 1866 Zusammenschluss mit der jüdischen Gemeinde Remagen. 1875 gehörten zum Synagogenbezirk Sinzig die neun Spezialgemeinden Sinzig, Westum, Löhndorf, Bodendorf, Remagen, Oberwinter, Niederbreisig, Brohl und Oberbreisig. Zwei Friedhöfe sind bekannt, der neuere Judenfriedhof wurde 1873 angelegt (Angaben vorab nach Reuter 2007).

Alter jüdischer Friedhof Sinzig auf dem Mühlenberg
Über die Geschichte des bis 1873 belegten alten Friedhofs auf dem Mühlenberg liegen keine näheren Informationen vor – einzig, dass der 2 Kilometer weite Weg vom Stadtzentrum aus Mitte des 19. Jahrhunderts „als eine Zumutung“ empfunden wurde. Im Zuge der Genehmigung für den neuen Friedhof schrieb der Gemeindevorsteher Isaac Hirsch an die Behörden: „Vorgestern wurde nämlich eine mir verstorbene Schwester auf dem alten Friedhof beerdigt. Hierzu musste ich eine Fuhre requirieren, die noch einen Vorspann notwendig hatte, womit die Leiche auf dem fast ganz zerfallenen Weg, welcher trotz der zwei Pferde unpassierbar und nur durch Umwege über Felder mit vieler Mühe und Gefahr hingebracht werden konnte.“ (alemannia-judaica.de)

Die Lage des jüdischen Friedhofs auf dem Sinziger Mühlenberg ist in den topographischen Karten 1:25.000 von der Preußischen Neuaufnahme 1895 bis zur Ausgabe der TK 25 im Jahr 1967 dokumentiert (LaWa 2011). Vor Ort sind aktuell in einer Laubwaldparzelle keine Spuren des Friedhofs mehr auszumachen.

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2015)

Quelle
Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2011): Landschaft im Wandel (LaWa) vom Anfang des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des 20. Jahrhunderts, dargestellt auf der Grundlage der amtlichen Topographischen Karten 1:25000, Blatt 5409 Linz am Rhein - Historische Kartenblätter von 1808 - 1997

Internet
www.alemannia-judaica.de: Friedhof Sinzig (abgerufen 16.11.2015)
de.wikipedia.org: Jüdischer Friedhof Sinzig (abgerufen 16.11.2015)

Literatur

Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 82, Bonn.

Alter jüdischer Friedhof Sinzig auf dem Mühlenberg

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Mühlenbergweg
Ort
53489 Sinzig
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Auswertung historischer Karten, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Ende 1873
Koordinate WGS84
50° 32′ 39,64″ N, 7° 13′ 28,23″ O / 50.54434°, 7.22451°
Koordinate UTM
32U 374202.04 5600661.46
Koordinate Gauss/Krüger
2586839.28 5601674.52

Empfohlene Zitierweise

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„Alter jüdischer Friedhof Sinzig auf dem Mühlenberg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-245742 (Abgerufen: 24. April 2018)
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