Jüdischer Friedhof Gelsdorf

neuer Judenfriedhof in der Burgstraße

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Grafschaft
Kreis(e): Ahrweiler
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Blick auf das Gräberfeld des neuen Jüdischen Friedhofs Gelsdorf in der Burgstraße (2015).

    Blick auf das Gräberfeld des neuen Jüdischen Friedhofs Gelsdorf in der Burgstraße (2015).

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  • Einzelne Gräber auf dem neuen Jüdischen Friedhof in der Burgstraße, Grafschaft-Gelsdorf (2015).

    Einzelne Gräber auf dem neuen Jüdischen Friedhof in der Burgstraße, Grafschaft-Gelsdorf (2015).

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  • Blick auf das Gräberfeld des neuen Judenfriedhofs Gelsdorf in der Burgstraße (2009).

    Blick auf das Gräberfeld des neuen Judenfriedhofs Gelsdorf in der Burgstraße (2009).

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  • Neuer Jüdischer Friedhof Gelsdorf in der Burgstraße: Hinweisschild zum Betretungsverbot (2015).

    Neuer Jüdischer Friedhof Gelsdorf in der Burgstraße: Hinweisschild zum Betretungsverbot (2015).

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  • Das Gräberfeld und die Informationstafel am neuen Jüdischen Friedhof in der Burgstraße, Grafschaft-Gelsdorf (2015).

    Das Gräberfeld und die Informationstafel am neuen Jüdischen Friedhof in der Burgstraße, Grafschaft-Gelsdorf (2015).

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  • Informationstafel am neuen Jüdischen Friedhof Gelsdorf in der Burgstraße (2015).

    Informationstafel am neuen Jüdischen Friedhof Gelsdorf in der Burgstraße (2015).

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  • Einzelne Gräber auf dem neuen Jüdischen Friedhof in der Burgstraße, Grafschaft-Gelsdorf (2015).

    Einzelne Gräber auf dem neuen Jüdischen Friedhof in der Burgstraße, Grafschaft-Gelsdorf (2015).

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  • Gräberfeld des neuen Judenfriedhofs Gelsdorf in der Burgstraße (2009).

    Gräberfeld des neuen Judenfriedhofs Gelsdorf in der Burgstraße (2009).

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Die jüdische Gemeinde Gelsdorf seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Seit dem 16. Jahrhundert bestand eine kleine jüdische Ansiedlung; im 19. Jahrhundert gehörten die Juden von Ersdorf und Großaltendorf zur Gemeinde Gelsdorf, später auch die von Ipplendorf und Wormersdorf. Die Gemeinde löste sich vor 1923 auf, die verbliebenen Personen schlossen sich der jüdischen Gemeinde Meckenheim an.
Gemeindegröße um 1815: o. A., um 1880: 14 (1885), 1932: 11 (1925), 2006: –.
Bethaus / Synagoge: 1811 wird erstmals eine Betstube erwähnt; 1862 Einweihung der neuen Synagoge in der Vorburg des Schlosses; diese wurde schon vor 1923 aufgegeben.
Friedhof: 1609 wird erstmals ein Friedhof erwähnt; im 19. Jahrhundert wurde ein neuer Friedhof angelegt (Angaben vorab nach Reuter 2007).

Der alte Begräbnisplatz wird um 1609/10 als Wiese Jueden Kirchhoff erwähnt. Der noch erhaltene neue jüdische Friedhof liegt am nordwestlichen Ortsrand von Gelsdorf in der heutigen Burgstraße. Auf der historischen Karte der zwischen 1891 und 1912 erarbeiteten preußischen Neuaufnahme lässt sich die Parzelle gut erkennen. 1940 fand hier die letzte Beisetzung statt.
„Auf dem 896 m² großen Friedhof, der ursprünglich nicht umzäunt war, wurden von 1881 bis 1940 insgesamt 29 Bestattungen vorgenommen. Heute sind noch 13 schlichte Grabsteine bzw. Grabplatten aus der Zeit von 1897 bis 1940 vorhanden.“ (de.wikipedia.org)

Der mit Bäumen bestandene und von einem Lattenzaun umgebene Begräbnisplatz wirkt sehr gepflegt. Der jüdische Friedhof ist nicht geöffnet, der Zutritt für Unbefugte ist ausweislich eines Schildes untersagt.
Die Parzelle lässt sich jedoch von außen gut einsehen, etwa ein Dutzend Grabsteine sind zu erkennen. Eine Tafel informiert über die Geschichte des Jüdischen Friedhofs, der sich heute im Eigentum der jüdischen Kultusgemeinde Koblenz befindet (Begehung am 21.11.2015).

Der Text der Informationstafel lautet:
Der jüdische Friedhof in Gelsdorf
Die erste urkundliche Erwähnung eines Gelsdorfer Juden namens Hirtz stammt aus dem Jahr 1585. Ein jüdischer Friedhof in Gelsdorf wird erstmalig 1609 genannt.
1723 werden die jüdischen Familien Hirtz und Levi erwähnt, die als Metzger und Händler tätig waren.
Der Friedhof hier an dieser Stelle wird erstmals 1823 beurkundet. Die heute noch sichtbaren Grabsteine und -platten zeugen von Beisetzungen ab 1897. Anhand von ihnen sowie einer Beerdigungsliste lassen sich mindestens 29 Beisetzungen ab 1881 nachweisen. Die hier Beigesetzten stammen aus Gelsdorf, Altendorf und Ersdorf.
Bereits ab 1811 gab es eine Synagoge, einen kleinen Betraum im Wohnhaus einer Witwe. 1861 kauften die Gelsdorfer Juden dann einen Teil des südwestlichen Flügels des Gelsdorfer Schlosses und bauten ihn zur Synagoge um. Die Umrisse der Fenster sind noch heute im Mauerwerk erkennbar.
Dieser Friedhof ist ein geschütztes Kulturdenkmal und im Eigentum der jüdischen Kultusgemeinde Koblenz.
Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Grafschaft


Die Gemarkung „Jüdischer Friedhof“ („umzäuntes, im 18. Jh. (?) angelegtes Areal; 13 Grabsteine, 1897-1940, bzw. Grabsteinsockel“ ist als Denkmalzone ausgewiesen (Denkmalverzeichnis Kreis Ahrweiler, S. 18).

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2015)

Internet
www.alemannia-judaica.de: Gelsdorf, Jüdischer Friedhof (abgerufen 13.11.2015)
de.wikipedia.org: Jüdischer Friedhof Gelsdorf (abgerufen 13.11.2015)

Literatur

Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2018)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreis Ahrweiler (Denkmalverzeichnis Kreis Ahrweiler, 07. Juni 2018). S. 18, Koblenz. Online verfügbar: http://denkmallisten.gdke-rlp.de/Ahrweiler.pdf, abgerufen am 02.07.2018
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 43, Bonn.

Jüdischer Friedhof Gelsdorf

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Burgstraße
Ort
53501 Grafschaft - Gelsdorf
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Auswertung historischer Karten
Historischer Zeitraum
Beginn 1823 bis 1881
Koordinate WGS84
50° 35′ 15,83″ N, 7° 02′ 6,64″ O / 50.58773°, 7.03518°
Koordinate UTM
32U 360916.3 5605823.29
Koordinate Gauss/Krüger
2573352.17 5606296.03

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Jüdischer Friedhof Gelsdorf”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-245704 (Abgerufen: 14. November 2018)
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