Denkmalbereich „Troisdorf - Beamtensiedlung Kasino-Viertel“

Kasinoviertel

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Denkmalpflege
Gemeinde(n): Troisdorf
Kreis(e): Rhein-Sieg-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Nördlich des Eisenwerkes Friedrich-Wilhelm-Hütte in Troisdorf entwickelte sich auf freiem Feld seit der Mitte des 19. Jahrhunderts das „Kasino-Viertel“ als großzügige Wohnsiedlung im Grünen für werksangehörige Beamte. Nach dem Bau der Direktorenvilla „Haus im Turm“ um 1840 gegenüber der Gießerei entstanden nördlich Ende des 19. Jahrhunderts zwei hütteneigene Schulgebäude aus unverputztem Backstein, um 1911 eine zweite Villa, den Schulen gegenüber an zentraler Stelle das Kasinohotel mit Restaurant und um 1920 eine werkseigene Verkaufsanstalt. Der größte Teil der etwa dreißig umliegenden Wohnbauten wurde in den 1920er Jahren errichtet. Die villenähnlichen Gebäude, städtebaulich auf Stichstraßen bezogen, wurden einheitlich, in Anlehnung an die Gartenstadtbewegung, von Architekten aus dem Ruhrgebiet erbaut. Es sind überwiegend zweigeschossige Putzbauten mit Mansard- oder Walmdächern, zum Teil durch Zwerchgiebel gegliedert. Die Baukörper stehen einzeln in Parkanlagen mit Vorgärten. Sie weisen in der Durchformung und im Detail gleiche Gestaltungselemente auf.

Obwohl kein planerisches Gesamtkonzept vorlag, entwickelte sich ein einheitliches Bild durch die Verteilung und Zuordnung der Baukörper, durch gleiches Volumen, gleiche Proportionen und Formen und durch die Gestaltung der Vorgärten.

Verschiedene Gebäude sind als Einzeldenkmäler in ihrer gesamten Substanz geschützt. Durch die Ausweisung eines Denkmalbereiches wird die Umgebung der Baudenkmäler definiert und der Bestand der zusammenhängenden Anlage insgesamt erhalten.

Die Denkmalbereichssatzung trat 1981 als eine der ersten Satzungen nach dem Denkmalschutzgesetz NW in Kraft.

(Elke Janßen-Schnabel, Rheinisches Amt für Denkmalpflege, LVR, aus: Mainzer (Hrsg.) 1996)

Der Denkmalbereich „Troisdorf - Beamtensiedlung Kasino-Viertel“ ist einer von drei Denkmalbereichen im Umfeld des Eisenwerks Friedrich-Wilhelm-Hütte in Troisdorf.

Literatur

Dederichs, Matthias (1993)
Mannstaedt - Das Werk in Troisdorf 1913-1923. In: Troisdorfer Jahreshefte 23/1993, S. 45-59. Troisdorf.
Dederichs, Matthias (1991)
1911 - vor 80 Jahren kam Louis Mannstaedt nach Troisdorf. In: Troisdorfer Jahreshefte 21/1991, S. 30-42. Troisdorf.
Mainzer, Udo (Hrsg.) (1996)
Denkmalbereiche im Rheinland. (Arbeitshefte der rheinischen Denkmalpflege 49.) S. 208-211, Köln.
Schulte, Albert (1979)
Die "Friedrich-Wilhelms-Hütte", Troisdorfs jüngster Ortsteil. In: Troisdorfer Jahreshefte 9/1979, S. 119-137. Troisdorf.
Schulte, Albert (1974)
Der Mühlengraben zwischen Friedrich-Wilhelms-Hütte und Bergheim. In: Troisdorfer Jahreshefte, 4/1974, S. 107-123. Troisdorf.

Denkmalbereich „Troisdorf - Beamtensiedlung Kasino-Viertel“

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Hornackerstraße
Ort
53840 Troisdorf - Friedrich-Wilhelms-Hütte
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Denkmalbereich gem. § 5 DSchG NW
Fachsicht(en)
Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Übernahme aus externer Fachdatenbank, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1840 bis 1930
Koordinate WGS84
50° 48′ 18,14″ N, 7° 09′ 48,01″ O / 50.80504°, 7.16334°
Koordinate UTM
32U 370587.05 5629752.74
Koordinate Gauss/Krüger
2582047.56 5630603.66

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„Denkmalbereich „Troisdorf - Beamtensiedlung Kasino-Viertel“”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/BODEON-22175-14042017-266680 (Abgerufen: 14. November 2018)
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