Wüstung Meisewinkel zwischen Frielingsdorf und Gimborn

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Lindlar
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 51° 03′ 51,33″ N: 7° 27′ 20,17″ O 51,06426°N: 7,4556°O
Koordinate UTM 32.391.782,77 m: 5.658.105,22 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.602.079,66 m: 5.659.803,91 m
  • Der ehemalige Siedlungsstandort Meisewinkel ist am abgeflachten Gelände erkennbar (2024)

    Der ehemalige Siedlungsstandort Meisewinkel ist am abgeflachten Gelände erkennbar (2024)

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    Martina Gelhar/Landschaftsverband Rheinland
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  • Ein zerbrochenes Leitungsrohr aus Ton liegt an der ehemaligen Siedlungsstelle Meisewinkel (2024).

    Ein zerbrochenes Leitungsrohr aus Ton liegt an der ehemaligen Siedlungsstelle Meisewinkel (2024).

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Eine Ersterwähnung Meisewinkels konnte in der Literatur nicht gefunden werden. Der Einzelhof lag am oberen Rand einer kleinen Rodungsinsel, dort, wo sich im Hang eine Quellmulde befindet. Diese bildet den Beginn eines Siefentälchens. In der Preußischen Uraufnahme (Mitte des 19. Jahrhunderts) ist die Ortslage unter dem Namen „Winkel“ verzeichnet.
Der Hof Meisewinkel lag zudem an einem Weg, der von Gimborn aus nach Nordwesten über Unter- und Oberpentighausen führte und wenig nördlich von Meisewinkel auf die Heidenstraße traf. Von Südwesten führte ein weiterer Weg aus Richtung Eibach herauf, so dass Meisewinkel vergleichbar mit Oberpentinghausen an einer Wegkreuzung gelegen war. Ebenso wie Oberpentinghausen fiel auch Meisewinkel nach dem Zweiten Weltkrieg wüst (nach Auswertung topographischer Karten zwischen 1960 und 1970), die Gründe sind auch hier spekulativ. Das Wegenetz blieb erhalten.

Kulturhistorische Bedeutung
Ortswüstungen stehen für eine vergangene kulturlandschaftliche Nutzung. Sie dokumentieren im Lauf der Zeit veränderte Standortbewertungen, denn ein ehemals als Siedlungslage tauglicher Standort hat sich unter veränderten Bedingungen in späterer Zeit als siedlungsungünstig herausgestellt. Die Gründe zur Siedlungsaufgabe sind dabei vielschichtig. Im vorliegenden Fall dokumentiert die Ortswüstung den Prozess der Aufgabe landwirtschaftlicher Einzelstandorte in peripheren Gebieten nach dem Zweiten Weltkrieg.

Hinweis
Das Objekt „Wüstung Meisewinkel“ ist Element des historischen Kulturlandschaftsbereiches Gimborn (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 404).

(Martina Gelhar, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege, 2024)

Wüstung Meisewinkel zwischen Frielingsdorf und Gimborn

Schlagwörter
Ort
51789 Lindlar - Frielingsdorf / Deutschland
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten
Historischer Zeitraum
Beginn 1840, Ende 1962 bis 1969

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„Wüstung Meisewinkel zwischen Frielingsdorf und Gimborn”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-NF-20090116-0039 (Abgerufen: 29. Mai 2024)
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