Pulverfabrik Ballenbrügge

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Marienheide
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Luftaufnahme der Lingestalsperre in Marienheide (2009). Um das Gewässer befindet sich Wald und vereinzelt Häuser.

    Luftaufnahme der Lingestalsperre in Marienheide (2009). Um das Gewässer befindet sich Wald und vereinzelt Häuser.

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Eine Siedlung „Balenbrügge“ ist bereits erstmals 1496 erwähnt. Bei diesem Standort handelte es sich um die Pulvermühlen des ersten Pulvermachers im bergisch-märkischen Gebiet, Jürgen Walter, dessen Pulverproduktion für das Jahr 1620 belegt ist. Seine Tochter Angelica Walter heiratete Johann Cramer (1660), der von seinem Schwiegervater die Pulvermühlen erbte und Begründer der Pulvermacher-Dynastie „Cramer und Buchholz“ ist.
Das im Lingesetal hergestellte Kriegs-, Jagd-, Scheiben-, Büchsen- und Sprengpulver wurde sogar in den Niederlanden, Dänemark, Schweden und Russland verkauft. Bergwerkbetreiber, das Militär sowie Steinbruchbesitzer waren wichtige Abnehmer.

Die Bürgermeistereikarte von 1832 zeigt für diesen Standort drei größere und ein kleineres Gebäude, die um einen Stauteich gruppiert sind. Im Jahr 1900 musste die Pulverproduktion im Zuge des Talsperrenbaus eingestellt werden. Vermutlich sind noch Gebäudereste auf dem Grund der in den Jahren 1897 bis 1899 erbauten Talsperre vorhanden.

(LVR-Fachbereich Umwelt, 2012)

Internet
www.oberwipper.de: Die Ortschaften in der Gemeinde Marienheide (abgerufen am 10.02.2016)

Literatur

Berges, Manfred (2004)
Zur Industriegeschichte des Linger-Grundes. In: Beiträge zur Oberbergischen Geschichte 8, S. 64-72. Gummersbach.
Nicke, Herbert (1998)
Bergische Mühlen. Auf den Spuren der Wasserkraftnutzung im Land der tausend Mühlen zwischen Wupper und Sieg. Wiehl.
Pampus, Klaus / Oberbergische Abteilung 1924 e.V. des Bergischen Geschichtsvereins (Hrsg.) (1998)
Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte. (Beiträge zur Oberbergischen Geschichte, Sonderband.) Gummersbach.

Pulverfabrik Ballenbrügge

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1496 bis 1620, Ende nach 1900
Koordinate WGS84
51° 05′ 51,88″ N, 7° 32′ 21,82″ O / 51.09774°, 7.53939°
Koordinate UTM
32U 397727.69 5661709.16
Koordinate Gauss/Krüger
3397761.36 5663533.7

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„Pulverfabrik Ballenbrügge”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-NF-20080625-0002 (Abgerufen: 24. Mai 2018)
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