Luftaufnahme der Lingestalsperre in Marienheide (2009). Um das Gewässer befindet sich Wald und vereinzelt Häuser.
Copyright-Hinweis:
Medienzentrum Rheinland / LVR
Fotograf/Urheber:
Arendt, Stefan
Medientyp:
Bild
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Luftaufnahme der Lingestalsperre in Marienheide (2009). Um das Gewässer befindet sich Wald und vereinzelt Häuser.
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Arendt, Stefan
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Eine Siedlung „Balenbrügge“ ist bereits erstmals 1496 erwähnt. Bei diesem Standort handelte es sich um die Pulvermühlen des ersten Pulvermachers im bergisch-märkischen Gebiet, Jürgen Walter, dessen Pulverproduktion für das Jahr 1620 belegt ist. Seine Tochter Angelica Walter heiratete Johann Cramer (1660), der von seinem Schwiegervater die Pulvermühlen erbte und Begründer der Pulvermacher-Dynastie Cramer und Buchholz ist. Das im Lingesetal hergestellte Kriegs-, Jagd-, Scheiben-, Büchsen- und Sprengpulver wurde sogar in den Niederlanden, Dänemark, Schweden und Russland verkauft. Bergwerkbetreiber, das Militär sowie Steinbruchbesitzer waren wichtige Abnehmer.
Die Bürgermeistereikarte von 1832 zeigt für diesen Standort drei größere und ein kleineres Gebäude, die um einen Stauteich gruppiert sind. In der zwischen 1891 und 1912 erarbeiteten Karte der Preußischen Neuaufnahme findet sich das Werk noch als „Pv. Fbr. Ballenbrügge“ (Pulverfabrik) eingetragen, demnach bestand hier vor Einstellung der Produktion offenbar noch eine eher industrielle Fertigung von Sprengpulver. Im Jahr 1900 musste die Pulverproduktion im Zuge des Talsperrenbaus eingestellt werden. Vermutlich sind noch Gebäudereste auf dem Grund der in den Jahren 1897 bis 1899 erbauten Talsperre vorhanden.
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