Niedergaul

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Wipperfürth
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Blick auf die ehemalige Spinnerei in Niedergaul (2008)

    Blick auf die ehemalige Spinnerei in Niedergaul (2008)

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  • Wolllager und Meisterhaus in Niedergaul (2008)

    Wolllager und Meisterhaus in Niedergaul (2008)

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  • Landgasthof Tönnes in Niedergaul (2013)

    Landgasthof Tönnes in Niedergaul (2013)

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  • Denkmalgeschützter Gutshof (Hof Spiritus) im Stil des Bergischen Dreiklangs in Niedergaul  (2013)

    Denkmalgeschützter Gutshof (Hof Spiritus) im Stil des Bergischen Dreiklangs in Niedergaul (2013)

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  • "Weiße Villa" mit Villengarten (2013)

    "Weiße Villa" mit Villengarten (2013)

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Historie
Ersterwähnung 1443 als „Goel“; das Kölner Sankt Apostelnstift verfügte über Rechte und Einkommen des Hofes. In der Literatur wird nicht zwischen den auf „-gaul“ endenden Ortsnamen differenziert. Als „Nesselraidts Gill“ findet der Hof, der sich im 17. Jahrhundert im Besitz des Grafen von Nesselrode befand und an der Trasse der Bergischen Eisenstraße lag, auf einer Urkunde aus dem Jahr 1625 Erwähnung. Laut Topographia Ducatus Montani bestand die Siedlung 1715 aus einem Hof. 1832 stellte sich Niedergaul auf der Bürgermeistereikarte als kleiner Weiler im Mündungsbereich des Pasbaches in den Gaulbach gelegen, dar.
Die Ortslage war verkehrsbedingt aufgeteilt in zwei Hälften; bei dem westlichen Teil handelte es sich vermutlich um ein landwirtschaftliches Gut, der östliche Teil war geprägt durch zwei große Teiche und die sich seit Anfang des 19. Jahrhunderts aus einem Hammerstandort entwickelnde Spinnerei. Weitere Höfe im östlichen Teil sind nicht auszuschließen. Niedergaul war umgeben von Acker- und Grünland sowie vielen vereinzelten Gartenlandflächen.

Zwischen 1898 und 1974 war Niedergaul Bürgermeisterei der für diesen Zeitraum selbstständigen Gemeinde Klüppelberg. 1844 wurden die Chaussée zwischen Wipperfürth und Engelskirchen sowie 1848 der Straßenabzweig nach Dohrgaul, die Alte Eisenstraße, ausgebaut. Zudem wurde Niedergaul zu einem Haltepunkt der Post und war Standort mehrerer Gaststätten, von denen der Landgasthof Tönnes bis zum Zeitpunkt der Erfassung (2013) seit 1875 in vierter Generation betrieben wird.

heutiger Zustand
Dominiert wird der Ort heute von dem Fabrikgelände der ehemaligen Spinnerei sowie dem Gutshof Niedergaul (Gut Spiritus), der 1911 in den Besitz der Firma Vorwerk gelangte. 1895 war die sogenannte „Weiße Villa“ mit Villengarten für die Tochter des Gutsbesitzers Spiritus gebaut worden.

(LVR-Fachbereich Umwelt, 2013)

Literatur

Battenfeld, Beate (2003)
Niedergaul bei Wipperfürth - Industriestandort mit Tradition. Wipperfürth.
Kahl, Erich (1992)
Die Wipperfürther Hammerwerke im 18. und 19. Jahrhundert. o. O.
Pampus, Klaus / Oberbergische Abteilung 1924 e.V. des Bergischen Geschichtsvereins (Hrsg.) (1998)
Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte. (Beiträge zur Oberbergischen Geschichte, Sonderband.) Gummersbach.

Niedergaul

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1443 bis 1625
Koordinate WGS84
51° 06′ 24,86″ N, 7° 24′ 39,94″ O / 51.10691°, 7.41109°
Koordinate UTM
32U 388766.48 5662914.01
Koordinate Gauss/Krüger
2598868.77 5664487.55

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Empfohlene Zitierweise
„Niedergaul”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-NF-20080505-0019 (Abgerufen: 24. Mai 2018)
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