Goldene Medaille mit dem Porträt des schwedischen Chemikers Alfred Nobel (1833-1886), dem Erfinder des Sprengstoffs Dynamit und Stifter der Nobelpreise (Ausstellung am Sitz des Nobel-Friedenszentrums in Oslo, 2025).
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Knöchel, Franz-Josef
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Franz-Josef Knöchel
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Medaille mit dem Porträt des schwedischen Chemikers Alfred Nobel (1833-1886), dem Erfinder des Sprengstoffs Dynamit und Stifter der Nobelpreise. Nobelpreisträger erhalten diese Goldmedaille, eine Urkunde und einen Geldbetrag (Ausstellung am Sitz des Nobel-Friedenszentrums in Oslo, 2025).
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Knöchel, Franz-Josef
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Franz-Josef Knöchel
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Im Jahr 1888 nahmen die Pulverfabrikanten „Cramer & Buchholz“ die Dynamitfabrik am Rehberg östlich von Gogarten, einer Ortschaft in der Gemeinde Marienheide, in Betrieb.
Bereits für das Jahr 1723 wird erwähnt, dass ein gewisser Theodor Wilhelm Cramer vom Kloster Marienheide bei Gogarten ein Grundstück pachtete, um dort eine Pulvermühle zu errichten, deren Lage heute nicht mehr genauer zu bestimmen ist. Im Jahr 1766 hatte dann ein Johann Hermann Cramer die Erlaubnis erhalten, seine an der Wupper gelegene Ölmühle in Krommenohl (ein Ortsteil von Marienheide) umzubauen, die dann vor 1825 um die Anlage einer Pulvermühle ergänzt wurde. Krommenohl gilt mit den Gebäuden und Anlagen des einstigen Unternehmens Cramer & Buchholz als der bekannteste Ort der Pulverindustrie im Bergischen Land, im Tal der Wipper wurde seinerzeit sogar von einem „Königreich Buchholz“ gesprochen. Die „Dynastie“ der Cramer & Buchholz war 1830 mit der Einheirat von Carl Friedrich Buchholz in die Familie Cramer begründet worden, die seinerzeit ohne männlichen Nachfolger war.
Als der Fabrikant Carl Emil Buchholz (1865-1932) in das väterliche Schießpulver- und Sprengstoff-Unternehmen Cramer & Buchholz mit Hauptsitz in Rönsahl (heute Stadtteil von Kierspe) eintrat, bestand dieses offenbar schon länger. In Gogarten gründete Buchholz 1885 die Rönsahler Dynamitfabrik, die später in die Rheinisch-Westfälische Sprengstoff AG (RWS) mit Sitz in Köln eingegliedert wurde. Die Erfindung des Dynamits durch den schwedischen Chemiker Alfred Nobel im Jahr 1866 hatte für die Schwarzpulverhersteller einen großen Einschnitt bedeutet, da nun ein erhöhter Verdrängungswettbewerb mit den neuen Dynamitfabriken einsetzte. Ab 1900 wurde im Deutschen Reich zudem der Einsatz von Schwarzpulver in Steinkohlebergwerken verboten, nun durften und nur noch Dynamit oder andere Sicherheitssprengstoffe eingesetzt werden.
Im Jahr 1898 explodierte die Fabrik in Gogarten, wobei mehrere Menschen ums Leben kamen: „Erkennbar sind heute noch Reste der ehemaligen Fabrikgebäude im Waldgebiet oberhalb Gogartens. Die Produktion wurde 1898 nicht eingestellt, sondern erweitert. Es gibt einen Bauantrag von 1898, Hinweise auf die Erweiterung 1898 und als Datum der Einstellung der Produktion wird 1911 genannt.“ (zitiert nach de.wikipedia.org, Gogarten)
Nach Abriss der Gebäudereste im 20. Jahrhundert wurde auf dem Gelände 1970 ein Märchenwald errichtet, der bereits in den 1980ern wegen Unrentabilität wieder geschlossen wurde. In oberer Hanglage haben sich im Wald noch Strukturen der Dynamitfabrik erhalten. Insgesamt war das Gelände regelmäßig in Rechtecke unterteilt. Jedes Rechteck bestand aus einer Wallanlage sowie einem Holzhaus, in dem das Dynamitpulver gemischt wurde. Die Wälle dienten zum Schutz im Falle von Explosionen.
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