Industrieller Siedlungskern Burgaltendorf-Unterdorf

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Von der Bebauung des Siedlungskernes aus dem Industriezeitalter im Burgaltendorfer Unterdorf sind noch einzelne Häuser vor allem entlang der Alten Hauptstrasse und der Dumberger Strasse geblieben. In der Alten Hauptstr. 8 steht z.B. noch das Haus der Familie Brauksiepe, das vor 1870 von dem Ziegeleibesitzer Köllermann erbaut wurde. Seine Ziegelei verschwand in der Zeit zwischen 1908 und 1925 und in der Folge auch die Arbeiterwohnhäuser. Auf dem Gelände wurde 1959 die neue Burgschule erbaut. Sie löste die alte, 1961 niedergelegte Burgschule ab, die neben der Ruine der Burg Altendorf gestanden hatte. Seit 1970 gehört sie zur konfessionslosen Grundschule Burgaltendorf. Das ehemalige Wohnhaus des Direktors der Ziegelei Köllermann steht noch. Auch das große Haus an der Ecke Alte Hauptstrasse/Auf dem Loh hat die Zeiten überdauert. Hier befand sich zwischen 1897 und 1964 das ursprünglich „Kaiserliche“ Postamt. Die Gaststätte „Zum Bürgerkrug“ wurde 1901 von der Familie Kraft errichtet und befindet sich noch heute in ihrem Besitz. Das Haus in der Alten Hauptstrasse 28 wurde 1930 als Gemeindehaus der damals selbständigen Gemeinde Altendorf-Ruhr erbaut. Bis dahin hatten die Tagungen des Gemeinderates in den Gaststätten stattgefunden. Nach wie vor werden die Räumlichkeiten von verschiedenen gemeindezugehörigen und sozialen Einrichtungen wie z.B. der AWO genutzt.
An der Dumberger Straße stehen heute etwas abseits zwei Bürgerhäuser aus der Zeit um 1912. Im Jahr 2006 wurde die alte Gaststätte Winkelhaus („Zur Burgruine“) daneben abgerissen und das Gelände mit einem Supermarkt bebaut. Seit der ehemalige Festplatz zum Parkplatz für das Einkaufszentrum umgestaltet wurde, steht er für die früher hier veranstalteten gesellschaftlichen Ereignisse wie Kirmes und Martinsfeuer nicht mehr zur Verfügung.
(Kathrin Lipfert, 2010)

Literatur

Bonnekamp, Dieter (2005)
Burgaltendorfer Denkmalpfade. Essen.
Heimat- und Burgverein Essen-Burgaltendorf e.V. (Hrsg.) (2000)
Burgaltendorf Bauerschaft und Bergrevier. Die Geschichte der Burgaltendofer Höfe, Kotten und Bergwerke, Band 3. S. 179, Essen.
Heimat- und Burgverein Essen-Burgaltendorf e.V. (Hrsg.) (1994)
Burgaltendorf - 100 Jahre in Bildern, Band 2: 1894-1994. Essen.

Industrieller Siedlungskern Burgaltendorf-Unterdorf

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1844 bis 1920
Koordinate WGS84
51° 24′ 59,4″ N, 7° 07′ 12,27″ O / 51.4165°, 7.12007°
Koordinate UTM
32U 369276.03 5697819.5
Koordinate Gauss/Krüger
2577962.47 5698578.4

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„Industrieller Siedlungskern Burgaltendorf-Unterdorf”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-KL-20091013-0001 (Abgerufen: 23. Juli 2017)
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