Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Aggertal - Leppetal (KLB 22.04)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Raumplanung
Gemeinde(n): Bergneustadt, Engelskirchen, Gummersbach, Lindlar, Marienheide, Much, Overath, Reichshof, Wiehl
Kreis(e): Oberbergischer Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis, Rhein-Sieg-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • PDF-Flyer "Ründeroth - Auf den Spuren der Kulturlandschaft" (2015, 12 MB).

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  • Betriebsgebäude und Wehranlage des Agger-Wasserkraftwerks Ehreshoven im heutigen Ortsteil Engelskirchen-Loope (2011).

    Betriebsgebäude und Wehranlage des Agger-Wasserkraftwerks Ehreshoven im heutigen Ortsteil Engelskirchen-Loope (2011).

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Aggertal und Leppetal sind hier beschrieben als landesbedeutsamer Kulturlandschaftsbereich (KLB) wie im Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalen.

Der Kulturlandschaftsbereich Aggertal - Leppetal ist geprägt durch Bergbau, Eisenerzverarbeitung und Industrie. Im Leppetal ist die Eisenerzgewinnung und -verhüttung bis in das späte 16. Jahrhundert nachweisbar. Insgesamt sind inklusive der Mühlen, der Hüttenwerke und dem Walzwerk 25 Anlagen bekannt, davon 16 Eisenhämmer. Die wirtschaftliche Bedeutung des Tales wird durch die bis 1958 betriebene Schmalspurindustriebahn unterstrichen, die zu einer Blüte der Steinindustrie führte. Zahlreiche Relikte zeugen von der ausgedehnten Grauwackegewinnung. In einem kleinen Nebental bildet das Schloss Gimborn (17./18. Jahrhundert) mit Gutshof, Mühlengebäuden, Kirche, Pfarr- und Küsterhaus ein geschlossenes Ensemble.

Im Aggertal wurde am Standort eines alten Hammerwerks in Engelskirchen mit der Fabrik Ermen und Engels die größte Baumwollspinnerei des Bergischen Landes errichtet (heute gemeinsam mit dem Oelcheshammer im Leppetal Schauplatz des LVR-Industriemuseums). Unterhalb von Engelskirchen liegt der repräsentativste Adelssitz des Bergischen Landes, das Schloss Ehreshoven aus dem 16./17. Jahrhundert mit barocker Gartenanlage.

Zwei wichtige bergische Erzreviere, das Kaltenbacher Eisenerzrevier mit Ründeroth als zentralem Ort und einer nachweislich 800-jährigen Bergbaugeschichte mit einer Vielzahl gut erhaltener Relikte sowie das vorwiegend neuzeitliche Bleibergwerk Silberkaule, in dessen Bezirk erstmals im Bergischen Land ein mittelalterlicher Bergbaubezirk (13. Jahrhundert) mit Pingen, Hausplattformen und einem Schutzwall gegen die Brüderstraße nachgewiesen werden konnte, prägen die Kulturlandschaft nachhaltig.

Spezifische Ziele und Leitbilder:
  • Bewahrung der historisch-archäologischen Struktur und Substanz;
  • Stärkung der historischen Wahrnehmung im Zusammenhang mit der Industrielandschaft entlang Agger und Leppe;
  • Offenhaltung der Talaue der Agger.
Aus: Landschaftsverband Westfalen-Lippe und Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen. Münster, Köln. 2007

Internet
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in NRW (Abgerufen: 22.02.2015)

Literatur

Landschaftsverband Westfalen-Lippe; Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2007)
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in Nordrhein-Westfalen. Grundlagen und Empfehlungen für die Landesplanung (Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen / Fachgutachten zum Kulturellen Erbe in der Landesplanung). S. 86, Münster, Köln.

Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Aggertal - Leppetal (KLB 22.04)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Raumplanung
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2001
Koordinate WGS84
51° 00′ 11,87″ N, 7° 28′ 16,41″ O / 51.0033°, 7.47123°
Koordinate UTM
32U 392736.74 5651303.84
Koordinate Gauss/Krüger
2603310.2 5653044.42

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„Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Aggertal - Leppetal (KLB 22.04)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-EK-20080730-0133 (Abgerufen: 27. Juni 2017)
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