Zeche Mönkhofsbank, Gesamtanlage in Überruhr-Holthausen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Denkmalpflege
Gemeinde(n): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Die nach dem urkundlich erstmals 1546 genannten Mönkhof benannte Zeche war wahrscheinlich schon 1673 in Betrieb. Für die Zeit um 1800 ist mit Sicherheit Kohleabbau durch die Zeche überliefert. Alte Flözkarten zeigen im Wichteltal Zechenhaus und Mundloch von Mönkhofsbank in enger Nachbarschaft zur Zeche Charlotte.

1833 wurde Mutung auf den Abbau der Kohle unter der Stollensohle eingelegt und 1836 erfolgte die Verleihung, die 1838 noch einmal erneuert wurde. 1839 war Abteufbeginn für den Tiefbauschacht. 1840 wurde bei 42 Lachter (= 52,2 Meter) die erste Tiefbausohle hergerichtet und 1841 in das fertig gestellte Maschinengebäude eine 14 Zoll (= 36,6 Zentimeter) Wasserhaltungs- und Fördermaschine aufgestellt und noch im gleichen Jahr in Betrieb genommen. Bis 1845 wurde als zweite Maschine eine 64 Zoll (= 170,0 Meter) Wasserhaltungsmaschine eingebaut. Die Maschinen wurden mit vier, später sechs Kesseln betrieben. Dem Schachthaus vorgelagert war ein 1847 bereits verzeichnetes Zechenhaus. Gemeinsam mit der Grube Charlotte wurde 1848 eine Pferdebahn angelegt, die dem Wichteltal folgend bis zur Ruhr und im weiteren Verlauf bis zur Prinz-Wilhelm-Bahn führte. 1850 wurden 21.062 Tonnen Kohle gefördert; damit stand Mönkhofsbank an 37. Stelle aller Zechen im Ruhrgebiet. Nachdem der Schacht 1854 auf 75 Lachter (= 156,7 Meter) abgeteuft worden war, zwangen starke Wasserzuflüsse 1857 zur Einstellung des Betriebes.

Das Objekt Zeche Mönkhoffsbank ist ein eingetragenes Baudenkmal (LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Datenbank-Nr. 19881, Denkmalliste Essen, laufende Nr. 756).

(Walter Buschmann, LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, 2010)

Literatur

Achepohl, L. (1894)
Das niederrheinisch-westfälische Bergwerks-Industrie-Gebiet. Berlin.
Behrens, Hedwig (1970)
Franz Dinnendahl 1775-1826. Köln.
Buschmann, Walter (1998)
Zechen und Kokereien im rheinischen Steinkohlenbergbau. Aachener Revier und westliches Ruhrgebiet. (Die Bau- und Kunstdenkmäler des Rheinlandes 1.) Berlin.
Devens, Friedrich Carl (1863)
Statistik des Kreises Essen für die Jahre 1859-1861. Essen.
Forschpieper, W. (1880)
Führer durch die rheinisch-westfälische Bergwerks-Industrie. Mit zahlreichen Situations-plänen, Profilen, graphischen Darstellungen und einer Übersichtskarte. . Oberhausen.
Gebhardt, G. (1957)
Ruhrbergbau. Essen.
Hermann, Gertrude / Hermann, Wilhelm (1990)
Die alten Zechen an der Ruhr (3. völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage). Königstein im Taunus.
Huske, Joachim (2006)
Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier. Bochum.
Jacobi, Ludwig / Herrmann, Wilhelm (1857)
Das Berg-, Hütten- und Gewerbe-Wesen des Regierungsbezirks Arnsberg in statistischer Darstellung. Iserlohn.
Lehnhäuser, Anton (1926)
Vom alten Bergbau. In: Heimatbilder. 70 Darstellungen aus der Geschichte des Hochstifts Essen, insbes. der Stadt Steele, Essen.
Pfläging, Kurt (1987)
Die Wiege des Ruhrkohlenbergbaus. Die Geschichte der Zechen im südlichen Ruhrgebiet (4. mit 2 topographischen Karten erweiterte Auflage). Essen.
Wüstenfeld, Gustav Adolf: (1975)
Frühe Stätten des Ruhrbergbaus. Witten.

Zeche Mönkhofsbank, Gesamtanlage in Überruhr-Holthausen

Schlagwörter
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Kein
Fachsicht(en)
Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1673 bis 1800
Koordinate WGS84
51° 25′ 28,56″ N, 7° 05′ 28,93″ O / 51.4246°, 7.09137°
Koordinate UTM
32U 367303.75 5698771.81
Koordinate Gauss/Krüger
2575952.35 5699449.4

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Zeche Mönkhofsbank, Gesamtanlage in Überruhr-Holthausen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/P-WBuschmann-20091116-0006 (Abgerufen: 24. August 2017)
Seitenanfang