Mapper Hof

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Schlangenbad
Kreis(e): Rheingau-Taunus-Kreis
Bundesland: Hessen
Siedlungsentwicklung
Der Mapper Hof als ehemaliges Hofgut des Klosters Eberbach liegt südlich von Obergladbach nahe der ehemals durch das Gebück gesicherten Rheingaugrenze mit der Mapper Schanze als befestigter Durchgangsstelle. Der (nach einem Eremit Appo benannte ?) Hof soll 1173 durch das Kloster Eberbach angekauft und angerodet worden sein.

Nach dem Kauf des Mapper Hofs durch Friedrich von Greiffenclau 1649 entstand 1749-53 ein Wohngebäude.
Der Mapper Hof wird heute als landwirtschaftlicher Betrieb und Gestüt genutzt (LfDH 2003, S. 487).

Baulichkeiten
Nahe der ehemals durch das Gebück gesicherten Rheingaugrenze mit der Mapper Schanze liegt der Mapper Hof in freier Einzellage.

Haupt- und Nebengebäude
Das Mitte des 18. Jahrhunderts errichtete Wohngebäude wurde um 1986 abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. Die Wirtschaftgebäude wurden 1935 neu errichtet (Stein mit Datum und Wappen Greiffenclau in Neubau versetzt). Remise, Stall und Scheune sind in traditioneller Bauweise aus regionaltypischen Materialien (Fachwerk, Holz, Schiefer) ausgeführt worden. Wohn- und Nebengebäude umgeben einen weiten rechteckigen Hof.

Kapelle
Südwestlich des Mapper Hofes befindet sich eine Kapelle im Wald. Eine Inschrift lautet: „Den Mapper Hof rodete Kloster Eberbach vor 1200 /Rheingauer Generalhaingericht tagte hier 1226 / Kauf durch Friedrich von Greiffenclau / Wohngebäude 1749-53 / 1938 erstellten diese Kapelle Richard und Eleonore Matuschka-Greiffenclau / Josef-Statue stiftete Gräfinmutter Clara“.

Wegekreuz
Nahe dem Mapper Hof steht ein Wegekreuz aus dem 19. Jahrhundert. Kreuz und Sockel sind aus Sandstein, der Korpus wurde neu angebracht (LfDH, online).

Internet
denkxweb.denkmalpflege-hessen.de: LfDH, online (Abgerufen: 28.08.2012)

Literatur

Söder, Dagmar (2007)
Klosterlandschaft Eberbach – Das Kloster Eberbach als Wirtschaftsbetrieb und seine Spuren in der Rheingauer Landschaft. In: Denkmalpflege & Kulturgeschichte 3/2007, S. 34-41. o. O.
Söder, Dagmar (2006)
Kulturlandschaft Kloster Eberbach. In: Rheingau-Forum 15, S. 4-20. o. O.
Söder, Dagmar / Landesamt für Denkmalpflege Hessen (LfDH) (Hrsg.) (2003)
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Hessen: Rheingau-Taunus-Kreis II. (Altkreis Untertaunus). Wiesbaden.

Mapper Hof

Schlagwörter
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Kulturdenkmal gem. § 9 DSchG Hessen
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Fernerkundung
Historischer Zeitraum
Beginn 1173
Koordinate WGS84
50° 04′ 4,5″ N, 8° 00′ 25,11″ O / 50.06792°, 8.00698°
Koordinate UTM
32U 428933.78 5546654.2
Koordinate Gauss/Krüger
3428980.41 5548433.45

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„Mapper Hof”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/P-TB-20110316-0022 (Abgerufen: 17. Dezember 2017)
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