Kölner Dom - Zweite Bauperiode (1842–1880)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Der Kölner Dom von Köln-Deutz aus gesehen, im Vordergrund links die Kölner Philharmonie (2015).

    Der Kölner Dom von Köln-Deutz aus gesehen, im Vordergrund links die Kölner Philharmonie (2015).

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  • Modell des Kölner Doms und seines baulichen Umfelds aus der Zeit um 1900 aus nordwestlicher Richtung (2014)

    Modell des Kölner Doms und seines baulichen Umfelds aus der Zeit um 1900 aus nordwestlicher Richtung (2014)

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  • Blick vom Dach des Kölner Doms aus über die Hohenzollernbrücke in Richtung Köln-Deutz (2014).

    Blick vom Dach des Kölner Doms aus über die Hohenzollernbrücke in Richtung Köln-Deutz (2014).

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  • Die Stahlkonstruktion des Kölner Domdaches (Innenansicht 2014)

    Die Stahlkonstruktion des Kölner Domdaches (Innenansicht 2014)

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Erst im 19. Jahrhundert gelang es unter veränderten politischen, kulturellen und finanziellen Bedingungen den Dom zu vollenden. 1880, nach über 630 Jahren, waren auch die beiden Kreuzblumen auf die 157 Meter hohen Türme gesetzt, und damit war das Werk beendet.

(Barbara Schock-Werner, Dombaumeisterin zu Köln, 2010)

Der Einfluss Preußens auf den Weiterbau des Doms
Das katholische Rheinland wurde auf dem Wiener Kongress dem protestantischen Königreich Preußen zugeteilt. Hieraus ergaben sich zahlreiche Konflikte zwischen der neu geschaffenen Rheinprovinz und den neuen Herren aus Berlin. Streitpunkte ergaben sich unter anderem in der Frage der Rechtmäßigkeit gemischt konfessioneller Ehen und in der Kindeserziehung in gemeinschaftlichen Einrichtungen. Beides wurde vom preußischen König Friedrich Wilhem III. untersagt.
1816 sah der preußische Architekt und Begründer der modernen Denkmalpflege, Karl Friedrich Schinkel, den unvollendeten Dom auf einer seiner Reisen. Er war vom Dom begeistert, setzte sich künftig für den Erhalt und die Vollendung des Bauwerks ein und erstellte mehrere Gutachten zum Zustand des Domes. Unter der Schutzherrschaft von König Friedrich Wilhelm IV. wurden die Bauarbeiten 1842 wieder aufgenommen. Den Grundstein legte er am 14. August auf einer feierlichen Veranstaltung zusammen mit dem Kölner Erzbischof Johannes von Geissel. Friedrich Wilhelm der IV. wollte hierdurch eine Aussöhnung zwischen der katholischen Kirche und dem Preußischen Staat erreichen. Außerdem diente der Dom als ein Symbol für ein einiges Deutsches Reich, welches dann einige Jahre später Wirklichkeit werden sollte. Ein solches Gott gewidmetes Bauwerk demonstrierte zudem eindrucksvoll den Machtanspruch des Herrschers von Gottes Gnaden: des preußischen Königs.
Nach 600-jähriger Bauzeit erfolgte die Fertigstellung des Domes im Jahre 1880, auch Dank der neuen Herren am Rhein.

(Ergänzung von Christoph Boddenberg, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, 2014)

Internet
www.preussenchronik.de: Chronik des Königreichs Preußen (abgerufen: 25.09.2014)

Literatur

Schock-Werner, Barbara (2005)
Kölner Dom. Bilder, Pictures, Images, Illustraties, Immagini (mit Bildern von Reinhard Matz und Axel Schenk). S. 3, Köln.

Kölner Dom - Zweite Bauperiode (1842–1880)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1842 bis 1880
Koordinate WGS84
50° 56′ 28,79″ N, 6° 57′ 29,19″ O / 50.94133°, 6.95811°
Koordinate UTM
32U 356546.87 5645285.83
Koordinate Gauss/Krüger
2567384.59 5645557.08

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„Kölner Dom - Zweite Bauperiode (1842–1880)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-FJK-20100630-0047 (Abgerufen: 19. Oktober 2017)
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