Kriegerdenkmal Metternicher Eule auf dem Kimmelberg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Koblenz
Kreis(e): Koblenz
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Kriegerdenkmal "Metternicher Eule" in Metternich in Koblenz (2014)

    Kriegerdenkmal "Metternicher Eule" in Metternich in Koblenz (2014)

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  • Metternicher Eule auf dem Koblenzer Kimmelberg (2014)

    Metternicher Eule auf dem Koblenzer Kimmelberg (2014)

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  • Metternicher Eule auf dem Koblenzer Kimmelberg (Kriegerdenkmal Metternich), Seitenansicht (2014)

    Metternicher Eule auf dem Koblenzer Kimmelberg (Kriegerdenkmal Metternich), Seitenansicht (2014)

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  • Metternicher Eule auf dem Koblenzer Kimmelberg (Kriegerdenkmal Metternich), rückwärtige Ansicht (2014)

    Metternicher Eule auf dem Koblenzer Kimmelberg (Kriegerdenkmal Metternich), rückwärtige Ansicht (2014)

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  • Kriegerdenkmal Metternich: die Metternicher Eule auf dem Koblenzer Kimmelberg (2014).

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  • Kriegerdenkmal "Metternicher Eule" in Metternich in Koblenz von hinten (2014)

    Kriegerdenkmal "Metternicher Eule" in Metternich in Koblenz von hinten (2014)

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  • Kriegerdenkmal "Metternicher Eule" in Metternich in Koblenz (2014)

    Kriegerdenkmal "Metternicher Eule" in Metternich in Koblenz (2014)

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  • Metternicher Eule auf dem Koblenzer Kimmelberg, Blick von Metternich aus (2014)

    Metternicher Eule auf dem Koblenzer Kimmelberg, Blick von Metternich aus (2014)

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Die sogenannte Metternicher Eule liegt auf dem Kimmelberg im Westen des Koblenzer Stadtteils Metternich, der sich auf der mittleren Flussterrasse auf der linken Moselseite befindet. Sie ist das Wahrzeichen Metternichs und ist weithin in Metternich zusehen.

Die Metternicher Eule ist ein Kriegerdenkmal, das zu Ehren der im Deutsch-Französischen Krieg gefallenen preußischen Soldaten, die aus der Metternicher Gemeinde stammten, gebaut wurde. Die Planung und der Bau des Denkmals wurden vom Krieger- und Landwehrverein Metternich unter der Führung von Max Weidtman, Besitzer des Weidtmanschen Schlösschens (Trierstraße 388), initiiert. Am 15. Juni 1913 erfolgte die Grundsteinlegung und im Folgenden wurde der vom Architekten Otto Bäppler stammende Entwurf vom Frankfurter Architekten Wilhelm Müller ausgeführt und das Denkmal errichtet.

Insbesondere dem damaligen Neubürger Max Weidtman, dem Besitzer des Weidtmanschen Schlösschens, ist es zu verdanken, dass das Denkmal am 18. und 19. Oktober 1913 feierlich eingeweiht werden konnte, da er den Bau zu großen Teilen finanzierte.

Das insgesamt neun Meter hohe Denkmal wurde als vaterländisches Denkmal errichtet, was durch die Figur des Adlers, der mit angelegten Flügeln auf einem relativ hohen, kegelförmig zulaufenden Sockel sitzt, verstärkt wird. Angefertigt wurde der Adler, den Plänen des Frankfurter Bildhauers Carl Storck gemäß, vom Metternicher Steinmetzmeister Wilhelm Geisen aus einem Trachytblock.

Zum Denkmal führt eine 16 m breite Freitreppe. Das Denkmal selbst ist konisch nach oben zulaufend. Der Sockel hat einen quadratischen Grundriss mit einer Seitenlänge von 5,5 Metern und besteht aus gebuckelten Quadern, deren Kanten pfeilerartig verstärkt wurden. Auf dem Sockel sitzt eine Adlerfigur mit angelegten Schwingen. Auf der Höhe der Füße des Adlers ist ein Eisernes Kreuz mit dem Buchstaben W zu Ehren Wilhelm I. und die Jahreszahl 1870 angebracht. Zwischen den Quadern sind die Daten der Grundsteinlegung und Einweihung des Denkmals eingemeißelt. Diese Daten stehen in einen historisch und politisch wichtigen Zusammenhang, da sie der 100-jährigen Wiederkehr der Völkerschlacht von Leipzig und dem 25-jährigen Kronjubiläum des Kaisers Wilhelm II. entsprechen.

Von der umgebenden Rasenfläche führt eine breite zweistufige Freitreppe zum Denkmal.

Die Bedeutung des Denkmals war im Verlauf der Zeit Änderungen unterlegen. Zunächst wurde der Adler als preußischer Adler interpretiert, der den gefallenen Metternicher Soldaten in den Jahren 1870 und 1871 gewidmet wurde. Später wurde der Adler als Reichsadler Symbol für das neue Kaiserreich und zur Huldigung der einheimischen Bevölkerung an den Kaiser und die Nation umgewidmet.

Im Rahmen der Umwidmungsprozesse wurden nach dem Ersten Weltkrieg die Namen der Kriegsteilnehmer angefügt. Während Renovierungsarbeiten im Jahr 1964 wurden die Inschriften des Denkmals geändert. Sie erinnern nun an die in den Kriegen 1864-1870/71, 1914-1918 und 1939-1945 gefallenen Soldaten.

Zum 80-jährigen Bestehen des Kriegerdenkmals im Jahr 1993 wurde es erneut restauriert und zu einem „Mahnmal des Friedens“ umgewidmet. Am Sockel wurden neue Tafeln angebracht, die unter anderem die Inschrift „Den Toten zu Ehren, den Lebenden zur Mahnung“, auf der Rückseite „Zum Gedenken an die Toten der 4 Kriege in den letzten beiden Jahrhunderten“ tragen.

Die Metternicher Eul ist ein geschütztes Kulturdenkmal. Erstaunlich ist, dass von Eule gesprochen wird und nicht von einem Adler. Die Metternicher Einwohner sind stolz auf ihre Eule. Sie gibt dem Wohngebiet in Metternich, welches dem Denkmal zu Füßen liegt, seinen Namen: Den Eulenhorst. An vielen Häusern befinden sich Bilder von Eulen oder deren Skulpturen, auch die Kirmes in Metternich ist nach der Eule benannt, „Eule-Kärmes“.

Heute ist die Mettenicher Eule eine bedeutende Landmarke und ein, wenn nicht sogar das Wahrzeichen von Metternich.

(Friederike Meiers und Anna Serwas, Universität Koblenz-Landau, 2014)

Kriegerdenkmal Metternicher Eule auf dem Kimmelberg

Schlagwörter
Ort
56072 Koblenz
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1913
Koordinate WGS84
50° 21′ 35,85″ N, 7° 32′ 59,33″ O / 50.35996°, 7.54981°
Koordinate UTM
32U 396849.55 5579659.06
Koordinate Gauss/Krüger
3396883.41 5581451.2

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„Kriegerdenkmal Metternicher Eule auf dem Kimmelberg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-97441-20140723-3 (Abgerufen: 18. November 2018)
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