Wohnhaus und Gartenhaus, Adenauerallee 116/118

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Denkmalpflege
Gemeinde(n): Bonn
Kreis(e): Bonn
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Wohnhaus Adenauerallee 118 in Bonn (1999)

    Wohnhaus Adenauerallee 118 in Bonn (1999)

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    Gregori, Jürgen / LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland
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    Gregori, Jürgen
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Kurzbeschreibung des LVR-Amts für Denkmalpflege im Rheinland

Wohnhaus Adenauerallee 118
Dreigeschossiges Wohnhaus in geschlossener Bauweise am Beginn eines Zeilenabschnitts als Halbvilla anstelle eines Vorgängerhauses errichtet, Putzbau in vier zu drei Achsen, Neurenaissanceschmuckformen, flach geneigtes Walmdach, Eingang an der Südseite.
Sockel mit Kellerfenstern, hochrechteckige Fenster in originaler T-Teilung, Putzquaderung im Erdgeschoss, profilierte Geschossgesimsbänder. Die beiden rechten Achsen durchgehend bis zur Traufe flach risalitartig betont, profiliert gerahmte Fenster des Erdgeschosses über dem Brüstungsgesims auf je zwei Konsolen mit dazwischen liegendem Brüstungsfeld; Balkon mit Brüstungbalustern auf vier geschweiften, kräftigen Stuckkonsolen; zweites Obergeschoss als Mezzaningeschoss ausgebildet, schmale rechteckige Zwillingsfenster durch gegliederte Säule mittig zweigeteilt, flache Kassetten zwischen den Fenstern; Traufkante mit Zahnschnitt durch Konsolen gestützt.
Südseite mit drei nach links gerückten Achsen, Wandgestaltung im Gliederungssystem der Straßenfassade, Fassadenmitte betont durch Rundbogeneingang und durch Dachhäuschen mit Rundbogenfenster.

Ehemalige Remise Adenauerallee 116
Im Hof ehemalige Remise aus der Zeit des straßenseitigen Vorgängerhauses und Kuhstalls (1872), 1891 erweitert und später zu einem Wohnhaus zusammengefasst, langgestreckter zweigeschossiger Baukörper mit flach geneigtem Satteldach, Massivbau, rückwärtiger Teil mit Fachwerkobergeschoss. Fenster und Tür mit neueren Ganzglasscheiben.
1969 Umbau zu Bürohaus

Die Villa mit den Nebengebäuden (Kuh- und Pferdestall, Remise) ist auf der kleinteiligen Parzellierung der westlichen Straßenseite mit den langen schmalen Grundstücken ein bauliches Zeugnis für die ländlich- landwirtschaftliche Nutzung. Dem Plan von 1872 zufolge lagen hintereinander: Wohnhaus, Hof, Brunnen, Remise mit Anbau, Pferdestall, separat dahinter der Kuhstall mit Dunggrube, dann folgte der Garten.
Der Godesberger Bach floss zu dieser Zeit noch als offenes Gewässer parallel zur Coblenzer Straße.

Das Objekt „Wohnhaus, Adenauerallee 118“ ist ein eingetragenes Baudenkmal (LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Nr. 26363 / Denkmalliste der Stadt Bonn, laufende Nr. A 3330).

(Angelika Schyma und Elke Janßen-Schnabel, LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, 2005)

Wohnhaus und Gartenhaus, Adenauerallee 116/118

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Adenauerallee 116/118
Ort
53113 Bonn
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1872 bis 1891
Koordinate WGS84
50° 43′ 30,31″ N, 7° 06′ 40,86″ O / 50.72508°, 7.11135°
Koordinate UTM
32U 366697.42 5620955.07
Koordinate Gauss/Krüger
2578517.02 5621653.14

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„Wohnhaus und Gartenhaus, Adenauerallee 116/118”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-9521-20110405-3 (Abgerufen: 15. Dezember 2017)
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