Neue Synagoge Ziethenstraße in Derendorf

jüdisches Gemeindezentrum

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Düsseldorf
Kreis(e): Düsseldorf
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Das Gebäude der Neuen Synagoge am jüdischen Gemeindezentrum in der Ziethenstraße in Düsseldorf-Derendorf (2009)

    Das Gebäude der Neuen Synagoge am jüdischen Gemeindezentrum in der Ziethenstraße in Düsseldorf-Derendorf (2009)

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Die jüdische Gemeinde Düsseldorf seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Seit Mitte des 17. Jahrhunderts lebten Juden kontinuierlich in Düsseldorf. Vor allem seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs die Gemeinde rasch an, seit dem Ersten Weltkrieg auch durch den Zuzug vieler osteuropäischer Juden. 1858 Konstituierung des Synagogenbezirks Düsseldorf, der auch den gleichnamigen Landkreis umfasste. Nach der Befreiung wurde 1945 eine neue Gemeinde gegründet, die heute die viertgrößte jüdische Gemeinde in der Bundesrepublik Deutschland ist.
Gemeindegröße um 1815: 306 (1816), um 1880: 1127 (1885), 1932: Etwa 5500 / 5052 (1933), 2006: 7319 (vorstehende Angaben alle nach Reuter 2007).
Fast 90% der heutigen Gemeindemitglieder sind Neuzuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion.

Bethaus / Synagoge: Ein Betsaal ist erstmals 1712 belegt. 1790-92 wurde ein Gemeindezentrum mit Synagoge errichtet, 1875 ein Synagogenneubau auf dem gleichen Grundstück eingeweiht. 1904 Errichtung eines repräsentativen Neubaus. Bis 1938 wurden mindestens vier weitere Betsäle genutzt. 1938 Zerstörung der Synagoge durch Brandstiftung. Nach 1945 fanden die Gottesdienste zunächst in verschiedenen Räumlichkeiten statt, 1958 Einweihung der neuen Synagoge (Reuter 2007).

Die neue Synagoge ab 1953 vom deutschen Architekten und Autor Hermann Zvi Guttmann (1917-1977) als Rundbau mit 400 Sitzplätzen – 250 für Männer, 150 für Frauen – geplant. Errichtet wurde sie durch die Düsseldorfer Niederlassung des Aachener Bauunternehmen Grünzig GmbH und am 7. September 1958 in Anwesenheit von Ministerpräsident Franz Meyers (1908-2002, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen 1958-1966) eingeweiht.

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2014)

Internet
www.jgd.de, Jüdische Gemeinde Düsseldorf: Geschichte (abgerufen 22.05.2014)

Literatur

Pracht-Jörns, Elfi (2000)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil II: Regierungsbezirk Düsseldorf. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.2.) S. 27-47, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 36, Bonn.
(1999)
Die Synagogen der jüdischen Gemeinden Nordrhein-Westfalen. In: Brocke, Michael (Hrsg.): Feuer an Dein Heiligtum gelegt. Zerstörte Synagogen 1938 (Beilage), S. 8, Bochum.

Neue Synagoge Ziethenstraße in Derendorf

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Ziethenstraße
Ort
40210 Düsseldorf - Derendorf
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1953 bis 1958
Koordinate WGS84
51° 14′ 35,38″ N, 6° 46′ 43,02″ O / 51.24316°, 6.77862°
Koordinate UTM
32U 344950.84 5679210.11
Koordinate Gauss/Krüger
2554413.8 5678986.22

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„Neue Synagoge Ziethenstraße in Derendorf”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-93169-20140522-2 (Abgerufen: 20. November 2018)
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