Horremer Mühle

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Kerpen
Kreis(e): Rhein-Erft-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Die Horremer Mühle

    Die Horremer Mühle

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    Horremer Mühle mit Wasserad (2014)

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  • Mahlgang in der Horremer Mühle (2014)

    Mahlgang in der Horremer Mühle (2014)

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    Horremer Mühle, Fleischtheke (2009)

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    Horremer Mühle, Hofladen (2009)

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  • Tor zum Hof der Horremer Mühle (2009)

    Tor zum Hof der Horremer Mühle (2009)

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  • Eingangstür zum Hofladen der Horremer Mühle

    Eingangstür zum Hofladen der Horremer Mühle

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    Mühlrad der Horremer Mühle

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  • Luftbild von Horrem mit Horremer Mühle, Kleiner Erft und bachbegleitendem Baumbestand (links), der L277 (Mitte) und Erft mit Kläranlage (rechts), Kerpen (2009)

    Luftbild von Horrem mit Horremer Mühle, Kleiner Erft und bachbegleitendem Baumbestand (links), der L277 (Mitte) und Erft mit Kläranlage (rechts), Kerpen (2009)

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  • Luftbild des Vierkanthofes der  Horremer Mühle an der Kleinen Erft, Kerpen (2009)

    Luftbild des Vierkanthofes der Horremer Mühle an der Kleinen Erft, Kerpen (2009)

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Geschichte
Die bisher älteste Erwähnung der Horremer Mühle stammt aus dem Jahr 1420. Aus diesem Jahr ist im Hemmersbacher Rentbuch verzeichnet, dass „Jan Baden Peter Baden Sohn“ 90 Malter Roggen und aus der Ölmühle 6 Pfund Wachs an Jahrespacht zu leisten hatte. Die Mühle gehörte zu dieser Zeit den Herren von Hemmersbach. 1677 verpachtete Heinrich Freiherr von Vercken als Herr von Hemmersbach die Mühle an Gerhard Clemens und Maria Plück.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts ging der Besitz von Hemmersbach und damit auch die Mühle in das Eigentum der Familie Bentinck, 1751 in das des Grafen Berghe von Trips über. 1837 war die Horremer Mühle an Konrad Klettenberg und seine Frau Maria Dünwald verpachtet, 1881 an Anna Klettenberg und ihren Ehemann Gottfried Jungen. 1890 wurde das heute vorhandene Mühlengebäude errichtet. Die Mühle wurde auch weiterhin von der Pächterfamilie und ihren Nachfahren betrieben, die sie 1994 erwarben.

Gebäude
Die Horremer Mühle ist Teil einer Vierseithofanlage mit Scheune und Stallungen. Sie ist eine Wassermühle mit mittelschlächtigem Wasserrad, einer Eisenkonstruktion mit Speichen und einem Durchmesser von etwa sechs Metern. Dieses ist von einer Backsteinmauer eingerahmt, in die das Erftwehr mit zwei Schütztafeln eingelassen ist. Das ehemalige Radhaus des Mühlengebäudes stammt ebenfalls aus dem Jahr 1890.
Das Anwesen ist komplett renoviert. Die Wirtschaftsgebäude stammen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Technik
Die Technik ist in gutem, betriebsbereitem Erhaltungszustand und wird zurzeit zur Stromerzeugung für den Eigenbedarf genutzt.
Eine Besonderheit der Horremer Mühle ist, dass trotz engem Raum eine Getreidebevorratung in kleinen Silozellen in Holzbauweise besteht, die vom Steinboden bis zum Plansichterboden reichen. Die Ausläufe befinden sich im Kriechkeller und münden in einer Transportschnecke. Es bestehen Zuläufe zum Elevatorfuß (ein Teil des Förderwerks, der das einlaufende Mahlgut schöpft) und zur Absackvorrichtung. Die gesamte Anlage steht unter Denkmalschutz.

Wassertechnische Anlagen
Die Mühle befindet sich an der Kleinen Erft. Der Oberlauf mündet in ein Gerinne. Seitlich, links zur Fließrichtung angeordnet, ist ein Überlaufschütz. Das überschüssige Wasser stürzt über den Überlaufschütz in den verbreiterten Untergraben. Es gibt keinen Mühlgraben und keinen Teich. Das Stauschütz am Übergang vom Gerinne zum Wasserlauf reguliert in Verbindung mit dem Überlaufschütz die benötigte Wassermenge.

Heute betreiben die Besitzer im Gut Horremer Mühle eine Metzgerei, einen Hofladen und einen Partyservice.

Gut Horremer Mühle, Rathausstraße 53, 50169 Kerpen-Horrem

(LVR-Fachbereich Landschaftliche Kulturpflege, 2011 und 2015)

Die Horremer Mühle war KuLaDig-Objekt des Monats im Juni 2015.

Internet
www.horremer-muehle.de: Horremer Mühle (abgerufen 05.05.2015)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2011)
Mühlenregion Rheinland (DVD-ROM, DVD-Video und Beilage). Köln.

Horremer Mühle

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1400 bis 1420
Koordinate WGS84
50° 54′ 51,02″ N, 6° 42′ 9,6″ O / 50.91417°, 6.70267°
Koordinate UTM
32U 338508.62 5642794.25
Koordinate Gauss/Krüger
2549459.87 5642333.8

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Horremer Mühle”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-8904-20110316-5 (Abgerufen: 17. Dezember 2017)
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