Paffendorfer Mühle

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Bergheim (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Rhein-Erft-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Teilansicht der Großen Transmission in der Paffendorfer Mühle (2009).

    Teilansicht der Großen Transmission in der Paffendorfer Mühle (2009).

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  • Die dreiflügelige Backsteinanlage der Paffendorfer Mühle bei Bergheim (2015).

    Die dreiflügelige Backsteinanlage der Paffendorfer Mühle bei Bergheim (2015).

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  • Eingangstor zur Paffendorfer Mühle mit Inschrift JD 188 , die letzte Jahresziffer fehlt (2015).

    Eingangstor zur Paffendorfer Mühle mit Inschrift JD 188 , die letzte Jahresziffer fehlt (2015).

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  • Informationstafel der Paffendorfer Mühle mit Texten und Fotos zur Mühle und zum Projekt "Mühlen und Hämmer links und rechts des Rheins" (2011).

    Informationstafel der Paffendorfer Mühle mit Texten und Fotos zur Mühle und zum Projekt "Mühlen und Hämmer links und rechts des Rheins" (2011).

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  • Nahaufnahme der Rosette des Wasserrades der Paffendorfer Mühle, die in der verschlammten Freiarche im Mühlengraben liegt (2009).

    Nahaufnahme der Rosette des Wasserrades der Paffendorfer Mühle, die in der verschlammten Freiarche im Mühlengraben liegt (2009).

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  • Teil der Riemen-Transmission in der Paffendorfer Mühle (2009).

    Teil der Riemen-Transmission in der Paffendorfer Mühle (2009).

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  • Der Mahlgang in der Paffendorfer Mühle (2009).

    Der Mahlgang in der Paffendorfer Mühle (2009).

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  • Luftbildaufnahme des Pfaffendorfer Mühlengrabens und des Schlosses (2009).

    Luftbildaufnahme des Pfaffendorfer Mühlengrabens und des Schlosses (2009).

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Die Paffendorfer Mühle wurde das erste Mal 1339 im Einkünfteverzeichnis des Essener Damenstiftes urkundlich erwähnt. Sie gehörte gemeinsam mit vier weiteren Mühlen in Ahe, Haideweg, Gelsch und Kirdorf zu den Besitztümern des Stiftes. Wahrscheinlich war die Mühle Teil einer größeren Schenkung des lothringischen Königs Zwentibold.
Die Paffendorfer Mühle war eine Bannmühle mit Mahlzwang für die im Bannbereich gelegenen Höfe und war damit ein zentraler Ort für ihre Umgebung.

Im Zuge der Säkularisation ersteigerte Josef Beretz 1803 die Paffendorfer Mühle. Wenige Jahre später ist 1808 außer von der Mahlmühle auch von einer Säge- und Schleifmühle die Rede. Ab 1835 wurde sie wohl ausschließlich als Papiermühle verwendet. Der jetzige Gebäudekomplex wurde 1880 erbaut. Von diesem Zeitpunkt an war die Mühle wieder als Mahlmühle bis 1980 in Betrieb.

Die Paffendorfer Mühle ist ein gutes Zeugnis des seit karolingischer Zeit nachgewiesenen Mühlenwesens an der Erft. Allein zwischen Brüggen und der Erftmündung bei Neuss gab es auf einer Flusslänge von 55 km zeitweise 26 Mühlen. Häufig lagen diese Mühlen direkt am Flusslauf und wurden nicht durch einen besonderen Mühlengraben mit Wasser versorgt. Die Erft wurde in der Regel an den Mühlenstandorten mittels quer durch den Fluss reichender Wehranlagen - den so genannten Freiarchen - mit Schütztafeln angestaut, so dass das Wasser auf die Wasserräder geleitet werden konnte. Zum Antrieb der Mühle wurde im 20. Jahrhundert anstelle und in Ergänzung zur Wasserkraft zunächst ein Deutz-Motor und später bis zur Stilllegung ein Elektromotor eingegliedert.

Die Paffendorfer Mühle verweist durch den baulichen Bestand des kombinierten Mühlen-/Wohngebäudes auf eine der wenigen im 19. Jahrhundert an der Erft entstandenen Gewerbemühlen und verfügt über eine bemerkenswert vollständige technische Ausstattung aus der Zeit um 1900 mit im 20. Jahrhundert ergänzter und teilerneuerter Mühlentechnik.

(LVR-Fachbereich Umwelt, 2011)

Die Paffendorfer Mühle war KuLaDig-Objekt des Monats im September 2016.

Literatur

Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2011)
Mühlenregion Rheinland (DVD-ROM, DVD-Video und Beilage). Köln.

Paffendorfer Mühle

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Mühlenwehr 23
Ort
50126 Bergheim - Paffendorf
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1300 bis 1339
Koordinate WGS84
50° 57′ 42,01″ N, 6° 36′ 51,75″ O / 50.96167°, 6.61437°
Koordinate UTM
32U 332473.69 5648272.06
Koordinate Gauss/Krüger
2543206.66 5647562.18

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Empfohlene Zitierweise
„Paffendorfer Mühle”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-8888-20110316-3 (Abgerufen: 23. November 2017)
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