Naturschutzgebiet „Loosenberge“ bei Schermbeck

„Loosen Berge“

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Schermbeck
Kreis(e): Wesel
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Wacholderheide

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  • Weg durch das Gebiet Loosenberge

    Weg durch das Gebiet Loosenberge

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  • Schafe in der Heide

    Schafe in der Heide

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    Weg durch das Gebiet Loosenberge

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  • Huteeiche

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  • Silbergras

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Etwa 13 Hektar umfasst das Naturschutzgebiet „Loosenberge“. Es entstand durch eine Ansammlung von Flugsanden und gehört zu dem mehrere Kilometer langen Dünenzug, der nördlich entlang der Lippe verläuft. Die so entstandenen Binnendünen sind natürlicherweise magere und trockene Standorte, auf denen vorwiegend bodenständige Birken-Eichenwälder wachsen.

Das heutige Erscheinungsbild der Loosenberge ist geprägt von einer früheren intensiven Rodung und Nutzung als Huteweide, bei der bis ins 19. Jahrhundert hinein Vieh zur Futtersuche in die Wälder getrieben wurde. Bereits ab dem 17. Jahrhundert stagnierte die Nachfrage nach Schafswolle und die Intensität der Schafbeweidung nahm stetig ab. Die jahrzehntelange Beweidung führte durch den wiederholten Verbiss der jungen Bäume zum Rückgang der hier bodenständigen Birken-Eichenwälder, hin zu einer offenen Landschaft. Auf den trockenen Sandboden kann jedoch nur eine speziell angepasste, anspruchslose Vegetation wachsen, die mit Wasser- und Nährstoffarmut zurechtkommt. Das ist hier in erster Linie der Wacholder, ein immergrünes Zypressengewächs, der knapp sieben Hektar des Gebietes einnimmt. Neben Beständen mit Besenheide kommen noch kleinflächige Bereiche mit Silbergras, Sand-Straußgras sowie der Sand-Segge vor.
Für die Landwirtschaft sind diese mageren Böden der Binnendünen unbrauchbar, stattdessen wird die Wacholderheide durch Schafbeweidung genutzt. Auch heute noch ist die Beweidung durch Schafe erwünscht, in Anlehnung an die traditionelle historische Nutzung. Denn Wacholder wird aufgrund des bitteren Geschmacks von den Weidetieren verschmäht und nur die verträglichen Pflanzen, wie aufkommende Eichen werden gefressen. Die Schafe brechen die Grasnarbe stellenweise auf, so dass nun vermehrt wieder Jungpflanzen des Wacholders wachsen können. Regelmäßige Pfegearbeiten wie das Zurückdrängen der aufkommenden Stechpalmen (Ilex) in dem seit 1939 unter Naturschutz gestellten Gebiet sichern die charakteristischen Vegetationsbestände und fördern ebenfalls die Naturverjüngung des Wacholders. Die Loosenberge stellen eine der größten Wacholderheiden des Niederrheins dar. Charakteristisch ist vor allem der Wechsel von offenen Heideflächen und den bis zu fünf Meter hohen Wacholderbüschen.

Die wertvollen Offenland-Bereiche des Gebietes sind Lebensraum für Zauneidechse, Wildbienen und Laufkäfern. Vogelkundlich interessierte Besucher können mit etwas Glück Schwarzkehlchen, Neuntöter und Heidelerche beobachten.
In die vereinzelt stehenden alten Eichen hämmern Bunt- und Grünspechte ihre Höhlen. Somit stellt das Naturschutzgebiet Loosenberge einen wichtigen Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen dar.

Umgeben ist die Wacholderheide neben dem naturnahen Birken-Eichenwald auch von älteren Kiefernforsten. Die sehr alten und mächtigen Huteeichen, die entlang des Wanderweges stehen, fallen besonders ins Auge.

(Biologische Station im Kreis Wesel e.V., erstellt im Zuge des Projektes „Kulturlandschaft am Niederrhein“. Ein Projekt im Rahmen des LVR Netzwerks Umwelt, 2014)

Internet
www.naturschutzinformationen-nrw.de: Fachinformationen Naturschutzgebiet Loosenberge (WES-003) (abgerufen 17.04.2014)

Naturschutzgebiet „Loosenberge“ bei Schermbeck

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Koordinate WGS84
51° 40′ 11,31″ N, 6° 46′ 50,65″ O / 51.66981°, 6.78074°
Koordinate UTM
32U 346536.84 5726646.29
Koordinate Gauss/Krüger
2554055.58 5726454.05

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„Naturschutzgebiet „Loosenberge“ bei Schermbeck”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-87076-20140305-2 (Abgerufen: 24. Februar 2018)
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