Wehr der Zievericher Mühle

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Bergheim (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Rhein-Erft-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Wehranlage der Zievericher Mühle

    Wehranlage der Zievericher Mühle

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    © Stefan Arendt, LVR-Abteilung Landschaftliche Kulturpflege
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    Arendt, Stefan
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Die Zievericher Mühle besitzt ein als „Freiarche“ bezeichnetes hölzernes Ständerwehr, wie es sich heute an der Erft nicht mehr findet. Dies war für die Wasser- und Mühlentechnik typisch, bevor Begradigungen durchgeführt und der Erftflutkanal angelegt wurde. Somit ist hier ein historischer Einblick in die Wasserbautechnik gegeben.

Das Objekt ist ein am 04.06.2007 eingetragenes Baudenkmal (LVR-ADR, Denkmalliste Bergheim, laufende Nr. 0254). Der Listentext lautet wie folgt:

Es handelt sich um ein zweifeldriges Wehr mit einer Gesamtweite zwischen den Kammerwänden von 9,52m. Die Kammerwände und Widerlagerflügel sind in Ziegelmauerwerk und die leicht gerundeten Ecken der Kammerwände in Naturstein (Basaltlava) ausgeführt. Der den Flutkanal überbrückende Bediensteg mit Holmgeländer ist in Beton zwischen Stahlprofilen mit Zementestrichauflage erbaut. In eine Stahlkonstruktion aus geschraubten U- und Doppel-T-Profilen sind zwei hölzerne Schütztafeln mit einem Antrieb durch Zahnstangen und Elektomotoren eingelassen. Die Schütztore mit zugehöriger Stahlkonstruktion wurden 1900 als Ersatz von sechs hölzernen Fluttafeln erbaut und als typische Verschleißteile der Wassertechnik mehrfach überarbeitet und teilerneuert. Die Antriebsmotoren sind aus jüngerer Zeit. Flussabwärts ist der Flutschleuse ein bereits in einem Plan von 1865 eingezeichneter Kolk zugeordnet.

(LVR-Fachbereich Umwelt, 2011)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2011)
Mühlenregion Rheinland (DVD-ROM, DVD-Video und Beilage). Köln.

Wehr der Zievericher Mühle

Schlagwörter
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1200 bis 1243
Koordinate WGS84
50° 57′ 23,22″ N, 6° 37′ 25,61″ O / 50.95645°, 6.62378°
Koordinate UTM
32U 333115.44 5647670.28
Koordinate Gauss/Krüger
2543872.4 5646986.95

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„Wehr der Zievericher Mühle”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-8392-20110301-3 (Abgerufen: 21. September 2017)
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