Metropol-Kino-Theater

heutige Buchhandlung Thalia

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Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Bonn
Kreis(e): Bonn
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
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Hinter der unscheinbaren Fassade des Gebäudes am Markt 24 versteckt sich eine ereignisreiche Geschichte. 1929 eröffnete dort das Lichtspieltheater Metropol, welches bis zu seiner Schließung 2005/06 eines der schönsten, im Art-déco-Stil gehaltenen Kinos Deutschlands war.

Anfänge 1890-1928: Das „neue“ Metropol
Bau des „neuen“ Metropols
Theaterraum
Bühne und Orchester
Café
Eröffnung 1929
Nachkriegszeit
1980er Jahre: Abriss- und Umbaupläne, Eintrag in die Denkmalliste
Fertigstellung des Metropols 1990
Kinobetrieb bis 2005
2005-2009: Die neuen Pläne, Austrag aus der Denkmalliste
Umbau und heutige Nutzung als Buchhandlung
Quellen / Internet

Anfänge 1890-1928: Das „neue“ Metropol
Das ca. 1400 Quadratmeter große Gelände im Inneren des Häuserblockes Markt-Bonngasse-Friedrichstrasse und Wenzelgasse besitzt eine bemerkenswerte Vergangenheit. In das 1890 als Einzelhandelsbetrieb von den Delikatess- und Fleischwarenhändlern Gebrüder Adtorf erbaute Gebäude zog 1911 das Lichtspieltheater Metropol, womit die ereignisreiche Geschichte des Lichtspielhauses beginnt.
Das „alte“ Metropoltheater war ein modernes, mit 400 Sitzplätzen ausgestattetes und bedeutendes Theater in Bonn, welches jedoch 1928 abgerissen wurde. Wegen dem baulichen Verfall, eingeleitet durch die Beschlagnahmung des Lichtspielhauses während der Besatzungszeit durch die Franzosen, sowie den wachsenden Anforderungen an ein Lichtspielhaus, und bedingt durch stetige Verbesserungen und Neuerungen in der Filmindustrie, entschloss sich der Besitzer Friedrich Stahl zur Errichtung eines Neubaus. Das „neue“ Metropoltheater umfasste doppelt so viele Plätze wie das alte Stadttheater und übertraf auch den großen Saal der Beethovenhalle. Die Fassade und auch die Inneneinrichtung waren modern-sachlich, im Art-Déco-Stil gehalten, wodurch es in dieser Zeit zum modernsten und schönsten Kino- und Theaterhaus in Deutschland wurde.
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Bau des „neuen“ Metropols
Nachdem die am 02. Juli 1928 begonnenen, umfangreichen Abbruch- und Ausschachtungsarbeiten abgeschlossen waren, begannen am 04. August 1928 die Neubaumaßnahmen unter der Leitung des Architekten J. Stumpf B.D.A. und T. Kleefisch. Bereits nach 6 Monaten wurde der Bau im Dezember 1928 fertiggestellt. An der Außenfassade wurde auf Wunsch des Bauherrn die erste Leuchtreklame in Bonn aus Neon-Leucht-Röhren montiert. Die Buchstaben leuchteten in einem intensiven Rot und wurden von einem Azurblau umrandet.

Theaterraum
Durch eine großflächige Vorhalle betrat man das daran anschließende, oval gestaltete Foyer mit den Kassenräumen. Von hier aus führten sechs große Flügeltüren zur elegant ausgestatteten, sogenannten Wandelhalle, welche sich rund um das Parkett erstreckte. Von der Wandelhalle, beziehungsweise einem Vorraum zum Theater, erlaubten sechzehn weitere Türen den Zugang zum Zuschauerraum, so dass jeder Besucher schnellstmöglich, ohne andere Besucher zu stören, seinen Sitzplatz auffinden konnte. Die Form des Foyers aufgreifend, wurde auch der Theaterraum oval gestaltet. Betritt man diesen, so wurde man von einer „Raum-Licht und Farbensymphonie“ (General Anzeiger vom 26.01.1929), sowie einer 14 Meter hohen, raumumspannenden Kuppel, nach neusten Beleuchtungstechniken erhellt, überrascht. Die künstlerische Gestaltung des Theaterraumes oblag Otto Dünnwald. Als ruhigen Gegenpol zu Farbe und Licht wurden die 1400 Sitzplätze mit blauem Plüsch überzogen.

Bühne und Orchester
Neben einer 77 Quadratmeter (7 x 11 Meter) großen Film-Projektionswand, erhielt das Theater eine Podiums- beziehungsweise Nischenbühne, die zu Vorstellungen verschiedenster Art verwendbar sein sollte. Täglich sollte es neben den Filmvorführungen auf dieser Bühne eine „Bühnenschau“ geben, bei der Künstler aus ganz Deutschland für das Bonner Publikum spielten. Zu Film und Theater gehörte auch eine musikalische Untermalung. Das Orchester befand sich, wie üblich, vertieft vor der Bühne, bot für 50 Musiker Platz und enthielt den Spieltisch für die Welt-Theater-Orgel. Dieses „Wunderwerk der Technik“ (Festzeitschrift) konnte allem, was ein Film an musikalischen, naturhaften und technischen Geräuschen zu bieten hatte, einen Ton verleihen.
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Café
Im ersten Stock des Vorderhauses besaß das Metropoltheater ein kleines Café, in dem das Publikum in den Pausen eine Kleinigkeit vom Buffet zu sich nehmen konnte, was in der Region einzigartig gewesen ist. Außerdem war dort die erste und modernste Kaffeemaschine Bonns, welche portionsweise frischen Kaffee, Tee oder eine heiße Schokolade zubereitete, in Betrieb.

Eröffnung 1929
Am 25.01.1929 wurde das festlich geschmückte Metropoltheater vor geladenen Gästen eröffnet. Die Festvorstellung begann durch die Ouvertüre zu „Wilhelm Tell“ von Gioachino Rossini, welche vom Orchester unter der Leitung von Fred Rheinen gespielt wurde. Währenddessen hielt Roland Marwitz (Stadttheater Bonn) eine Eröffnungsrede, in der er die Gäste begrüßte und die Wege der Lichtspielbühne erläuterte. Gleichzeitig kam die moderne Saal- und Bühnenbeleuchtung zum Einsatz, die den Raum über in ein helles weiß, in ein sattes Blau, bis hin zu einem kräftigen Rot färbte.
Nach der musikalischen Eröffnung erfolgte eine Aufführung des Groß-Matran-Ballett, welches schon in Amerika gastierte. Darauf folgend zeigte die UFA-Wochenschau-Nr. 5 eine Reihe von Aufnahmen, bis letztendlich als Hauptakt der Film, „Der Kampf um das Matterhorn“ oder „Der Weg zum Gipfel“ gezeigt wurde. Hocherfreut von den gezeigten Darbietungen verließen die Gäste das Theater. Friedrich Stahl erhielt größtes Lob vom Bonner Publikum – das er auf schönste Weise ein Theater geschaffen hatte (Deutsche Reichszeitung).
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Nachkriegszeit
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Metropol stark in Mitleidenschaft gezogen. Die mächtige Kuppel wurde vollständig zerstört. Nach einem schnellen Wiederaufbau/und Reparatur eröffnete das Metropol am 02.07.1946 im neuen Glanz. In der Zukunft sollte es sechs Kunstgattungen dienen, wie Heinz Lorscheidt in der Eröffnungsrede erklärte. Dazu zählten: Oper, Operette, Schauspiel, Varieté, Film und Konzerte. Da es lange Zeit das einzige funktionsfähige Theater/Kino war, wurde das Café in der ersten Etage umgebaut und ein weiterer Kinosaal namens „Bambi“ geschaffen.

1980er Jahre: Abriss- und Umbaupläne, Eintrag in die Denkmalliste
Seit Juli 1982 gehörte das Grundstück Markt 24 (Metropol) und Wenzelgasse 9 der Münchener Versicherungsgruppe WWK, welche die Grundstücke als Vermögensanlagen ansah und skizzenhaft Umbaupläne vorlegte. Diese umfassten den Bau einer Einkaufspassage mit Boutiquen, Cafés und Restaurants sowie der Aufteilung des Metropols in zwei bis drei Kinos, wodurch der große Saal zugunsten der Passage geopfert werden sollte. Hinzufügend sollten Wohnungen und Praxen in den oberen Etagen geschaffen werden.
Auf Anfrage wurde jedoch erst geprüft, ob der große Kinosaal mit der Kuppel unter Denkmalschutz gestellt werden könnte, was eine Chance für den Weiterbestand des Metropols hätte sein können. Ein solches Kino gab es in Deutschland nicht mehr und dessen Form zu behalten, lag im öffentlichen Interesse. Auf der Seite der Öffentlichkeit stand die SPD, welche ebenfalls für den Denkmalschutz plädierte, da das Bonner Metropol ein Stück Kulturgeschichte sei. Außerdem forderte sie die Aufstellung eines Bebauungsplanes mit dem Ziel, die bisherigen Strukturen zu sichern und das Kino „festzuschreiben“.
Die CDU, die Bauleitplanung und die Untere Denkmalschutzbehörde waren der Auffassung, dass das Metropol kein Denkmal ist und es abgerissen werden sollte, da die Schaffung von Wohnungen, neben den anderen Einrichtungen, höchste Priorität hätte.
Die Metropol Befürworter schienen „besiegt“, bis der Minister für Landes- und Stadtplanung, Christoph Zobel, gerufen wurde – es kam zu einer Überprüfung der Denkmalwürdigkeit des Metropols und am 29.08.1983 zu einer Besprechung aller Parteien im Landesmuseum Bonn. Schließlich wurde das Metropol am 19.10.1983 in die Denkmalliste aufgenommen. Doch die Frage nach Erhalt oder Abriss blieb trotzdem offen. Gleichzeitig gründete die Bürgerinitiative „Rettet das Metropol“ einen Förderverein, welcher konkrete Nutzungskonzepte vorlegen wollte. Außerdem unterstützte dieser den Kulturdezernent, der den Vorschlag machte, das Metropol als attraktives Premieren-Kino zu nutzen.
Am 14.01.1984 legte die WWK Pläne für einen Umbau vor. Demnach sollte das Metropol auf Wunsch der Bürger in Zukunft als Geschäftspassage und als Kino genutzt werden. Beides sollte aber nur durchgeführt werden, wenn die WWK das Foyer und die Fassade des Metropols umgestalten durfte.
Als es fast zu einer Einigung zwischen der WWK und der Stadt Bonn kam, plädierte die WWK plötzlich auf einen Teilabriss des Lichtspielhauses, um die Bühne zu erneuern und mehrere Ladenlokale einzuplanen, da diese nötig wären, um die Rendite des Geländes zu sichern. Hinzufügend legte die WWK im November 1984 Klage gegen den Denkmalschutz ein, um gerichtlich klären zu lassen, ob es sich wirklich um ein Denkmal handelt. Aus diesem Grund ging der Streit um das Metropol in eine neue Runde.
Nach langen Verhandlungen durfte die WWK mit den geplanten Umbauarbeiten beginnen. Nach Vorlage von Gutachten über die irreparable bauliche Substanz der Kuppel stimmte die Stadt einem Abriss der Kuppel, dem Fußboden und Teilen des Bühnenhauses zu, wenn diese wieder vollständig hergestellt würden. Als diese bereits abgerissen waren, legte die WWK erneut Klage ein, da das Metropol in diesem Zustand kein originäres Denkmal mehr sei, um ihre eigentlichen Pläne der Aufteilung des Metropols in mehrere Kinos und Ladengeschäfte durchzusetzen. Dies führte erneut zu einer Denkmal-Überprüfung des „Rest“-Metropols. Im April 1987 entschied nun das Oberveraltungsgericht Münster, dass die Klage der WWK abgewiesen werden musste und dass das Metropol ein Denkmal ist. Letztendlich lenkte auch die WWK ein, und versicherte den originalgetreuen Wiederaufbau des 1929 eröffneten Kino-Palastes.
Nach vielen schwierigen und ereignisreichen Jahren wurde am 10.08.1989 Richtfest am Metropol gefeiert. Das Metropol sollte als Kulturzentrum in einem Jahr wiedereröffnen. Die Werkstattbühne sollte in das Untergeschoss einziehen, der Leiter des Internationalen Ballettzentrums wollte im großen Saal hochwertige Kulturvorführungen darbieten und im Obergeschoss waren Ballettübungsräume geplant.
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Fertigstellung des Metropols 1990
Nach achtjähriger Planung und Bauzeit eröffnete das Metropol am 25. September 1990 seine Türen. Da die Verträge mit der Werkstattbühne und dem Internationalen Ballettzentrum jedoch nicht zustande kamen – ein Vorvertrag mit einem Kinobetreiber hatte diese scheitern lassen – betrieb dieser im Untergeschoss zwei neue Kinoräume mit 250 Sitzplätzen und eine weitere Gesellschaft, die UFA (Universum-Film AG), den großen, 850 Sitzplätze umfassenden Theater-Kinosaal. Außerdem entstand im eigentlich geplanten Ballettübungsraum der Kuppelsaal, welcher für weitere 120 Besucher Platz bot. Von der 14 Meter hohen Kuppel, der pastellfarbenen Wand und den Goldornamenten, über die blaue „Plüsch“-Bestuhlung und das Café im Obergeschoss, wurde sogar die Neonreklame von 1929 rekonstruiert. Doch nicht alles war neu: Alte Eisengitter, Lampen und Garderobenständer, sowie das Kassenhäuschen von 1929 wurden wiederverwendet. So glänzte das neue alte Metropol im Charme der Vergangenheit und Gegenwart.

Kinobetrieb bis 2005
Aufgrund von rückläufigen Besucherzahlen stellte die UFA 2002 einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Schließlich kam das Metropol am 14. Dezember 2005 „unter den Hammer“. Es wurde für 3,125 Millionen Euro an den Ratinger Kaufmann und Architekten Reiner Götzen versteigert, Geschäftsführer der Firma Interboden. Dieser hatte wiederum kurz zuvor die „Metropol Immobilien- und Management GmbH“ gegründet an der auch der Geschäftsmann Klaus Töpfer beteiligt ist. Das Metropol sollte nun für den Handel umgebaut werden. Wer danach in das Metropol einziehen sollte, blieb jedoch offen. Es wurde dagegen erneut Protest eingelegt - das Metropol war ein Denkmal und sollte unter den gleichen kulturellen Aspekten weiter genutzt und nicht abermals zur Einkaufspassage umgebaut werden.
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2005-2009: Die neuen Pläne, Austrag aus der Denkmalliste
Ein Jahr nach der Versteigerung wurde nun erneut geprüft, ob es sich um ein Denkmal handelte. Da durch die Umbauten vor zwanzig Jahren das Metropol seine Denkmalwürdigkeit bereits verloren hätte, würde laut Eigentümern den Umbauplänen nichts im Wege stehen. Auf der anderen Seite argumentierten die Metropol-Befürworter der Bürgerinitiative „Pro-Metropol“, dass das Metropol viel hochwertiger als vor 60 Jahren gewesen sei und das Bauwerk nach den Bauarbeiten in den 1980er Jahren fast originalgetreu wiederhergestellt wurde. Der Versuch, das Metropol aus der Denkmalliste zu streichen, wurde zunächst abgewehrt, Ende 2006 legten die Eigentümer abermalig Klage ein.
In der Zwischenzeit wurde das Kino als solches nicht mehr genutzt, seit 2006 blieb es geschlossen. Nur das Foyer durfte vorübergehend als Einzelhandelsfläche genutzt werden.
Im weiteren Verlauf des Jahres strebte die Stadtverwaltung eine Einigung in der Sache „Umbau eines Denkmals“ mit den Eigentümern an. Nach Auffassung der Verwaltung führten die Umbaupläne zu einer Zerstörung des Denkmals. Ziel sei es deshalb, eine denkmalgerechte Nutzung des Bauwerkes zu ermöglichen, bei der die charakteristischen Kinomerkmale erhalten bleiben sollten. Auch zu der Frage, ob das Metropol ein Denkmal gewesen sei, gab es eine Antwort: Im Oktober 2007 wurde vom Verwaltungsgericht Köln klar herausgestellt, dass es sich bei dem Metropol um ein Denkmal handelte – „Ein Denkmal ist nicht nur dann ein Denkmal, wenn es vollständig original erhalten ist. Dann gäbe es keine Denkmäler“ (GA Metropol ist und bleibt ein Denkmal 13.10.2007). Vorerst zogen die Eigentümer der Metropol-Immobilienmanagement GmbH & Co. KG den Antrag zurück, um Anfang 2008 einen neuen Antrag vorzulegen. Demnach sei es nicht rentabel gewesen, das Denkmal als Kino weiter zu nutzen, sondern es sei ein Umbau nötig. Im Gespräch war dabei die Buchhandelskette Thalia, welche der Douglas Holding AG gehört. Die Bewirtschaftung sei dabei langfristig gesichert gewesen und hätte nur begrenzt in den Denkmalschutz eingegriffen.
Diese Pläne stoppte am 15. Mai 2008 die Stadtverwaltung und brachte damit den Umbau zum Stillstand. Danach legten die Eigentümer gegen den Beschluss aus dem Jahre 2007 Berufung ein, wodurch nicht nur der Stadtrat, sondern auch das Oberverwaltungsgericht in Münster über die Zukunft und Denkmalwürdigkeit des Metropols tagten. Nach Gerichtsentscheid des Oberverwaltungsgerichtes sei das Metropol nach Umbauarbeiten in den 1980er Jahren kein Denkmal mehr, sondern eine Rekonstruktion. Einzig und allein die Front des Metropols hätte einen Denkmalwert und müsste deswegen geschützt werden. Eine Revision ließ das Oberverwaltungsgericht nicht zu.
Kurz nach diesem Beschluss legten die Geschäftsführer der Metropol-Immobilienmanagement GmbH, den Bauantrag für den Umbau des Hauses vor, welcher 2009 beginnen sollte.
Einen letzten Versuch das Metropol doch noch zu retten, startete die Stadt Bonn als sie Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht in Münster gegen die Nichtzulassung einer Revision einlegte. Das Oberverwaltungsgericht leitete die Unterlagen an das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig weiter. Über ein halbes Jahr später entschied dieses, dass die Beschwerde unbegründet sei. Am 31.08.2009 wurde nun mit dem Umbau des Metropols begonnen – im Oktober 2010 sollten die Arbeiten abgeschlossen sein.
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Umbau und heutige Nutzung als Buchhandlung
Am Mittwoch, 10. November 2010, eröffnete das Metropol erneut. Diesmal aber nicht als Kino/Theater, sondern als Thalia Buchhandlung. Nach 14 Monaten Umbauzeit spielen nun Bücher, Hörspiele und DVDs die neuen Hauptrollen im Metropol. Trotz der neuen Nutzung des Gebäudes erinnert viel an das „alte“ Kino – so sind die Kuppeldecken und die goldenen Bühnenrahmen mit den Orgelprospekten erhalten, auch die dunkelblaue Plüsch-Bestuhlung, sowie der rote Vorhang wurden wiederverwendet und das Café befindet sich an seinem alten Platz. Auch von außen ist noch zu erkennen, dass es sich um das Metropol handelt – die denkmalgeschützte Leuchtschrift, Bonns erste Leuchtreklame, wurde erhalten.

(Sabrina Christ, Geographisches Institut der Universität Bonn, 2013)
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Quellen
Stadtarchiv Bonn, Tageszeitungsausschnitte:
  • Bonner Rundschau vom 19.01.1973 (Signatur 125/233), 23.09.1982 ( 134/2090), 06.08.1983 ( 135/580), 30.09.1983 ( 135/580), 30.11.1984 ( 136/12), 12.03.1986 ( 138/940), 05.12.1986 ( 138/940) und 19.01.1990 ( 142/373).
  • General Anzeiger vom 16.01.1929 (Signatur 79/58), 05.07.1946 (100/500), 24.08.1982 (134/2090), 30.09.1983 (135/580), 24.02.1984 (136/12), 22.03.1984 (136/12), 08.06.1984 (136/12), 23.06.1987 (139/1297), 08.12.1989 (142/244), 19.09.1990 (142/373) und 10.11.1992 (144/217).
  • Rhein-Sieg-Anzeiger vom 30.07.1983 (Signatur 135/580) und 27.08.1983 (135/580).

Internet
www.general-anzeiger-bonn.de: Insolvenz der UFA (abgerufen 16.12.2012)
www.general-anzeiger-bonn.de: Das Metropol kommt unter den Hammer (abgerufen 16.12.2012)
www.general-anzeiger-bonn.de: Ratinger Architekt kauft das Metropol (abgerufen 16.12.2012)
www.general-anzeiger-bonn.de: Aufruf zur Rettungsaktion (abgerufen 16.12.2012)
www.general-anzeiger-bonn.de: Neues Gutachten zum Wert des Denkmals (abgerufen 16.12.2012)
www.general-anzeiger-bonn.de: Wenn Stadt und Bürger uns rufen sind wir da (abgerufen 16.12.2012)
www.general-anzeiger-bonn.de: Stadt will mit Eigentümern verhandeln (abgerufen 16.12.2012)
www.general-anzeiger-bonn.de: Der Vorhang zu und alle Fragen offen (abgerufen 16.12.2012)
www.general-anzeiger-bonn.de: Wir können uns nicht erpressen lassen (abgerufen 16.12.2012)
www.general-anzeiger-bonn.de: Das Denkmal wurde zerstört (abgerufen 16.12.2012)
www.general-anzeiger-bonn.de: Wir sollten uns keinen Illusionen hingeben (abgerufen 16.12.2012)
www.general-anzeiger-bonn.de: Metropol ist und bleibt ein Denkmal (abgerufen 16.12.2012)
www.general-anzeiger-bonn.de: Eigentümer stellen Antrag zum Umbau als Buchhandlung (abgerufen 16.12.2012)
www.general-anzeiger-bonn.de: Stadt stoppt vorerst Metropol-Umbau (abgerufen 16.12.2012)
www.general-anzeiger-bonn.de: Oberverwaltungsgericht begutachtet Metropol (abgerufen 16.12.2012)
www.general-anzeiger-bonn.de: Gericht entscheidetet Metropol kein Baudenkmal mehr (abgerufen 16.12.2012)
www.general-anzeiger-bonn.de: Umbau des Metropol soll Anfang 2009 beginnen (abgerufen 16.12.2012)
www.general-anzeiger-bonn.de: Die Richter bleiben hart (abgerufen 16.12.2012)
www.general-anzeiger-bonn.de: Das Metropol ist kein Denkmal mehr (abgerufen 16.12.2012)
www.general-anzeiger-bonn.de: Der Metropol-Umbau startet (abgerufen 16.12.2012)
www.general-anzeiger-bonn.de: Klage trübt Eröffnung (abgerufen 16.12.2012)
www.general-anzeiger-bonn.de: Im Metropol eröffnet Thalia seine Buchhandlung (abgerufen 16.12.2012)
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Literatur

Interboden Innovative Gewerbewelten GmbH Ratingen (Hrsg.) (2011)
Das Bonner Metropol: ein Projekt der Interboden Innovative Gewerbewelten. Ratingen.
Matzerath, Josef (1989)
Bonn - 54 Kapitel Stadtgeschichte. S. 253-258, Bonn.
Metropol Bonn (Hrsg.) (1999)
Metropol-Theater zur Festvorstellung anläßlich der Eröffnung Freitag, 25. Januar 1929. Bonn.

Metropol-Kino-Theater

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Markt 24
Ort
53111 Bonn
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1890 bis 1929
Koordinate WGS84
50° 44′ 9,45″ N, 7° 06′ 6,89″ O / 50.73596°, 7.10191°
Koordinate UTM
32U 366062.46 5622181.15
Koordinate Gauss/Krüger
2577832.71 5622852.77

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„Metropol-Kino-Theater”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-57863-20121203-2 (Abgerufen: 23. Mai 2018)
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