Wallburg Berge

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Hünxe
Kreis(e): Wesel
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Überreste der besterhaltenen und größten Wallburg des rechten Niederrheins. Sie weist eine Ausdehnung von 310 Metern Länge und 260 Metern Breite auf.
Im frühen Mittelalter, bei den immerwährenden Grenzkämpfen zwischen Sachsen und Franken, diente die Anlage der Bevölkerung als Fliehburg. Sobald Gefahr drohte, zogen sich die Menschen mit ihrem Vieh dorthin zurück. Den Mittelpunkt der etwa 1.200 Jahre alten Burganlage aus der Karolingerzeit bilden zwei Hügel. Grabungen haben ergeben, dass auf dem höheren Hügel ein hölzerner Turm gestanden hat. Zudem wurden Reste von Palisaden entdeckt. Ein breiter Wassergraben, der vom Hünxer Bach gespeist wird, umgibt die beiden künstlichen Erhebungen. Der einzige Zugang zur Turmhügelburg erfolgte wahrscheinlich über eine Holzbrücke, welche bei Gefahr heraufgezogen wurde. Um den Wassergraben herum befindet sich ein immer noch gut sichtbarer Ringwall, an den sich weitere, um den inneren Wall verlaufende, Wall- und Grabenreste anschließen. So war die Bevölkerung gut vor feindlichen Übergriffen geschützt. Ganz in der Nähe, im Süden des Hünxer Bachtals, befinden sich zudem deutliche Überreste einer ehemaligen Landwehr. Es ist daher anzunehmen, dass die Befestigungsanlage nicht nur als Fliehburg, sondern auch zur Verteidigung diente. Heute wird das Kulturdenkmal „Wallburg Berge“ genannt, denn Quellen aus dem 13. / 14. Jahrhundert benennen die Herren von dem Berge als Besitzer der Burganlage.

Wallburg Berge

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
keine Angabe
Koordinate WGS84
51° 39′ 35,74″ N, 6° 49′ 10,71″ O / 51.65993°, 6.81964°
Koordinate UTM
32U 349193.94 5725466.53
Koordinate Gauss/Krüger
2556759.3 5725384.28

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„Wallburg Berge”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-55793-20121022-2 (Abgerufen: 19. August 2018)
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