Burg Kronenburg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Dahlem (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Euskirchen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Dahlem-Kronenburg, Kath. Pfarrkirche St. Johann Baptist

    Dahlem-Kronenburg, Kath. Pfarrkirche St. Johann Baptist

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  • Dahlem-Kronenburg, Burgbering

    Dahlem-Kronenburg, Burgbering

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  • Dahlem-Kronenburg, Burgbering 36a

    Dahlem-Kronenburg, Burgbering 36a

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Die Burg wurde 1278 erstmals erwähnt als im Besitz eines Gerlach von Dollendorf befindlich. Es handelt sich um eine Höhenburg, die auf einem schmalen Bergrücken errichtet wurde. Die Lage war von strategischer Bedeutung, denn hier stießen die Gebiete vier wichtiger Herrschaften aufeinander, die beiden geistlichen Kurfürstentümer Köln und Trier sowie die beiden Herzogtümer Jülich und Berg. Die Burg selbst befand sich von 1487 an bis zur Eroberung der linksrheinischen Gebiete durch französische Revolutionstruppen im Jahre 1794 als ein Lehen des Herzogtums Luxemburg im Besitz verschiedener Linien der Grafschaft Manderscheid.

Von der Burganlage des 13. Jahrhunderts hat sich nichts erhalten; die ältesten Teile der Hauptburg bestehen aus Bruchsteinmauerwerk des 14. und 15. Jahrhunderts. Aus ihnen kann eine Burganlage auf fünfseitigem Grundriss mit einem quadratischen Bergfried an der Westseite und dem Haupttor im Norden erschlossen werden. Von dem letztgenannten Bauwerk haben sich die unteren Geschosse runder Flankentürmchen erhalten. Die in Resten erhaltene Ringmauer, die den fünfseitigen Hauptburgbereich einst umschloss, war mit Ecktürmchen von halbrundem und hufeisenförmigen Zuschnitt besetzt. Nebenbereiche bilden die östlich angrenzende Vorburg, in der sich die Burgmannenhäuser befanden, sowie ein Vorhof im Süden, in dem 1766 das barocke Amtshaus der Grafschaft Manderscheid errichtet wurde.

Ein Kupferstich aus dem Jahre 1620, der Matthäus Merian zugeschrieben wird, zeigt die Burg als eine mächtige Anlage mit hochaufragenden Mauern von Palas und Bergfried inmitten der Hauptburg, einer stark befestigten Ringmauer und der ebenfalls wehrhaften und mit Türmchen besetzten Mauer der Vorburg. Gleichwohl wurde die Anlage 1688 im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekrieges wie die meisten Befestigungsbauten von französischen Truppen zerstört.

In den Jahren 1979 bis 1981 wurden die Ruinen der Burganlage umfassend gesichert.

(Christoph Kühn, im Auftrag des LVR-Fachbereichs Umwelt, 2012)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2007)
Jakobswege. Wege der Jakobspilger im Rheinland, Band 2: In 13 Etappen von Köln und Bonn über Trier nach Perl/Schengen am Dreiländereck von Deutschland, Luxemburg und Frankreich (3. Auflage). Köln.

Burg Kronenburg

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Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1301 bis 1500
Koordinate WGS84
50° 21′ 47,75″ N, 6° 28′ 37,82″ O / 50.36326°, 6.47717°
Koordinate UTM
32U 320572.96 5582064.2
Koordinate Gauss/Krüger
2533996.78 5580923.97

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„Burg Kronenburg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-55299-20121010-8 (Abgerufen: 14. November 2018)
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