Schloss Hülchrath

ehemalige Wasserburg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Grevenbroich
Kreis(e): Rhein-Kreis Neuss
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Die Nordseite des Schlosses in Hülchrath (2014)

    Die Nordseite des Schlosses in Hülchrath (2014)

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  • Die Hofgebäude der Schlossanlage in Hülchrath von Westen her gesehen (2014)

    Die Hofgebäude der Schlossanlage in Hülchrath von Westen her gesehen (2014)

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  • Die Hofgebäude der Schlossanlage in Hülchrath von Süden her gesehen (2014)

    Die Hofgebäude der Schlossanlage in Hülchrath von Süden her gesehen (2014)

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  • Der Blick in den Innenhof von Schloss Hülchrath (2014)

    Der Blick in den Innenhof von Schloss Hülchrath (2014)

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  • Die Nordostseite der ehemaligen Burganlage in Hülchrath (2014)

    Die Nordostseite der ehemaligen Burganlage in Hülchrath (2014)

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  • Die Brücke zum Schloss Hülchrath von Nordosten her mit Blick auf die Hofgebäude (2014)

    Die Brücke zum Schloss Hülchrath von Nordosten her mit Blick auf die Hofgebäude (2014)

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  • Das Schloss Hülchrath von Norden aus gesehen (2014)

    Das Schloss Hülchrath von Norden aus gesehen (2014)

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  • Der Turm von Schloss Hülchrath (2014)

    Der Turm von Schloss Hülchrath (2014)

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  • Der Blick von der Zugangsbrücke zum Schloss Hülchrath auf die obere Hälfte des Torgebäudes (2014)

    Der Blick von der Zugangsbrücke zum Schloss Hülchrath auf die obere Hälfte des Torgebäudes (2014)

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  • Eine Informationstafel am Schloss Hülchrath (2014)

    Eine Informationstafel am Schloss Hülchrath (2014)

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  • Brücke zum Schloss Hülchrath, Blick von Nordosten (2014).

    Brücke zum Schloss Hülchrath, Blick von Nordosten (2014).

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  • Burg Hülchrath

    Burg Hülchrath

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Die Burg Hülchrath hatte ursprünglich einen rundlichen Grundriss auf einem künstlich aufgeschütteten Mottenhügel. 1206 wurde die Niederungsburg erstmals zerstört. Als die Burg Hülchrath Anfang des 14. Jahrhunderts an das Kölner Erzstift überging, trug man den alten Mottenturm endgültig ab und es entstand im Südteil ein dreigliedriger Hauptpalas mit einem Unterbau aus Basalt und Tuff und einem Oberbau aus Backstein. Im Nordosten des Geländes wurde der heute noch markante und sichtbare fünfeckige Turm errichtet.

Eine schwere Zerstörung erfuhr das Schloss dann 1688. Nachdem 1687 oldenburgische Truppen Hülchrath erobert hatten, wurden sämtliche Festungswerke in Stadt und Schloss geschliffen, wozu man die Einwohner des Amtes Hülchrath verpflichtete (Wiltsch 2006, S. 103). Danach wurde das Schloss nicht mehr aufgebaut, nur die Vorburg mit dem Wirtschaftstrakt und das Gefängnis im Hochschloss blieben erhalten.

Traurige Berühmtheit erlangte das Gefängnis vor allem durch die Hexenprozesse, die noch heute in der mündlichen Überlieferung sehr präsent sind. Die derzeit älteste Nachricht stammt aus dem Jahre 1590. Fünf Jahre später erfolgten weitere Hinrichtungen von Frauen. Eine zweite Welle der Hexenverfolgung ist aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges bekannt. Die öffentlichen Hinrichtungen fanden an den Specker Stöcken auf der Specker Heide statt, die Asche der Opfer wurde vermutlich in den Gillbach geworfen (Wiltsch 2006, S. 104).

(Alexandra Lehmann, LVR-Fachbereich Umwelt, 2008)

Anlage (Beschreibung, Datierung): Motte 12. Jahrhundert (historisch), später Wasserburg.
Bausubstanz: Die Burg Hülchrath über einer Motte mit steinernem Rundturm errichtet, von der Anlage um 1270 polygonale Ringmauer aus Säulenbasalt und Tuff mit Wehrgang über Bögen, runde Halbtürme, Reste des Palas, Vorburg. Ausbau in Backstein nach 1314.
Historische Überlieferung: 1120 als castellum erwähnt, aus dem Sayn’schen Erbe an Heinrich von Sponheim-Heinsberg, 1251 wurde eine Verpfändung des castrum Holkerode Heinrichs von Heinsberg an den Grafen von Jülich rückgängig gemacht (REK 3, Nr. 1641; NRUB 2, Nr. 376); 1255 durch Heirat an eine Seitenlinie des Klever Grafenhauses, Dietrich Luf II. von Kleve als Graf von Hülchrath, 1314 bis 1323 Erwerb durch das Kölner Erzstift (NRUB 3, Nr. 123 u. 134; REK Nr. 736, 765–766, 830–831) und Amtssitz (Friedrich/Päffgen 2007, S. 68).

Literatur

Friedrich, Reinhard; Päffgen, Bernd (2007)
Mittelalterliche Burganlagen in Kölner Bucht und Nordeifel bis zum Ende des 13. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, IV.11.) Bonn.
Lehmann, Alexandra (Bearb.) (2008)
Voruntersuchung zur Darstellung der Kulturlandschaftsentwicklung in der unteren Erftaue und dem Dycker Ländchen im Rhein-Kreis Neuss (Manuskript). Köln.
Wiltsch, Christian (2006)
Neukirchen-Hülchrath. (Beiträge zur Geschichte der Stadt Grevenbroich 18.) Grevenbroich.

Schloss Hülchrath

Schlagwörter
Ort
41515 Grevenbroich
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn vor 1120
Koordinate WGS84
51° 07′ 23,85″ N, 6° 39′ 29,2″ O / 51.12329°, 6.65811°
Koordinate UTM
32U 336116.17 5666143.6
Koordinate Gauss/Krüger
2546118.65 5665568.65

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„Schloss Hülchrath”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-50600-20120625-9 (Abgerufen: 25. Mai 2018)
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