Uleushöfe

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Goch
Kreis(e): Kleve (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Großgehöft im Bereich der Uleus Höfe (2013)

    Großgehöft im Bereich der Uleus Höfe (2013)

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  • Großgehöft im Bereich der Uleus Höfe (2013)

    Großgehöft im Bereich der Uleus Höfe (2013)

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  • Landwirtschaftliche Nutzflächen der Uleushöfe (2013)

    Landwirtschaftliche Nutzflächen der Uleushöfe (2013)

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  • Die Gehöftgruppe "Uleushöfe" zwischen Goch und Bedburg-Hau (2013).

    Die Gehöftgruppe "Uleushöfe" zwischen Goch und Bedburg-Hau (2013).

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Die frühneuzeitlichen Uleushöfe waren für die damalige Zeit große landwirtschaftliche Betriebe, die in der ehemaligen Gocher Heide unfern der Straße Geldern Goch-Kleve-Nimwegen (heutige B 9) angelegt worden sind.

Die Magistrat der Stadt Goch war 1647 aufgrund der schlechten finanziellen Situation gezwungen, einige 1.000 Morgen Land in der Gocher Heide westlich der heutigen B 9 zu verkaufen. An dieser Stelle befanden sich die fruchtbarsten Böden der Gocher Heide. Der Käufer war der begüterte Kaufmann Dirrik Janssen Uleus aus dem nordbrabantischen Herzogenbusch. Er errichtete dort auf 150 holländischen Morgen Heideland im Norden des Siedlungsareals die Uleusgüter mit dem Sternbusch und Plaisirbusch. Diese beiden kleinen Wälder grenzten an den Tannenbusch.

Die Kultivierungen des Heidelandes wurden durch den Adel und Kaufleute initiiert, die sich unweit der Residenz Kleve Land- bzw. Sommersitze errichten ließen. So haben der Kaufmann aus Herzogenbusch, Dirrik Janssen Uleus, und weitere begüterte Personen aus Kleve, Weeze, Nijmegen, Gennep und Duisburg zugleich die Absicht verfolgt, ihr Kapital in große, ertragreiche Höfe zu investieren.

Die Gehöfte sind gut dokumentiert und im Register und in der Karte des Klevischen Katasters des Amtes Goch von 1732 verzeichnet. Die wenigen verbliebenen Heideflächen und Waldareale, wie der Sternbusch und Plaisirbusch, sind zwischen 1732 und 1804 kultiviert worden.

Das Gebiet der sogenannten Uleushöfe ist strukturell sehr gut erhalten geblieben und vermittelt noch immer ein Bild einer frühneuzeitlichen agraren Investitionslandschaft. Als größter Eingriff ist die heutige Umgehung der B 9 um Goch der späten 1980er Jahre zu betrachten, die dieses historische Kolonisationsareal durchschnitten und die frühneuzeitliche Struktur beeinträchtigt hat.

(Peter Burggraaff, Universität Koblenz-Landau, 2012)

Literatur

Burggraaff, Peter (1992)
Kulturlandschaftswandel am unteren Niederrhein seit 1150 (mit einem Beitrag von Rudolf Straßer). (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, IV.7.) Köln.

Uleushöfe

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1647 bis 1650
Koordinate WGS84
51° 43′ 10,94″ N, 6° 09′ 20,68″ O / 51.7197°, 6.15574°
Koordinate UTM
32U 303541.89 5733692.93
Koordinate Gauss/Krüger
2510806.12 5731727.86

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„Uleushöfe”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-48322-20120511-2 (Abgerufen: 18. August 2018)
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