Heliosturm Ehrenfeld

Leuchtturm der ehemaligen Helios AG

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Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 57′ 2,97″ N: 6° 54′ 50,27″ O / 50,95082°N: 6,91396°O
Koordinate UTM 32.353.475,63 m: 5.646.428,30 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.564.268,84 m: 5.646.573,90 m
  • Der Leuchtturm der früheren Helios-Elektrizitäts AG in Köln-Ehrenfeld mit abendlicher Beleuchtung (2012).

    Der Leuchtturm der früheren Helios-Elektrizitäts AG in Köln-Ehrenfeld mit abendlicher Beleuchtung (2012).

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  • Das Gelände der früheren Helios-Elektrizitäts AG in Köln-Ehrenfeld, im Vordergrund die Rheinlandhalle, dahinter der Helios-Leutchtturm (2016).

    Das Gelände der früheren Helios-Elektrizitäts AG in Köln-Ehrenfeld, im Vordergrund die Rheinlandhalle, dahinter der Helios-Leutchtturm (2016).

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  • Bahnsteig des Bahnhof Ehrenfeld, Blick in Richtung Westen auf den Helios-Leuchtturm im Hintergrund (2012).

    Bahnsteig des Bahnhof Ehrenfeld, Blick in Richtung Westen auf den Helios-Leuchtturm im Hintergrund (2012).

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  • Helios-Leuchtturm in Köln-Ehrenfeld mit abendlicher Beleuchtung (2012)

    Helios-Leuchtturm in Köln-Ehrenfeld mit abendlicher Beleuchtung (2012)

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  • Köln-Ehrenfeld und Fernmeldeturm "Colonius" (2006).

    Köln-Ehrenfeld und Fernmeldeturm "Colonius" (2006).

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  • Der Leuchtturm der früheren Helios-Elektrizitäts AG in Köln-Ehrenfeld mit abendlicher Beleuchtung (2012).

    Der Leuchtturm der früheren Helios-Elektrizitäts AG in Köln-Ehrenfeld mit abendlicher Beleuchtung (2012).

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Mitten in Köln-Ehrenfeld steht ein auffälliger Turm, der an einen Leuchtturm in einer im Binnenland gelegenen Großstadt erinnert. Das Gebäude ist tatsächlich ein Leuchtturm – der 1894/95 als Test- und Vorführanlage für Leuchtfeuer errichtete „Heliosturm“ der Helios-Elektrizitäts AG, bei der zeitweise auch Fahr- und Flugzeuge hergestellt wurden.

Der Leuchtturm
Bereits seit Anfang der 1890er Jahre unterhilet die Helios AG eine erste, allerdings noch weniger repräsentative Test- und Vorführanlage für Leuchtfeuer. Diese wurde 1894/95 durch den bis heute erhaltenen Leuchtturmbau ersetzt.
Das 20 Meter hohe Sockelgebäude mit quadratischem Grundriss wurde in historistischem Stil an die nordwestliche Ecke der großen Werkhalle gesetzt. Auf diesem Bau steht der eigentliche, etwa 24 Meter hohe Turm aus rotem Backstein, in dem eine eiserne Laterne als Leuchtfeuer betrieben wurde.

„Er ist rund gebaut und verjüngt sich nach oben. Der Schaft trägt eine auf Konsolen auskragende Plattform, auf der sich bis zum Zweiten Weltkrieg ein Versuchsleuchtfeuer befand. 1996 wurde das Lampenhaus mit einer ans Original angelehnten Eisen-/Glaskonstruktion wiederhergestellt und mit einer blendfreien Dauerbeleuchtung, jedoch ohne jede Optik, ausgerüstet. Eine eiserne Spitze dient als Blitzableiter.“ (de.wikipedia.org, Helios AG)

Neben der rein technischen Funktion zur Erprobung von Leuchtmitteln erfüllte der Leuchtturm bereits zur Zeit seiner Entstehung auch eine Rolle als Blickfang, Wahrzeichen und Werbeträger der Helios AG – vergleichbar vielleicht mit dem ersten Bayer-Kreuz von 1933.
Vereinzelte Annahmen, der Helios-Turm habe auch als „echter“ Leuchtturm für die Schifffahrt auf dem Rhein gedient, sind sicher dem Reich der Legenden zuzuweisen – vergleiche etwa den eher augenzwinkernden Kommentar „In wie weit der Turm für die Schifffahrt auf dem Rhein eine Bedeutung hatte, ist nicht bekannt.“ (www.deutscheleuchtfeuer.de)
1996 wurde erneut ein Laternenhaus mit Beleuchtung installiert (jedoch ohne optische Einrichtung). Als Ehrenfelder Wahrzeichen erinnert der Turm bis heute an die Zeit der eigenständigen Industriestadt im 19. Jahrhundert. Der Öffentlichkeit ist das Gebäude nicht zugänglich.

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2012/2019)

Internet
www.rheinische-industriekultur.de: Helios (abgerufen 19.01.2017)
de.wikipedia.org: Helios AG (abgerufen 16.03.2012)
www.bv-4.de: Geschichte Helios (abgerufen 16.03.2012, Inhalt nicht mehr verfügbar 16.10.2019)
www.deutscheleuchtfeuer.de: Ein Leuchtturm in Köln! (abgerufen 16.03.2012, Inhalt nicht mehr verfügbar 17.01.2019)

Literatur

Groten, Manfred; Johanek, Peter; Reininghaus, Wilfried; Wensky, Margret / Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2006)
Handbuch der Historischen Stätten Nordrhein-Westfalen. HbHistSt NRW, Kröners Taschenausgabe, Band 273, 3. völlig neu bearbeitete Auflage. S. 597-598, Stuttgart.
Schäfke, Werner (2011)
Helios – ein Leuchtturm für Ehrenfeld. Köln.

Heliosturm Ehrenfeld

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Heliosstraße 389
Ort
50825 Köln - Ehrenfeld
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Kein
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
Keine Angabe
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1894 bis 1895

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Heliosturm Ehrenfeld”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-43500-20120316-2 (Abgerufen: 17. Oktober 2019)
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