Villa, Adenauerallee 89b

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Denkmalpflege
Gemeinde(n): Bonn
Kreis(e): Bonn
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Die beiden Wohnhäuser/Villen Adenauerallee 89a (links) und 89b (rechts) in Bonn (2016).

    Die beiden Wohnhäuser/Villen Adenauerallee 89a (links) und 89b (rechts) in Bonn (2016).

    Copyright-Hinweis:
    Gildenhard, Felicitas / Landschaftsverband Rheinland
    Fotograf/Urheber:
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  • Zufahrt zu den Wohnhäusern Adenauerallee 89a/b in Bonn (2016).

    Zufahrt zu den Wohnhäusern Adenauerallee 89a/b in Bonn (2016).

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Kurzbeschreibung des LVR-Amts für Denkmalpflege im Rheinland

Villa/Wohnhaus, Adenauerallee 89b (vormals 95)

1896 Bauantrag, Architekt: Otto Penner, nicht verwirklicht
1897 Futtermauer am Rhein im Auftrag der Bauherren Schumm und Bungarten durch den Architekten Josef Spettmann
1897 Bauantrag Wohnhaus, 1898 fertig gestellt
Bauherr: Direktor, Ingenieur, Hermann Schumm, Köln
Architekten: Müller & Grah
1900 Gartenhaus: Holzkonstruktion mit Zinkdach
1902 Torpfeiler und Abschlussgitter, Bauherr: Prof. Dr. Konrad Cosack, Landgerichtsrat, Architekt H.P. Keim
1919 Anbau an der Nordwestecke, Wirtschaftstrakt, Bauherr: Staatsminister und Staatssekretär a.D. Wallraf, Köln, Architekt Jos. Alsdorff

Carl Josef Hermann Schumm, geboren 1841, Ingenieur und Direktor der Gasmotorenfabrik Deutz, zog von Köln nach Bonn, aus gesundheitlichen Gründen schränkte er sein berufliches Engagement in der Fabrik ein.

Wohnhaus; zweigeschossige einseitig angebaute Halbvilla am Rheinufer (Anschlussbebauung zu Nr. 89a), kubischer Putzbau mit Mansarddach, Gestaltung durch sparsame neugotische Schmuckformen: Eckquaderung, Dreipassbogenfries unterhalb der Traufkante;
Fassade zum Rhein als Schauseite mit überhöhtem Mittelrisalit, ein dreigeschossiger Turmbau mit Walmdach, ausgebildet; Terrasse in einen neuen Anbau einbezogen, Veranda im ersten Obergeschoss mit Masswerkgeländer in Fischblasenmotiven; im Erdgeschoss Segmentbogenfenster, im Obergeschoss Vorhangfenster, Fensteröffnungen zum Teil zu Zwillings- oder Drillingsfenstern mit Kreuzstöcken zusammengezogen, von profilierten Gewänden gerahmt; verschiefertes Mansarddach mit Dachgauben; an der Eingangsseite zwei ornamental ausgeformte Ankersplinte.

Das Objekt ist Teil der Bonner Südstadterweiterung, Teil der Villenbebauung entlang der Rheinpromenade, Teil des Ensemles Nr. 85, 89a, 81a, 89b, somit bedeutendes Zeugnis der Ortsgeschichte und der städtebaulichen Entwicklung von Bonn. Im Miteinander mit den benachbarten Objekten ist es aus ortsgeschichtlichen und insbesondere aus städtebaulichen Gründen erhaltenswert. Darüberhinaus sprechen die gotisierenden Schmuckformen für eine Erhaltung aus künstlerisch-architektonischen Gründen, die Baukörperausprägung als Villa in historisierender Formensprache spricht für eine Erhaltung aus architektonisch-bautypologischen Gründen.

Das Objekt „Villa, Adenauerallee 89b“ ist ein eingetragenes Baudenkmal (LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Nr. 26343 / Denkmalliste der Stadt Bonn, laufende Nr. A 1113).

(Angelika Schyma und Elke Janßen-Schnabel, LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, 2006)

Literatur

Sonntag, Olga (1998)
Villen am Bonner Rheinufer: 1819-1914, Band 2 - Katalog 1. S. 60-64, Bonn.

Villa, Adenauerallee 89b

Schlagwörter
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1897 bis 1898
Koordinate WGS84
50° 43′ 38,46″ N, 7° 06′ 43,79″ O / 50.72735°, 7.11216°
Koordinate UTM
32U 366761.22 5621205.36
Koordinate Gauss/Krüger
2578570.63 5621905.87

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„Villa, Adenauerallee 89b”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-16306-20110921-7 (Abgerufen: 20. September 2017)
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