Ehrenanlage Kalmusweiher

Friedhof für die Toten des Kriegsgefangenenlagers Hoffnungsthal

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Rösrath
Kreis(e): Rheinisch-Bergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Steinerne Gedenkstätte für die Opfer des Zweiten Weltkriegs an der "Ehrenanlage Kalmusweiher" bei Rösrath (2005)

    Steinerne Gedenkstätte für die Opfer des Zweiten Weltkriegs an der "Ehrenanlage Kalmusweiher" bei Rösrath (2005)

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  • Grabkreuze auf dem Friedhof des Kriegsgefangenenlagers "Hoffnungsthal" bei Rösrath, heute "Ehrenanlage Kalmusweiher" (2014)

    Grabkreuze auf dem Friedhof des Kriegsgefangenenlagers "Hoffnungsthal" bei Rösrath, heute "Ehrenanlage Kalmusweiher" (2014)

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In der Nähe von Truppenübungsplätzen wurden häufig Kriegsgefangenenlager eingerichtet. So waren während des Ersten Weltkriegs zahlreiche Kriegsgefangene besonders aus den französischen Kolonien und aus Kanada im Barackenlager Wahn notdürftig untergebracht.
Während des Zweiten Weltkriegs bestand auf dem Gelände des heutigen „Kinder- und Jugenddorfs Stephansheide“ das Kriegsgefangenenlager Hoffnungsthal. Die Inhaftierten waren in Fachwerkbaracken untergebracht.
Heute erinnert ein Ehrenfriedhof am nahegelegenen Kalmusweiher an die 112 meist russischen Soldaten, die hier durch Hunger, Krankheit und Folter gestorben sind.

An das Lager erinnert seit 1993 der Geschichtsverein für die Gemeinde Rösrath und Umgebung im Rahmen einer „Gedenkausstellung Kriegsgefangenenlager Hoffnungsthal“ im benachbarten Kinder- und Jugendhilfezentrum Stephansheide:
„Zwischen 1940 und 1945 war auf dem Gelände des heutigen Jugenddorfs Stephansheide in der Wahner Heide ein Lager für Kriegsgefangene eingerichtet. Vor allem russische, sowie polnische, französische, italienische, britische und amerikanische Soldaten waren hier interniert. Nach Kriegsende wurden 1500 Insassen befreit. Der 1978 gegründete Geschichtsverein für die Gemeinde Rösrath und Umgebung hat sich auch mit der Geschichte des Lagers befasst und mit Hilfe von ehemaligen polnischen Kriegsgefangenen eine Gedenkausstellung erarbeitet, die 1993 in Nebenräumen der Stephanuskapelle eröffnet wurde. Sie umfasst Modelle des Lagers und einer Unterkunft für Kriegsgefangene, von Lagerinsassen aufgenommene Fotografien, Zeitzeugenberichte, Karten zum Arbeitseinsatz der Insassen und Listen der in der Haft umgekommenen Kriegsgefangenen.“ (www.rheinischemuseen.de)

(Alexandra Lehmann, LVR-Umweltamt, 2003 / LVR-Redaktion KuLaDig, 2017)

Internet
www.rheinischemuseen.de: Gedenkausstellung Kriegsgefangenenlager Hoffnungsthal (abgerufen 25.10.2017)
de.wikipedia.org: Kriegsgefangenenlager Hoffnungsthal (abgerufen 25.10.2017)

Literatur

Lehmann, Alexandra (Bearb.) / Landschaftsverband Rheinland, Umweltamt (Hrsg.) (2003)
Relikte der historischen Kulturlandschaft in der Wahner Heide (Gutachten mit Dokumentation). Köln.

Ehrenanlage Kalmusweiher

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Pestalozziweg
Ort
51503 Rösrath
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1914
Koordinate WGS84
50° 53′ 23,53″ N, 7° 08′ 49,95″ O / 50.88987°, 7.14721°
Koordinate UTM
32U 369687.34 5639213.35
Koordinate Gauss/Krüger
2580764.12 5640022.45

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„Ehrenanlage Kalmusweiher”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-16169-20110908-16 (Abgerufen: 15. Dezember 2017)
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