Haufendorf Kirsbach

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Kirsbach
Kreis(e): Vulkaneifel
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Karte der ersten urkundlichen Erwähnung der Siedlungen in der Verbandsgemeinde Kelberg (2014)

    Karte der ersten urkundlichen Erwähnung der Siedlungen in der Verbandsgemeinde Kelberg (2014)

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Der Ort wurde 1330 und 1724 als „Kirchbach“ erwähnt. Der Name bezieht sich auf den gleichnamigen Bach (Mayer u. Mertes 1986, S. 126).

Bis 1795 gehörte Kirsbach weltlich zum Kurfürstentum Köln (Amt Nürburg) und kirchlich zur Pfarrei Welcherath im Erzbistum Trier. Nach der Neuordnung der Bistumsgrenzen, die in der päpstlichen Bulle „de Salute animarum“ 1821 geregelt wurde, erhielt das als Bistum heruntergestufte Erzbistum Trier seine heutigen Grenzen.

Die denkmalgeschützte St. Josef-Kapelle wurde 1922 als barockisierende Bruchsteinsaalkirche gebaut. Die Fenster der Kirche sind vom Glasmaler Otto Linnemann (* 26. April 1876- † 9. Dezember 1961) dekoriert worden.

Die älteste Erwähnung über die Einwohnerzahl datiert vom 1680 mit 6 Haushalten. Zwischen 1817 (122 Einwohner) und heute variiert die Einwohnerzahl mit dem Höchststand von 139 im Jahr 1854 und dem niedrigsten Stand von 83 Einwohner im Jahr 1895. 1950 hatte der Ort eine Einwohnerzahl von 119, die 1980 noch 80 Einwohner betrug (Mayer und Mertes 1986, S. 126). Heute (2013) hat der Ort 77 Einwohner.

Während der französischen Herrschaft wurde Kirsbach mit der Einverleibung des linken Rheinlandes zu Frankreich vom 1798 bis 1813 zu einer eigenständigen Gemeinde („Commune“) in der „Mairie de Kelberg“ (Bürgermeisterei bzw. Amt Kelberg) erhoben. Nach der Übernahme der Verwaltung des Rheinlandes durch die Preußen 1815 blieb Kirsbach eine eigenständige Gemeinde der Bürgermeisterei bzw. des Amtes Kelberg. Seit der Kommunal- und Verwaltungsreform von 1970 gehört die Gemeinde zur Verbandsgemeinde Kelberg.

1908 fand die Planzuteilung im Rahmen der durchgeführten Flurbereinigung in der Gemarkung Kirsbach statt (295 ha). Die Hauptziele der Flurbereinigung waren die Zusammenlegung und Vergrößerung der durch das Realteilungserbrecht verkleinerten Parzellen und die Erschließung jeder Nutzparzelle mit Flurwegen.

Nach der Tranchotkarte von 1809 und der preußischen Neuaufnahme von 1895 ist Kirsbach als Haufendorf zu bezeichnen. Am Nordrand des Dorfes hat die Bebauung sich erweitert und ist am Westrand seit den 1970er Jahren ein kleines Neubaugebiet entstanden.

(Peter Burggraaff, Universität Koblenz-Landau, 2016)

Literatur

Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2014)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreis Vulkaneifel (Denkmalverzeichnis Kreis Vulkaneifel, 31. März 2014). Koblenz. Online verfügbar: denkmallisten.gdke-rlp.de, Vulkaneifel, abgerufen am 29.02.2016
Mayer, Alois / Mertes, Erich (1993)
Geschichte, Kultur und Literatur der Verbandsgemeinde Kelberg. Adenau.
Mayer, Alois / Mertes, Erich (1986)
Sagen – Geschichte – Brauchtum aus der Verbandsgemeinde. Daun.
Mertes, Erich (o.J.)
Die Dörfer der Verbandsgemeinde Kelberg, Ihre erste Erwähnung und Nennung in der Literatur. In: Landeskundliche Vierteljahresblätter 32, 1986, Heft 3, o. O.

Haufendorf Kirsbach

Schlagwörter
Ort
Kirsbach
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung, Fernerkundung
Historischer Zeitraum
Beginn 1200 bis 1222
Koordinate WGS84
50° 19′ 30,81″ N, 6° 59′ 34,85″ O / 50.32522°, 6.99301°
Koordinate UTM
32U 357143.2 5576717.83
Koordinate Gauss/Krüger
2570756.78 5577055.75

Empfohlene Zitierweise

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„Haufendorf Kirsbach”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-139345-20150915-3 (Abgerufen: 14. November 2018)
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