Haufendorf Berenbach

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Berenbach
Kreis(e): Vulkaneifel
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Karte der durchgeführten Zusammenlegungen von 1887 bis heute in der Verbandsgemeinde Kelberg (2014)

    Karte der durchgeführten Zusammenlegungen von 1887 bis heute in der Verbandsgemeinde Kelberg (2014)

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    Büttner, Thomas / Verbandsgemeinde Kelberg
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Der Ort wurde bereits früh im Jahre 1104 erstmals erwähnt. Eine weitere frühe Erwähnung datiert von 1131 (Mayer u. Mertes 1986, S. 37).
Innerhalb der Gemarkung Berenbach befindet sich die Fürther Mühle auf der heutigen Kreisgrenze. Die Kapelle St. Brigitta wurde 1940 anstelle eines Vorgängerbaus gebaut. Am östlichen Ortsausgang befinden sich noch zwei Fußfälle. Berenbach gehörte bis 1821 zu der Pfarrei Uersfeld des Erzbistums Trier. Nach der päpstlichen Bulle „De salute animarum“ von 1821 wurde das Erzbistum Trier als Bistum heruntergestuft und kam Berenbach zur Pfarrei Uess.
Erste Angaben über die Einwohnerzahl sind dem Feuerbuch von 1680 mit der Auflistung von 9 Feuerstellen (Häusern) zu entnehmen. 1809 hatte der Ort 83 Einwohner. Die Einwohnerzahl ist bis 1950 mit 195 Einwohnern ständig gestiegen (1817: 95 Einwohner, 1854: 110 Einwohner, 1895: 135 Einwohner, 1925: 155 Einwohner, 1939: 172 Einwohner, 1946: 175 Einwohner und 1950: 195 Einwohner. Letztere Zahl sank bis 1965 auf 165 um danach bis 1970 wieder auf 191 Einwohner anzusteigen. Danach sank die Einwohnerzahl wiederum auf 171 Einwohner 1980. Heute hat der Ort etwa 185 Einwohner.

Während der französischen Herrschaft wurde Berenbach mit der Einverleibung des linken Rheinlandes zu Frankreich vom 1798 bis 1813 zu einer eigenständigen Gemeinde („Commune“) in der „Mairie de Kelberg“ (Bürgermeisterei bzw. Amt Kelberg) erhoben. Nach der Übernahme der Verwaltung des Rheinlandes durch die Preußen 1815 blieb Berenbach bis 1970 eine eigenständige Gemeinde der Bürgermeisterei bzw. des Amtes Kelberg. Seit der Kommunal- und Verwaltungsreform von 1970 gehört die Gemeinde zur Verbandsgemeinde Kelberg.
1928 fand die Planzuteilung im Rahmen der gemeinsam durchgeführten Flurbereinigung in den Gemarkungen Berenbach und Horperath statt (556 ha). Die Hauptziele der Flurbereinigung waren die Zusammenlegung und Vergrößerung der durch das Realteilungserbrecht verkleinerten Parzellen und die Erschließung aller Nutzparzellen mit Flurwegen.

In den 1930er Jahren gab es Versuche, in der Gemarkung Schwerspat abzubauen. Aufgrund der Unwirtschaftlichkeit wurde dies aufgegeben und der Stollen wieder geschlossen.
Gut drei Jahre nach dem Bauauftrag am 16. November 1892 wurde der Abschnitt Mayen – Gerolstein der Eisenbahnlinie am 15. Mai 1895 eröffnet und ist Berenbach mit einer Haltestelle ans Eisenbahnnetz angeschlossen. Die Bahnlinie wurde 1991 stillgelegt und danach für den Güterverkehr benutzt. Nach der Einstellung des Güterverkehrs 2000 wurde die Bahnstrecke als „Vulkan-Eifel-Bahn“ im Freizeitverkehr am Wochenende bis 2013 genutzt. Seitdem wird die Bahnstrecke nicht mehr genutzt. Allerdings gibt es Überlegungen die Bahnstrecke zu reaktivieren.

Nach der Tranchotkarte von 1809 und der Preußischen Neuaufnahme von 1895 ist Berenbach als Haufendorf zu bezeichnen. Die Haufendorfstruktur ist noch gut erkennbar. Seit den 1970er Jahren sind einige kleinere Neubaugebiete am West- und Ostrand des Dorfes entstanden.

(Peter Burggraaff, Universität Koblenz-Landau, 2015)

Internet:
http://www.oberes-elztal.de/2011/ortsgemeinden/berenbach/ 01.06.2016

Literatur

Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2014)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreis Vulkaneifel (Denkmalverzeichnis Kreis Vulkaneifel, 31. März 2014). Koblenz. Online verfügbar: denkmallisten.gdke-rlp.de, Vulkaneifel, abgerufen am 29.02.2016
Mayer, Alois / Mertes, Erich (1993)
Geschichte, Kultur und Literatur der Verbandsgemeinde Kelberg. Adenau.
Mayer, Alois / Mertes, Erich (1986)
Sagen – Geschichte – Brauchtum aus der Verbandsgemeinde. Daun.
Mertes, Erich (1995)
Mühlen der Eifel, 2 Bände (2. erw. Auflage). S. 92, Aachen.
Mertes, Erich (o.J.)
Die Dörfer der Verbandsgemeinde Kelberg, Ihre erste Erwähnung und Nennung in der Literatur. In: Landeskundliche Vierteljahresblätter 32, 1986, Heft 3, o. O.

Haufendorf Berenbach

Schlagwörter
Ort
Berenbach
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Fernerkundung, Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1104
Koordinate WGS84
50° 13′ 59,01″ N, 6° 57′ 18,99″ O / 50.23306°, 6.95528°
Koordinate UTM
32U 354175.77 5566544.1
Koordinate Gauss/Krüger
2568200.98 5566768.76

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„Haufendorf Berenbach”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-132945-20150722-3 (Abgerufen: 14. November 2018)
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