Zisterzienserinnenkloster in Herchen

später Augustinnerinnenkloster

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Windeck
Kreis(e): Rhein-Sieg-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Straßenschild der Gasse "Im Klosterhof" in Windeck-Herchen (2014). Der Name bezieht sich auf das Ende des 16. Jahrhunderts untergegangene Augustinerinnenkloster (vorher Zisterzienserinnen).

    Straßenschild der Gasse "Im Klosterhof" in Windeck-Herchen (2014). Der Name bezieht sich auf das Ende des 16. Jahrhunderts untergegangene Augustinerinnenkloster (vorher Zisterzienserinnen).

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    Franz-Josef Knöchel
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Patrozinium: Maria Magdalena. (Bönnen / Hirschmann 2006)
Orden: Zisterzienserinnen, später Augustinnerinnen (Frauenkloster).

In einer am 29. August 1247 in Blankenberg ausgestellten Urkunde willigten die Gebrüder von Sponheim – namentlich Johann Graf von Sponheim, Heinrich Herr von Heinsberg (bei Aachen), Simon und Eberhard – gemäß dem Testament ihres Oheims Graf Heinrich von Sayn und dessen Witwe Mechthild der Klosterstiftung in Herchen zu (MRhUB 3, Nr. 912).
Das untergegangene Kloster ist nicht mehr zu lokalisieren, hier daher nur symbolisch mit einer Geometrie in der Nähe der Herchener Kirche verzeichnet (siehe auch Kloster der Augustiner-Chorfrauen in Merten).

„Um 1247 stiftete Gräfin Mechthild von Sayn auf Basis eines ihr gehörigen Gutes das Zisterzienserkloster. Dieses wurde 1266 dem Kloster Heisterbach unterstellt. Später lebten dort Augustinnerinnen. Im Jahr 1581 waren fast alle Klosterinsassinnen an der Pest verstorben. Am 25. September 1581 meldet der Pfarrer von Herchen dem Marienstatter Abt Gottfried von Drolshagen auch das Ableben der Äbtissin Margaretha von Driesch. Bei der Visitation des Klosters wurde festgestellt, dass unter den wenigen noch im Kloster lebenden Nonnen die Pest gewütet hatte, so dass ein geordneter Klosterbetrieb nicht mehr möglich sei. Nur zwei Laienschwestern hatten überlebt. Auch war die Haushaltslage angespannt. Der zugehörige Höhnerhof im Kirchspiel Stieldorf wurde ebenso wie der Rest des Klosters dem Kloster Merten angegliedert. Damit hörte die Einrichtung faktisch auf zu bestehen. Im Jahr 1702 stiftete das Kloster Merten zur Erinnerung an das untergegangene Kloster die Antoniuskapelle.
Die genaue Lage des Klosters in Herchen kann heute nicht mehr festgestellt werden. Vermutlich lag es unterhalb der Kirche. Eine alte Bruchsteinmauer im Ortskern wurde einem Nebengebäude zugeschrieben.“
(de.wikipedia.org, Kloster Herchen)

„1582 wurde das Kloster Herchen neben hohen Schulden aufgrund der Kriegskosten außerdem von einer Seuche heimgesucht, die nur zwei Laienschwestern überlebten. Daraufhin wurde das Kloster mit dem Kloster Merten zusammengelegt, hierzu gehörten auch die Besitzungen.“ (de.wikipedia.org, Kloster Merten)

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2011)

Internet
de.wikipedia.org: Kloster Herchen (abgerufen 13.07.2011)
de.wikipedia.org: Kloster Merten (abgerufen 13.07.2011)

Literatur

Beyer, Heinrich; Eltester, Leopold; Goerz, Adam u.a. (1874)
Mittelrheinisches Urkundenbuch, Urkundenbuch zur Geschichte der mittelrheinischen Territorien. Urkundenbuch zur Geschichte der jetzt die Preußischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien, Ausgabe Coblenz, 3 Bände 1860-1874 (MRhUB). Bd. 3, S. 681-684, Koblenz.
Bönnen, Gerold; Hirschmann, Frank G. (2006)
Klöster und Stifte von um 1200 bis zur Reformation. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, IX.3.) S. 31, Bonn.

Zisterzienserinnenkloster in Herchen

Schlagwörter
Ort
51570 Windeck - Herchen
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1247, Ende 1581 bis 1582
Koordinate WGS84
50° 46′ 52,88″ N, 7° 30′ 41,12″ O / 50.78135°, 7.51142°
Koordinate UTM
32U 395059.39 5626567.41
Koordinate Gauss/Krüger
3395092.27 5628378.04

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„Zisterzienserinnenkloster in Herchen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-13285-20110713-12 (Abgerufen: 24. September 2017)
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