Synagoge Oberpleis

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Landeskunde
Gemeinde(n): Königswinter
Kreis(e): Rhein-Sieg-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Luftaufnahme der Ortschaft Königswinter-Oberpleis im Rhein-Sieg-Kreis (2012).

    Luftaufnahme der Ortschaft Königswinter-Oberpleis im Rhein-Sieg-Kreis (2012).

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Die jüdische Gemeinde Oberpleis seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Mitte des 19. Jahrhunderts entstand die Spezialsynagogengemeinde Oberpleis, die seit 1863/64 zur Synagogengemeinde des Siegkreises gehörte. Schon Ende des 19. Jahrhunderts hatte sich die Gemeinde durch Mitgliederschwund de facto aufgelöst.
Gemeindegröße um 1815: 25 (1933) / 14 (1816), um 1880: 13 (1885), 1932: 25 (1933) / 0 (1933), 2006: –.
Bethaus / Synagoge: Es existierte eine angemieteter Bestsaal. Seit 1887 gingen die Oberpleiser Juden in die Synagoge in Geistingen (vorstehende Angaben nach Reuter 2007).

„Erwähnenswert ist, dass seit 1791 in Oberpleis eine Synagoge war, in der sich die kleine Gemeinde der Oberpleiser und Ittenbacher Juden zusammenfand. Erst als in den achtziger Jahren die jüdische Bevölkerung im ländlichen Raum stark abnahm, wurde die Oberpleiser Gemeinde mit der von Hennef /Geistingen vereinigt. In einer Statistik des Jahres 1908 ist kein jüdischer Einwohner verzeichnet. Die Familie Cohn, die in den zwanziger Jahren in Oberpleis und später in Sassenberg (1928) und in Quirrenbach (spätestens ab 1931) wohnte, scheint erst kurz vor dem 1. Weltkrieg zugezogen zu sein; David Cohn aus Oberpleis und Hugo Cohn aus Dahlhausen sind als Kriegsteilnehmer bekannt. Der Letztere fiel im Mai 1916.“ (www.oberpleis.com: Müller 1988)

Zur genauen Lage der Oberpleiser Betstube liegen keine verlässlichen Informationen vor. Das frühere Gotteshaus ist daher hier lediglich mit einer symbolischen Geometrie im Ortskern verzeichnet.

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2011)

Internet
www.oberpleis.com: Pastor Willi Müller, Kleine Geschichte von Oberpleis, 1988 (abgerufen 27.06.2011)

Literatur

Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 527-528, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) Bonn.

Synagoge Oberpleis

Schlagwörter
Ort
53639 Königswinter - Oberpleis
Fachsicht(en)
Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1791
Koordinate WGS84
50° 42′ 34,07″ N, 7° 16′ 40,5″ O / 50.70946°, 7.27792°
Koordinate UTM
32U 378412.71 5618931.23
Koordinate Gauss/Krüger
2590308.03 5620105.33

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„Synagoge Oberpleis”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12633-20110627-5 (Abgerufen: 24. September 2017)
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