Jüdischer Friedhof Eifelstraße in Rheydt

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Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Mönchengladbach
Kreis(e): Mönchengladbach
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Blick auf das Gräberfeld auf dem jüdischen Friedhof Eifelstraße in Mönchengladbach-Rheydt (2015).

    Blick auf das Gräberfeld auf dem jüdischen Friedhof Eifelstraße in Mönchengladbach-Rheydt (2015).

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  • Außenansicht des jüdischen Friedhofs Eifelstraße in Mönchengladbach-Rheydt (2015).

    Außenansicht des jüdischen Friedhofs Eifelstraße in Mönchengladbach-Rheydt (2015).

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  • Hinweisschild am Eingang zum jüdischen Friedhof Eifelstraße in Mönchengladbach-Rheydt (2015).

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  • Blick auf das Gräberfeld auf dem jüdischen Friedhof Eifelstraße in Mönchengladbach-Rheydt (2015).

    Blick auf das Gräberfeld auf dem jüdischen Friedhof Eifelstraße in Mönchengladbach-Rheydt (2015).

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  • Das Gräberfeld auf dem jüdischen Friedhof Eifelstraße in Mönchengladbach-Rheydt (2015).

    Das Gräberfeld auf dem jüdischen Friedhof Eifelstraße in Mönchengladbach-Rheydt (2015).

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  • Das Gräberfeld auf dem jüdischen Friedhof Eifelstraße in Mönchengladbach-Rheydt (2015).

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  • Eingang und Friedhofsmauer des jüdischen Friedhofs Eifelstraße in Mönchengladbach-Rheydt (2015).

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  • Das Gräberfeld auf dem jüdischen Friedhof Eifelstraße in Mönchengladbach-Rheydt (2015).

    Das Gräberfeld auf dem jüdischen Friedhof Eifelstraße in Mönchengladbach-Rheydt (2015).

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Die jüdische Gemeinde in Rheydt (1929-1933: Gladbach-Rheydt) seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Eine jüdische Gemeinde bildete sich in Rheydt zu Beginn der 1830er Jahre. Seit 1854 gehörten die Juden von Rheydt und Odenkirchen zur Kreissynagogengemeinde Gladbach; 1890 konstituierte sich eine eigenständige Synagogengemeinde Rheydt unter Einschluss der Juden in Odenkirchen, Rheindahlen und Giesenkirchen-Schelsen. 1932 waren Odenkirchen (90 Personen), Rheindahlen (20) und Giesenkirchen (10) angeschlossen.
Gemeindegröße um 1815: 30 (1816), um 1880: 263 (1885), 1932: 270, 2006: –.
Bethaus / Synagoge: Bis 1830 besuchten die Juden von Rheydt die Synagoge in Odenkirchen, dann richteten sie einen Betsaal in Rheydt ein. 1876 konnte ein Neubau eingeweiht werden. 1938 wurde das Gebäude völlig zerstört, die Ruine kurz darauf abgetragen (vorstehende Angaben nach Reuter 2007).

Friedhöfe: Zwei Judenfriedhöfe sind in Rheydt bekannt, ein älterer in der Watelerstraße sowie der hier angesprochene jüngere Friedhof, auf einer im Jahr 1832 erworbenen Parzelle in der Eifelstraße (Flur 27, Nr. 173).
Dieser wurde ab 1832 – so Jüdische Friedhöfe in Deutschland, Reuter 2007 und steinheim-institut.de nennen das Jahr 1836 – bis heute belegt. Der 2.700 Quadratmter große und von einer Backsteinmauer umgebene Begräbnisplatz wurde mehrfach erweitert, was anhand mehrerer unterteilter Felder noch gut sichtbar ist.
Während des Krieges wurden auf einem Teilstück des Friedhofs auch russische Zwangsarbeiter beigesetzt. Später erfolgte deren Umbettung auf ein Feld des städtischen Friedhofs, auf dem bis heute bestattet wird.
Etwa 140 Grabsteine sind hier erhalten (Anzahl nach uni-heidelberg.de). 292 Inschriften aus den Jahren 1840 bis 2001 sind in der epigraphischen Datenbank epidat des Essener Steinheim-Instituts dokumentiert.

„Während der NS-Zeit wurde der Begräbnisplatz geschändet. Im Bildbestand des Stadtarchivs befinden sich drei Friedhofsansichten vermutlich aus den 30er und eine aus den frühen 50er Jahren.“ (Jüdische Friedhöfe in Deutschland)
„(…) 1908 ließ Moses Stern auf seine Kosten eine kleine Leichenhalle errichten, die in der Pogromnacht 1938 zerstört wurde. (…) In der Nacht zum 11. Mai 1935 wurde der Friedhof von SA-Leuten geschändet und verwüstet. In der Pogromnacht 1938 wurde die Leichenhalle zerstört und der Friedhof geschändet, viele Grabsteine sowie eine Gedenktafel zu Ehren von Moses Stern verschwanden während der Nazizeit.
Am 24. August 1994 wurde der Friedhof in die Denkmalliste der Stadt Mönchengladbach eingetragen.“
(steinheim-institut.de)

Der mit Bäumen und Hecken bestandene Begräbnisplatz ist mit einer hohen Backsteinmauer umgeben und nicht frei zugänglich. Vor Ort finden sich weder Hinweise auf ihn noch weitere Informationen. Eine Hinweistafel am Eingangstor verweist auf die Jüdische Gemeinde Mönchengladbach.
Von außen ist der Friedhof über die Mauer hinweg nur schwer einzusehen, die Parzelle macht dabei aber einen gepflegten Eindruck (Begehung am 23.02.2015).

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2011/2015)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland, Rheydt Eifelstrasse (abgerufen 29.06.2011)
www.steinheim-institut.de: epidat, Mönchengladbach-Rheydt (abgerufen 12.03.2014)

Literatur

Löhr, Wolfgang (1989)
Rheydt. (Rheinischer Städteatlas, Lieferung IX, Nr. 52.) S. 7f., Köln.
Pracht-Jörns, Elfi (2000)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil II: Regierungsbezirk Düsseldorf. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.2.) S. 194-198, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) Bonn.

Jüdischer Friedhof Eifelstraße in Rheydt

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1832 bis 1836
Koordinate WGS84
51° 10′ 5,76″ N, 6° 26′ 10,35″ O / 51.16827°, 6.43621°
Koordinate UTM
32U 320764.06 5671661.75
Koordinate Gauss/Krüger
2530553.52 5670456.39

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„Jüdischer Friedhof Eifelstraße in Rheydt”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12627-20110629-2 (Abgerufen: 29. Mai 2017)
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