Judenfriedhof am Bruch in Müntz

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Titz
Kreis(e): Düren
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Die jüdische Gemeinde seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Wohl um 1765 zog der erste jüdische Bewohner nach Müntz. Um 1860 waren 12 Prozent der Dorfbevölkerung jüdisch (48 Personen), danach war die jüdische Bevölkerungsentwicklung stark rückläufig. Seit 1848 war Müntz als Filialgemeinde Teil des Synagogenbezirks Jülich.
Gemeindegröße um 1815: –, um 1880: 26 (1885), 1932: 4 (1933), 2006: –.
Bethaus / Synagoge: 1845/46 wurde ein Synagogenneubau errichtet. Wie lange die Synagoge genutzt wurde, ist unbekannt, schon 1911 gab es nur noch 15 jüdische Einwohner. 1938 wurde der Innenraum vernichtet, das Gebäude blieb erhalten, wurde aber 1956 abgerissen (vorstehende Angaben nach Reuter 2007).

Friedhof: Wann der Friedhof angelegt wurde, ist nicht bekannt, belegt wurde er zwischen 1870 und 1927. Er wurde in der NS-Zeit schwer beschädigt. 26 Grabsteine bzw. Fragmente sind erhalten.
„Pracht berichtet, dass 1986 Schüler der Gemeinschaftshauptschule Titz unter der Leitung ihres Lehrers Hermann J. Paulissen den Friedhof in Ordnung brachten und dadurch 8 bis dahin unbekannte Steine entdeckten.“ (uni-heidelberg.de)

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2011)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland (abgerufen 25.06.2011)

Literatur

Brocke, Michael (1999)
Feuer an Dein Heiligtum gelegt. Zerstörte Synagogen 1938 (Beilage: Die Synagogen der jüdischen Gemeinden Nordrhein-Westfalen). (Gedenkbuch der Synagogen Deutschland 1.) S. 390, Bochum.
Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 124-126, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) Bonn.

Judenfriedhof am Bruch in Müntz

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Josefstraße
Ort
52445 Titz - Müntz
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1870
Koordinate WGS84
50° 58′ 51,63″ N, 6° 22′ 0,74″ O / 50.98101°, 6.36687°
Koordinate UTM
32U 315172.47 5651013.66
Koordinate Gauss/Krüger
2525807.81 5649597.76

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„Judenfriedhof am Bruch in Müntz”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12615-20110626-2 (Abgerufen: 23. September 2017)
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