Halde Norddeutschland

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Neukirchen-Vluyn
Kreis(e): Wesel
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Halde Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn (2014)

    Halde Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn (2014)

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  • Blick von der Halde Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn (2006)

    Blick von der Halde Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn (2006)

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  • Der Gipfel der Halde Norddeutschland ist kuppig gestaltet und durch Wiesen im Wechsel mit Gehölzgruppen geprägt (2015).

    Der Gipfel der Halde Norddeutschland ist kuppig gestaltet und durch Wiesen im Wechsel mit Gehölzgruppen geprägt (2015).

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  • Das Kunstobjekt "Hallenhaus" auf dem Gipfel der Halde Norddeutschland bildet mit einer Stahlkonstruktion ein Wohn-Stall-Bauernhaus mit Nebengebäude nach. Dieser Fachwerk-Bauernhaustyp war am Niederrhein und in Norddeutschland weit verbreitet (2015).

    Das Kunstobjekt "Hallenhaus" auf dem Gipfel der Halde Norddeutschland bildet mit einer Stahlkonstruktion ein Wohn-Stall-Bauernhaus mit Nebengebäude nach. Dieser Fachwerk-Bauernhaustyp war am Niederrhein und in Norddeutschland weit verbreitet (2015).

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  • Die sogenannte "Himmelstreppe" führt geradeaus über 359 Stufen auf den Gipfel der Halde (2015).

    Die sogenannte "Himmelstreppe" führt geradeaus über 359 Stufen auf den Gipfel der Halde (2015).

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  • Das Kunstobjekt "Hallenhaus" auf dem Gipfel der Halde Norddeutschland bildet mit einer Stahlkonstruktion ein Wohn-Stall-Bauernhaus mit Nebengebäude nach. Dieser Fachwerk-Bauernhaustyp war am Niederrhein und in Norddeutschland weit verbreitet (2015).

    Das Kunstobjekt "Hallenhaus" auf dem Gipfel der Halde Norddeutschland bildet mit einer Stahlkonstruktion ein Wohn-Stall-Bauernhaus mit Nebengebäude nach. Dieser Fachwerk-Bauernhaustyp war am Niederrhein und in Norddeutschland weit verbreitet (2015).

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Die Halde Norddeutschland war bis 2001 eine Abraumhalde für die Berge der ehemaligen Zeche Niederberg. Auf circa 81 Hektar wurden knapp 80 Millionen Tonnen Gestein bis auf eine Höhe von 102 Metern über Normalhöhe Null (Meeresspiegel) aufgeschüttet.
Die Halde ist heute über ein Wegesystem frei zugänglich und ein Leitprojekt des Landschaftsparks NiederRhein. Ihre Nutzung umfaßt ein breites Spektrum möglicher Aktivitäten: unter anderem Erholung, Nordic Walking, Drachenfliegen. Auch die Eventkultur ist mit der Konzipierung als Veranstaltungsort für Open Air Festivals et cetera berücksichtigt.
Der Landmarkencharakter ergibt sich durch das anthropogen (durch den Menschen) geschaffene Relief und die Installation von Kunstwerken: Eine im Dunkeln beleuchtete Himmelstreppe führt zum Gipfel, wo eine gebäudeartige Stahlkonstruktion errichtet wurde (Hallenhaus). Das Kunstwerk erinnert an den am Niederrhein und in Norddeutschland weit verbreiteten Typ des Hallen-Bauernhauses, gleichzeitig ist es ein Symbol für den Strukturwandel (Landmarkenkunst).

Brennende Halde?
Ein Kuriosum, das nach längst vergangenen Zeiten riecht und unter anderem aus den glühenden Flözen Chinas bekannt ist: brennende Halden im Ruhrgebiet. Sie emittieren schwefel- und kohlendioxidreiche Schadstoffe und sind damit auch eine Belastung für die Umwelt. Gefährlich sind diese Brände nicht, weil sie unter Kontrolle des Bergamts und der DSK (Deutsche Steinkohle AG) stehen. Aber das Phänomen ist interessant und auch für „Norddeutschland“ relevant: Restkohlen können sich im Kontakt mit dem Luftsauerstoff entzünden und werden dabei gefrittet. Das dabei entstehende rote, klumpige Material wurde unter anderem als Asche für Fußballplätze verwendet – so kam auch die „Kampfbahn Rote Erde“ der Dortmunder Borussia zu ihrem Namen. Gegen die Brände gibt es bis auf die Injektion von Baustoffen keine Gegenmaßnahmen, aber die Brände können (theoretisch) geothermisch genutzt werden.

(Kai-William Boldt, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V. / LVR-Fachbereich Landschaftliche Kulturpflege, 2015)

Internet
www.route-industriekultur.de: Halde Norddeutschland (abgerufen am 01.05.2015)

Literatur

Boldt, Kai-William; Gelhar, Martina (2008)
Das Ruhrgebiet - Landschaft, Industrie, Kultur. Darmstadt.
Günter, Roland (2000)
Im Tal der Könige - Ein Reisebuch zu Emscher, Rhein und Ruhr. Essen.

Halde Norddeutschland

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Fernerkundung
Historischer Zeitraum
Beginn 1952, Ende 2001
Koordinate WGS84
51° 28′ 14,81″ N, 6° 34′ 5,76″ O / 51.47078°, 6.56827°
Koordinate UTM
32U 331110.21 5704984.15
Koordinate Gauss/Krüger
2539529.11 5704175.05

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„Halde Norddeutschland”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-123649-20150501-2 (Abgerufen: 21. November 2018)
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