Kalksteinbruch Rosenthaler Weg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Bergisch Gladbach
Kreis(e): Rheinisch-Bergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Herrenstrunden, Ehemaliger Steinbruch Rosenthaler Weg (2014)

    Herrenstrunden, Ehemaliger Steinbruch Rosenthaler Weg (2014)

    Copyright-Hinweis:
    © Karl-Heinz Buchholz, LVR-Abteilung Landschaftliche Kulturpflege
    Fotograf/Urheber:
    Karl-Heinz Buchholz
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Herrenstrunden, Ehemaliger Steinbruch Rosenthaler Weg (2014)

    Herrenstrunden, Ehemaliger Steinbruch Rosenthaler Weg (2014)

    Copyright-Hinweis:
    © Karl-Heinz Buchholz, LVR-Abteilung Landschaftliche Kulturpflege
    Fotograf/Urheber:
    Karl-Heinz Buchholz
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Lage des Standortes: Rosenthaler Weg in Fahrtrichtung Eikamp, gegenüber dem Friedhof der Katholischen Pfarrgemeinde.

Standortgeschichte: Als Köln und das Rheinland dem Königreich Preußen zugeschlagen wurde, erlebte die Domstadt im 19. Jahrhundert einen Jahrzehnte andauernden Bauboom, der zudem mit den Ereignissen der Industrialisierung und der daraus resultierenden Bevölkerungsexplosion gekoppelt war. Diese Ereignisse bedingten, dass zahlreiche Baustoffhändler aus Köln im Raum Bergisch Gladbach Kalksteinbrüche und Kalkbrennereien errichteten. Ferdinand Schmitz berichtet von 45 Kalköfen in der Bergisch Gladbacher Umgebung. Auch im Raum Herrenstrunden finden sich zahlreiche Relikte aus dieser Zeit.

Der Steinbruch des Unternehmers Johann Peter Richerzhagen befand sich am Rosenthaler Weg in Herrenstrunden. Er wurde im 20. Jahrhundert noch jahrzehntelang zur Gewinnung von Dolomit für den Straßenbau genutzt. Das Gelände befindet sich auch heute noch im Familienbesitz.

Schutzstatus: Die Anlagen unterliegen keinem spezifischen Schutz.
Touristische Relevanz: Gering.
Historischer Zeugniswert: Der Kalksteinbruch am Rosenthaler Weg ist ein Beispiel für die Kalkgewinnung im Bereich der Paffrather Kalkmulde. Bedingt durch die Ereignisse der industriellen Revolution stieg die Baustoffnachfrage im 19. Jahrhundert, so dass im Raum Bergisch Gladbach zahlreiche Kalköfen und Kalksteinbrüche in Betrieb genommen wurden.
Seltenheitswert: Im Bereich der Bergisch Gladbach-Paffrather Kalkmulde befinden sich zahlreiche Kalksteinbrüche, es ist kein singuläres Phänomen.
Regionaltypischer Wert: Die Gewinnung und Weiterverarbeitung von Kalk war typisch für den Raum Bergisch Gladbach im 19. und 20. Jahrhundert.
Sensorielle Dimension: Gering, die Anlagen des Kalksteinbruchs sind nicht prägend für den Ortseingangsbereich Herrenstrundens.
Ausstrahlungswert: Gering, der Steinbruch ist von der Straße nicht einsehbar und durch Tore verschlossen.
Historisch-geographischer Wert: Hoch, der Kalksteinbruch im Rosenthaler Weg ist ein Beispiel für die Gewinnung von Kalk und Baustoffen in Bergisch Gladbach.

(Erfasser: Andreas Kaul, Kulturlandschaftliche Inventarisierung „oberes Strundetal“/ Herrenstrunden, 2007)

Literatur

Brenner, Hans Leonhard (1992)
Die Geschichte der Kalkbrennerei in Bergisch Gladbach. Gummersbach.

Kalksteinbruch Rosenthaler Weg

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Koordinate WGS84
51° 00′ 36,8″ N, 7° 10′ 45,14″ O / 51.01022°, 7.17921°
Koordinate UTM
32U 372268.1 5652539.39
Koordinate Gauss/Krüger
2582801.42 5653446.06

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Kalksteinbruch Rosenthaler Weg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-11616-20110531-10 (Abgerufen: 14. Dezember 2017)
Seitenanfang