Tönissteiner Sprudel

Privatbrunnen Tönissteiner Sprudel Dr. C. Kerstiens GmbH

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Andernach, Brohl-Lützing
Kreis(e): Ahrweiler, Mayen-Koblenz
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Haltestation der Brohltalbahn am Haupteingang zum Tönissteiner Sprudel, der "Privatbrunnen Tönissteiner Sprudel Dr. C. Kerstiens GmbH" (2014).

    Haltestation der Brohltalbahn am Haupteingang zum Tönissteiner Sprudel, der "Privatbrunnen Tönissteiner Sprudel Dr. C. Kerstiens GmbH" (2014).

    Copyright-Hinweis:
    Maier, Christian
    Fotograf/Urheber:
    Maier, Christian
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Brunnen für die Bevölkerung am Tönissteiner Sprudel (2014)

    Brunnen für die Bevölkerung am Tönissteiner Sprudel (2014)

    Copyright-Hinweis:
    Maier, Christian
    Fotograf/Urheber:
    Maier, Christian
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Blick auf das heutige Werksgelände des Tönissteiner Sprudel, der "Privatbrunnen Tönissteiner Sprudel Dr. C. Kerstiens GmbH" (2014).

    Blick auf das heutige Werksgelände des Tönissteiner Sprudel, der "Privatbrunnen Tönissteiner Sprudel Dr. C. Kerstiens GmbH" (2014).

    Copyright-Hinweis:
    Maier, Christian
    Fotograf/Urheber:
    Maier, Christian
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Seine Quellen hat der Tönissteiner Sprudel im Unterlauf des Pönterbachtals. Bereits 1804 verpachteten die Franzosen die Quellen an Elias Dahl senior. Später stieg sein Sohn Elias Dahl junior als erfahrener Geschäftsmann in die Vermarktung des Wassers mit ein. Zwischen 1816 und 1824 entstanden Tonkrüge mit dem Schriftzug „Toenissteiner ML. Wasser GHN“ und einer Krone. Die Krone und die Abkürzung GHN (Großherzogtum Niederrhein) lassen vermuten, dass sich der Brunnen während dieser Zeit in Staatsbesitz befand.
Im Jahre 1832 pachtete Dominicus Zervas die Quellen. Er baute in Kruft eine eigene Krugbäckerei, um die Vermarktung des Mineralwassers voranzubringen und kaufte 1833 ein eigenes Segelschiff, um den Versand von Mineralwasser und Trass auf dem Rhein betreiben zu können. Die Quellen, die heute bis zu einer Tiefe von 652 Meter gehen, mussten von Zeit zu Zeit renoviert werden. Arbeiter fanden 1862 bei Wartungsarbeiten an einer Quellfassung etwa hundert römische Münzen aus der Zeit Cäsars bis zu Kaiser Konstantin.

Später gelangte der Mineralwasserbetrieb an den Chemiker Dr. Carl Kerstiens. Er nannte das Mineralwasser von da an „Tönissteiner Sprudel“. Bis heute ist der Mineralwasserbetrieb im Familienbetrieb der Familie Kerstiens und wirbt zu Recht mit dem Hinweis „Älteste Römerquelle Deutschlands“. Am Seiteneingang des Werkes befindet sich ein für die Bevölkerung frei zugänglicher Brunnen, der sich großer Beliebtheit erfreut.

(Christian Maier, Universität Koblenz-Landau, 2014)

Literatur

Haffke, Gudrun / Stadt Andernach (Hrsg.) (2013)
Andernach aus der Geschichte der Stadtteile (1815-1965). S.140ff, Andernach.

Tönissteiner Sprudel

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1816 bis 1824
Koordinate WGS84
50° 27′ 44,19″ N, 7° 18′ 49,44″ O / 50.46227°, 7.31373°
Koordinate UTM
32U 380316.13 5591388.97
Koordinate Gauss/Krüger
2593325.05 5592653.85

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Tönissteiner Sprudel”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-107458-20141109-3 (Abgerufen: 14. November 2018)
Wir verwenden Cookies, um die Nutzbarkeit unserer Seiten zu optimieren. Falls Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, finden Sie weitere Informationen auf unserer Internetseite.
Seitenanfang