Katholische Pfarrkirche St. Lubentius in Kell

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Andernach
Kreis(e): Mayen-Koblenz
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Südansicht der Katholischen Pfarrkirche "St. Lubentius" in Andernach-Kell (2014)

    Südansicht der Katholischen Pfarrkirche "St. Lubentius" in Andernach-Kell (2014)

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  • Westansicht der Katholischen Pfarrkirche "St. Lubentius" in Andernach-Kell (2014)

    Westansicht der Katholischen Pfarrkirche "St. Lubentius" in Andernach-Kell (2014)

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  • Ehrenmal für die Toten der beiden Weltkriege an der Katholischen Pfarrkirche St. Lubentius in Andernach-Kell (2014)

    Ehrenmal für die Toten der beiden Weltkriege an der Katholischen Pfarrkirche St. Lubentius in Andernach-Kell (2014)

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  • Pietà in der Katholischen Pfarrkirche St. Lubentius in Andernach-Kell (2014)

    Pietà in der Katholischen Pfarrkirche St. Lubentius in Andernach-Kell (2014)

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Anfänge
Erstmalig erwähnt wird eine Kirche in Kell und der ortsansässige Pfarrer in einer Urkunde vom 29. Januar 1330.

Neubau
Eine neue Kirche wurde im Jahre 1744/45 gebaut, deren geringe Größe aber bereits einige Jahre später kritisiert wurde. Geweiht war die Kirche ursprünglich dem für seine Missionstätigkeit an Mosel und Lahn verehrten Heiligen Lubentius (um 300 - um 370), seit 1802 aber auch Maria als Mater Dolorosa (der schmerzhaften Mutter Gottes), was auf die Übernahme des Gnadenbildes (Pietà) aus dem ehemaligen Karmeliterkloster St. Antonius zurückzuführen ist.
Die Pietà wurde ein beliebtes Ziel von Pilgern, die nun nicht mehr nach Tönisstein, sondern nach Kell kamen. Hierdurch entwickelte sich die Kirche zu einem wichtigen Wirtschaftszweig, da die zahlreichen Besucher zum einen Unterkünfte und zum anderen Verpflegung beanspruchten.

Ausbau
Die weiter ansteigende Zahl der Pilger und die Entwicklung Kells zu einem Wallfahrtsort führten zu einer dauerhaften Überlastung, weshalb 1868 sogar das Bistum Trier die Dorfbewohner bat, die Kirche zu erweitern. Aufgrund der schlechten finanziellen Lage begannen die Bauarbeiten erst im Jahre 1902.
Die neugotische Kirche wurde im rechten Winkel zu dem barocken Vorgängerbau erbaut, wobei der alte romanische Turm und die Chorapsis des Barockbaus von 1744 erhalten blieben. Die fertiggestellte Kirche wurde am 12.06.1905 von Bischof Michael Felix Korum eingeweiht. Der Hauptaltar bildet Motive aus dem „Glorreichen Rosenkranz“ bzw. dem Marienleben ab. Die Seitenaltäre zeigen Ausschnitte aus dem Marienleben, u.a. Mutter Anna Selbdritt, und aus dem Leben des heiligen Josef.

20. Jahrhundert
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine vor der Kirche stehende Pietà restauriert. An die Wände dieser Gedächtniskapelle wurden die 68 Namen der Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges geschrieben. Darüber hinaus befindet sich vor dem Pfarrhaus ein Gedenkstein mit der Aufschrift:
„Unseren Toten 1914-1918 / 1939-1945“

(Christian Maier, Universität Koblenz-Landau, 2014)

Literatur

Haffke, Gudrun / Stadt Andernach (Hrsg.) (2013)
Andernach aus der Geschichte der Stadtteile (1815-1965). S.147 ff, Andernach.
Heyen, Franz-Josef (1988)
Andernach. S.435, Andernach.

Katholische Pfarrkirche St. Lubentius in Kell

Schlagwörter
Ort
Andernach - Kell
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1330 bis 1902
Koordinate WGS84
50° 26′ 56,59″ N, 7° 18′ 29,37″ O / 50.44905°, 7.30816°
Koordinate UTM
32U 379886.99 5589927.95
Koordinate Gauss/Krüger
2592955.13 5591176.22

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„Katholische Pfarrkirche St. Lubentius in Kell”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-107172-20141108-2 (Abgerufen: 15. November 2018)
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