Schängelbrunnen im Koblenzer Rathaushof

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Koblenz
Kreis(e): Koblenz
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Schängelbrunnen im Koblenzer Rathaushof (2014)

    Schängelbrunnen im Koblenzer Rathaushof (2014)

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  • Schängelbrunnen im Koblenzer Rathaushof (2014), Detailansicht

    Schängelbrunnen im Koblenzer Rathaushof (2014), Detailansicht

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  • Darstellung des Koblenzer "Schängels" auf einem Gullydeckel in Koblenz (2014). "Schängel" ist die mundartliche Bezeichnung für in Koblenz geborene Jungen, heute teils auch Mädchen.

    Darstellung des Koblenzer "Schängels" auf einem Gullydeckel in Koblenz (2014). "Schängel" ist die mundartliche Bezeichnung für in Koblenz geborene Jungen, heute teils auch Mädchen.

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Der Schängel ist eine Symbolfigur für Koblenz. Von 1794 bis 1814 stand Koblenz unter französischer Besatzung. Abgeleitet wird der Name vom französischen Vornamen Jean, den die Koblenzer nicht aussprechen konnten und „Schang“ nannten. Ein Kind eines französischen Soldaten und eines Koblenzer Mädchens wurde „Schängelche“ genannt. Heute wird die Bezeichnung „Schängel“ nicht mehr als Beleidigung für einen Lausbuben französisch-deutscher Abstammung gesehen, sondern alle Koblenzer Kinder sind „Schängelche“. So gibt es in Koblenz auch ein Schängelcenter und auf allen Gullys befindet sich der Schängel.
Sogar in der Koblenzer-Hymne wird er namentlich erwähnt: „Eh lustich Kowelenzer Schängelche ich sain, gedaaft met Rhein, Musselwasser on met Wein. Gesond am Herz, der Lewer on der Lung, ich sain och meiner Modder ihre allesbeste Jung“.

Der Schängelbrunnen ist ein recht unscheinbarer Brunnen im heutigen Rathaushof. Er wurde 1940 von Carl Burger (1875-1950) entworfen und dem Heimatdichter Josef Cornelius gewidmet, der den Text des Schängel-Lieds verfasste. Der Brunnen wurde im Juni 1941 eingeweiht. Der Brunnen setzt dem Koblenzer Schängel und seinen Streichen sowie den Koblenzer Bürgern ein Denkmal. Die Schängelfigur im Brunnen spuckt in unregelmäßigen Abständen mehrere Meter weit Wasser auf den Hof. Auf dem Brunnensockel sind Darstellungen der Streiche der Koblenzer Schängelche zu sehen.

(Anna Serwas, Universität Koblenz-Landau, 2014)

Internet
koblenz-touristik.de: Der Schängelbrunnen (abgerufen: 12.03.2015)
de.wikipedia.org: Schängelbrunnen (abgerufen: 12.03.2015)
de.wikipedia.org: Carl Burger (abgerufen: 12.03.2015)
denkmalplatz.de: Carl Burger (abgerufen: 12.03.2015)

Literatur

Gniffke, Manfred / Otto, Werner (2012)
Koblenz. Gudensberg-Gleichen.
Imhof, Michael (2011)
Koblenz Stadtführer. o. O.

Schängelbrunnen im Koblenzer Rathaushof

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Willi-Hörter-Platz
Ort
56068 Koblenz
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1941
Koordinate WGS84
50° 21′ 36,91″ N, 7° 35′ 53,27″ O / 50.36025°, 7.59813°
Koordinate UTM
32U 400286.7 5579626.06
Koordinate Gauss/Krüger
3400321.92 5581418.2

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„Schängelbrunnen im Koblenzer Rathaushof”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-103265-20140912-11 (Abgerufen: 24. Mai 2018)
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