Kriegerdenkmal im Düsseldorfer Hofgarten

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Düsseldorf
Kreis(e): Düsseldorf
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Kriegerdenkmal im Düsseldorfer Hofgarten (2014)

    Kriegerdenkmal im Düsseldorfer Hofgarten (2014)

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  • Mosaik mit dem Wappen der Stadt Düsseldorf im Düsseldorfer Hofgarten (2014)

    Mosaik mit dem Wappen der Stadt Düsseldorf im Düsseldorfer Hofgarten (2014)

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  • Kriegerdenkmal im Düsseldorfer Hofgarten in der Frontansicht (2014)

    Kriegerdenkmal im Düsseldorfer Hofgarten in der Frontansicht (2014)

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  • Inschrift auf der dem Betrachter abgewandten Seite des Kriegerdenkmals im Düsseldorfer Hofgarten (2014)

    Inschrift auf der dem Betrachter abgewandten Seite des Kriegerdenkmals im Düsseldorfer Hofgarten (2014)

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  • Die dem Betrachter abgewandte Seite des Kriegerdenkmals im Düsseldorfer Hofgarten (2014)

    Die dem Betrachter abgewandte Seite des Kriegerdenkmals im Düsseldorfer Hofgarten (2014)

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  • Inschrift auf der dem Betrachter zugewandten Seite des Kriegerdenkmals im Düsseldorfer Hofgarten (2014)

    Inschrift auf der dem Betrachter zugewandten Seite des Kriegerdenkmals im Düsseldorfer Hofgarten (2014)

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  • Kriegerdenkmal im Düsseldorfer Hofgarten: Name des Bildhauers und Jahr der Einweihung - Karl Hilgers, 1892

    Kriegerdenkmal im Düsseldorfer Hofgarten: Name des Bildhauers und Jahr der Einweihung - Karl Hilgers, 1892

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  • Informationsplakette zum Kriegerdenkmal im Düsseldorfer Hofgarten

    Informationsplakette zum Kriegerdenkmal im Düsseldorfer Hofgarten

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Leichte Schneebedeckung und Oberflächenbemoosung vom Kronenbereich einer mächtigen Platane geben dem weißen südtiroler Marmor des klassizistischen Ehrenmals einen morbiden Akzent; in starkem Kontrast im Hintergrund die grafische Fassadengliederung des Architekten Daniel Libeskind für den 2013/2014 in Düsseldorfs Stadtmitte zu eng am Hofgarten entstanden Neubau „Der KÖ-Bogen“. In halbliegender Stellung ruht die überlebensgroße ca. 3,5 Meter lange Figur eines nackten antiken Kriegers auf einem von einem mächtigen Sockel getragenen Sarkophag. Lorbeerzweige in der linken Hand bedecken den Unterleib, die rechte Hand des Sterbenden hält ein Kurzschwert; sitzend und ernsthaft zu ihm aufblickend ein kräftiger Löwe, symbolisches Attribut von Mut und Stärke, auch Wappentier der Stadt Düsseldorf. Ein Eisernes Kreuz des Stiftungsjahres 1870, mittig auf der Vorderseite des Sarkophags, trägt den Buchstaben „W“ und eine Krone, die Rückseite präsentiert den Reichsadler des deutschen Kaiserreichs. Die Stirnseiten zieren Düsseldorfer Stadtwappen, auf denen ein aufrecht schreitender bergischer Löwe einen Anker zwischen den Tatzen hält. Die dem Betrachter zugewandte Seite des Ehrenmals trägt im Sockel in goldgefüllten Majuskeln als Inschrift einen Vers des deutschen Schriftstellers Hermann Sudermann (1857-1928):

„RUHM WARD DEM SIEGER GENUG UND JAUCHZEN UND GRUENENDER LORBEER, THRAENEN, VON MUETTERN GEWEINT, SCHUFEN DIES STEINERNE BILD.“

Dem Betrachter abgewandt die Widmung:

„IHREN GELIEBTEN SOEHNEN, ELCHE IN DEN SIEGREICHEN JAHREN 1864-66-70-71 DEN HELDENTOD STARBEN, WEIHT DIESES DENKMAL DIE DANKBARE STADT DUESSELDORF.“

Nach der Reichsgründung wurden in vielen Orten Preußens von Kriegervereinen und Gemeinden gestiftete Denkmäler errichtet. Während häufig das Nationale mit Darstellungen von Nike, Victoria oder Germania betont wurde, erhielten die Totenehrenmale schmuckvolle Sarkophag-, Aufbahrungs- oder Urnen-Darstellungen, wovon das Düsseldorfer in Größe, Material, Verarbeitung und Wahl des Standortes von herausragender Bedeutung ist. Dieses preußische Kriegerdenkmal auf der Landskrone im Düsseldorfer Hofgarten schuf der an der Düsseldorfer Kunstakademie ausgebildete Berliner Bildhauer Karl Hilgers (1844-1925) nach erfolgreichem Künstlerwettbewerb, 1888 ausgelobt vom „Ausschuss zur Errichtung eines Kriegerdenkmals“. Initiator des Denkmals war der Düsseldorfer „Verein Junger Krieger“, der 1882 bei der Regierung die Zulassung einer Verlosung beantragte, deren Erlös an einen Denkmalfond ging. Mit weiteren Zuspenden aus der Bürgerschaft, der evangelischen Kirche, Kunstvereinen, aber auch der Militärverwaltung und staatlicher Behörden kamen 75.000 Mark zusammen. Am 18. Oktober 1892 wurde das Denkmal eingeweiht.

(Autor: Reinhard Lutum, bearbeitet von: Christoph Boddenberg, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, 2014)

Internet
www.danke-berlin-2015.de: 200 Jahre Preußen am Rhein (abgerufen 09.09.2014)

Literatur

Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (Hrsg.) (2014)
Rheinland: Denkmal, Landschaft, Natur - 2015 (Jahreskalender 2015, 44. Jahrgang). Köln.

Kriegerdenkmal im Düsseldorfer Hofgarten

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung, Fernerkundung
Historischer Zeitraum
Beginn 1892
Koordinate WGS84
51° 13′ 39,4″ N, 6° 46′ 47,22″ O / 51.22761°, 6.77978°
Koordinate UTM
32U 344980.15 5677478.72
Koordinate Gauss/Krüger
2554513.79 5677257.23

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„Kriegerdenkmal im Düsseldorfer Hofgarten”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-102024-20140903-2 (Abgerufen: 19. August 2018)
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