Historische Ansicht der Karquelle bei Hückeswagen (um 1909).
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Quellfassung der Karquelle bei Hückeswagen (2020).
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Peter Jobke
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Quellfassung der Karquelle bei Hückeswagen (um 1930).
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Beschriftung auf der Quellfassung der Karquelle bei Hückeswagen (2020).
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Peter Jobke
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Teich im ehemaligen Naherholungsareal an der Karquelle bei Hückeswagen (um 1929).
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Seitenansicht der Quellfassung der Karquelle bei Hückeswagen (2026).
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Peter Jobke
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Veranstaltungsplakat zur Einweihungsfeier des neugestalteten Areals an der Karquelle bei Hückeswagen (1893).
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Friedrich Welfe
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Historische Ansicht der Karquelle bei Hückeswagen (um 1909).
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Quellfassung der Karquelle bei Hückeswagen (2020).
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Quellfassung der Karquelle bei Hückeswagen (um 1930).
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Beschriftung auf der Quellfassung der Karquelle bei Hückeswagen (2020).
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Teich im ehemaligen Naherholungsareal an der Karquelle bei Hückeswagen (um 1929).
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Seitenansicht der Quellfassung der Karquelle bei Hückeswagen (2026).
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Veranstaltungsplakat zur Einweihungsfeier des neugestalteten Areals an der Karquelle bei Hückeswagen (1893).
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Friedrich Welfe
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Nahe der Bahntrasse westlich des oberbergischen Hückeswagen befindet sich ein heute unscheinbar wirkender Bereich, der im 19. und 20. Jahrhundert für längere Zeit bekannt war. In einer Mulde des Karbergs nahe der Wuppervorsperre befindet sich die Karquelle, die erstmals am 4. August 1856 im „Volksblatt für Hückeswagen“ erwähnt und der wegen ihres Wassers eine heilende Wirkung zugeschrieben wurde: „Im Rauschsiepen in einem kleinen Eichenwäldchen unter einem fast unzugänglichen Gestrüpp liegt eine Quelle, die ihres klaren, kohlensäurehaltigen Wassers wegen in der neuesten Zeit große Sensation erregte […]“.
Die Karquelle auf dem Weg zum Kurort? In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts steht die Quelle im Kontext zeittypischer Bestrebungen, Orte mit geeigneten natürlichen Voraussetzungen - insbesondere waldreicher Umgebung und Wasserreichtum - als Luftkur- oder Badeorte zu etablieren. Auch Hückeswagen wurde in diesem Zusammenhang als potenzieller Kurort diskutiert. Entsprechende Initiativen, die unter anderem auf eine Aufwertung der Quelle zielten, blieben jedoch letztlich ohne nachhaltigen Erfolg.
Unabhängig davon entwickelte sich die sogenannte „Karquelle“ zu einem lokal bedeutenden Naherholungsziel. Mit dem Bau der Bahnstrecke von Remscheid-Lennep über Bergisch Born nach Hückeswagen (Eröffnung 1876) veränderte sich die Umgebung durch den Bahndamm nachhaltig. Gleichzeitig setzte eine gezielte landschaftsgestalterische Aufwertung ein, die insbesondere vom Heimat-, Verkehrs- und Verschönerungsverein getragen wurde.
Landschaftliche Gestaltung der Karquelle Im Zuge dieser Maßnahmen wurde die Quelle baulich gefasst und ausgestaltet. Charakteristische Elemente waren eine mit Bruchstein eingefasste Quellfassung mit Löwenkopf und ein Teich, die bis heute noch erhalten sind. Weiterhin wurden ein Pavillon im Jägerhausstil mit Ausblick, eine Sennhütte und eine Klause mit Getränkeausschank errichtet. Die Klause hatte der benachbarte Gastwirt Hermann Berghaus („Haus Schnabelsmühle“) aufgestellt und später dem Verschönerungsverein geschenkt, der sie zur Einweihung in eigener Regie wieder eröffnete. Die Anlage ist als Ausdruck bürgerlichen Engagements im Bereich der Landschaftsverschönerung und Freizeitgestaltung im späten 19. Jahrhundert zu verstehen.
Die feierliche Einweihung der Karquelle im Jahr am 30. Juli 1893 - samt Konzert, Festzug und Illumination der Anlage - unterstreicht ihre Bedeutung als sozialer und kultureller Treffpunkt. In der Folgezeit blieb das Areal ein stark frequentierter Erholungsraum für die lokale Bevölkerung.
Niedergang der Karquelle Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es infolge wirtschaftlicher Notlagen zu Eingriffen in den Waldbestand zwecks Brenn- und Bauholzgewinnung, wodurch die Umgebung der Karquelle verwilderte. Es wurde versucht, das Areal durch Schonung und Befestigung der Wege wiederherzustellen, was jedoch keinen nachhaltigen Erfolg hatte. Die über dem Löwenkopf befindliche Inschrift mit dem Jahr 1948 zeugt davon. Trotzdem spie das „Löwenmaul“ der Karquelle noch ein paar Jahrzehnte lang Wasser; mittlerweile liegt sie trocken. Das Gelände, direkt unter der damaligen Eisenbahnlinie und dem heutigen Radweg gelegen, geriet schließlich in Privatbesitz und verkam in der Folgezeit. Über Jahre war es durch einen Zaun abgesperrt und als Naturschutzort ausgeschildert.
Die Geschichte der Karquelle verdeutlicht sowohl die Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements für die Kulturlandschaftsentwicklung als auch die langfristigen Veränderungen durch infrastrukturelle Eingriffe und gesellschaftliche Umbrüche.
Im Jahr 2026 wird diskutiert, ob die Karquelle als Denkmal eingetragen werden soll (vgl. Rheinische Post, 2026).
(Peter Jobke, 2026)
Internet rp-online.de: „Die Karquelle soll Denkmal werden“, in: Rheinische Post vom 07.04.2026 (Text Stephan Büllesbach, abgerufen 22.04.2026)
Vor 80 Jahren: Einweihung der Karquelle. In: Leiw Heukeshoven Nr. 13. Mittelungsblatt des Bergischen Geschichtsvereins, Abt. Hückeswagen e.V., S. 9. Hückeswagen.
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