Büro- und Geschäftshaus an der Ecke Theodor-Heuss-Straße / Frankfurter Straße in Köln-Eil. Das Gebäude wurde 1976 als Kundendienstzentrale der Bull Deutschland Lochkarten GmbH erbaut (Screenshot Google Maps, September 2022).
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Büro- und Geschäftshaus an der Ecke Theodor-Heuss-Straße / Frankfurter Straße in Köln-Eil. Das Gebäude wurde 1976 als Kundendienstzentrale der Bull Deutschland Lochkarten GmbH erbaut (Screenshot Google Maps, September 2022).
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Das Büro-, Geschäfts- und Lagergebäude in Köln-Eil wurde 1976 als Zentrale des Technischen Kundendienstes der Computerfirma Bull Deutschland Lochkarten GmbH erbaut. An seinem Standort ist der Bau auch heute noch markant, auch wenn er inzwischen eher etwas trostlos wirkt.
Die 1960 in Köln gegründete deutsche Niederlassung der französischen Elektronikfirma Bull (heute Bull atos technologies S.A. der französischen Atos SE ) hatte bereits in ihrem Gründungsjahr das Bull-Hochhaus am Wiener Platz in Köln-Mülheim als Deutschlandzentrale in Auftrag gegeben und 1961 bezogen. In den 1970ern firmierte Bull zeitweise als Honeywell-Bull, später dann als Bull Aktiengesellschaft.
Bull-Kundendienstzentrale Das 5-stöckige Gebäude für die Zentrale des Technischen Kundendienstes der deutschen Bull entstand auf einem rund 12,5 Hektar großen Grundstück an der Ecke Theodor-Heuss-Straße / Frankfurter Straße und bot 3.395 Quadratmeter Büroflächen. Das Porz-Wiki berichtet ferner, dass Bull hier Anfang Mai 1983 ein Ersatzteillager und die Reparaturzentrale des technischen Kundendienstes mit 50 Beschäftigten in Betrieb nahm, das dann in den 1990ern wieder verlassen wurde.
Das ursprüngliche Geschäftsfeld von Bull, die Lochkartentechnik zur Speicherung von Daten, hatte bereits ab den 1960er-Jahren zunehmend an Bedeutung gegenüber zunächst magnetischen und dann digitalen Formen zur Datenspeicherung verloren. Bedingt durch herbe Verluste des Computerunternehmens zu Beginn der 1980er Jahre konzentrierte der Konzern im Mai 1983 seine deutsche Zentrale in einem neu errichteten Gebäude an der Eiler Theodor-Heuss-Straße 60-66, Ecke Humboldtstraße. In dem seinerzeit modernen Verwaltungsneubau mit markanter orangefarbiger Fassadenverkleidung nahmen rund 450 Mitarbeitende ihre Arbeit auf (porzerleben.de). Seit 2011 dient dieses Gebäude als Standort Porz des Kölner Jobcenters und zugleich als Sitz mehrerer Aus- und Weiterbildungsträger - gleichwohl prangt an der Fassade immer noch mehrfach das Bull-Firmenlogo. Nach der 2014 erfolgten Übernahme von Bull durch die Atos SE bezog man ein neues Gebäude in der Von-der-Wettern-Straße 27 im Industriegebiet Gremberghoven (atos.net).
Nachnutzungen Vermutlich bereits ab 1987 wurde die vormalige Bull-Kundendienstzentrale als Praktiker-Baumarkt genutzt. Nach der durch den Konkurs der Kette erfolgten Schließung Mitte 2013 diente das Gebäude dann ab Ende Oktober 2013 der Stadt Köln als Notunterkunft für Geflüchtete: „In der rund 10.000 qm großen Baumarkt-Halle wurden hierfür im Jahr 2014 Kojen für vier bis sechs Personen eingerichtet, sie diente bis zum Herbst 2018 bis zu 200 Flüchtlingen als Unterkunft. Anfang 2015 erwarb die Stadt das Gebäude für 4 Mio. Euro.“ (porzerleben.de)
Seit den Ende der Nutzung als Unterkunft für Geflüchtete steht das Gebäude inzwischen seit Jahren leer, erkennbar vernachlässigt wird es zunehmend baufälliger.
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