Siedlungsgunstraum der breiteren Talabschnitte der Rurschleifen mit großen landwirtschaftlichen Gütern in Alleinlage: Gut Laach (17. Jh.), Gut Kallerbend (13. Jh., Hof des Erbmarschalles des Markgrafen von Jülich; heutiges Gebäude nicht an historischem Standort), Gut Neuenhof (19. Jh., dreiflügelige Hofanlage in Fachwerkbauweise) und Gut Mausauel; historisch-funktionale Bezüge zur Burg Nideggen. Im Umfeld Bunker und Stellungen des Zweiten Weltkriegs.
Bodendenkmäler (archäologischer Gunstraum): nördlich von Gut Laach steinzeitliche Fundkonzentration, mehrere römische Siedlungsstellen jeweils nördlich von Gut Laach, östlich von Gut Mausauel sowie südlich von Gut Neuenhof als Belege für eine steinzeitliche Landnutzung sowie eine dichte Besiedlung und Nutzung in römischer Zeit.
Kulturlandschaftliches und denkmalpflegerisches Ziel im Rahmen der Regionalplanung ist eine erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung, insbesondere
- Bewahren und Sichern der Elemente, Strukturen und Sichträume von Adelssitzen und Hofanlagen
- Bewahren des Kulturlandschaftsgefüges
- Sichern kulturgeschichtlich bedeutsamer Böden
- Bewahren und Sichern archäologischer und paläontologischer Bodendenkmäler in ihrem Kontext
- Bewahren überlieferter naturnaher Landschaftselemente und -strukturen
Nachtrag zu: Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln. Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung, Köln 2016. Der bedeutsame Kulturlandschaftsbereich „Güter in der Ruraue“ (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 481) wurde im Jahr 2026 aufgrund neuer fachlicher Erkenntnisse hinzugefügt.