Oberflächenfunde vom Bergplateau, darunter ein Bronzemesser, belegen, dass der Dielkopf wahrscheinlich bereits seit der späten Urnenfelderzeit aufgesucht wurde. Gebrauchskeramik, das umfangreichste Fundmaterial, datiert in die späte Hallstatt-/ Ältere Latènezeit. Der jüngste Fund, eine Lanzenspitze, stammt aus dem Mittelalter. Systematische Ausgrabungen unterblieben bislang. Eine Innenbebauung ist bislang nicht nachgewiesen.
Der große Dielkopf, eine unregelmäßig ovale Basaltkuppe von etwa 250 x 150 m, gehört zu den rechtsrheinischen Höhenburgen der Latènezeit.
Den Fuß des Dielkopfes umzog ein konzentrischer Wall. An der Ost- und Südseite ist der Hauptwall durch moderne Steinbrüche massiv gestört. Aufgrund der steilen Hangsituation an der Nordseite wäre eine Wallbefestigung zwar nicht unbedingt zu erwarten, mindestens jedoch eine Palisade anzunehmen. Die Torsituation ist nicht bekannt, aufgrund von LiDAR-Aufnahmen aber auf der flacheren Westseite des Dielkopfes denkbar.
(zusammengestellt von Marco Kilian, Welschneudorf, 2024)