Meilerplätze im Kalltal

Schaumeiler im Huschelsbachtal

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Nideggen
Kreis(e): Düren
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 40′ 10,75″ N: 6° 22′ 50,38″ O 50,66965°N: 6,38066°O
Koordinate UTM 32.314.912,51 m: 5.616.363,59 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.526.954,72 m: 5.614.966,40 m
  • Rastplatz und Köhlerhütte am Schaumeiler im Tal des Huschelsbaches (2022)

    Rastplatz und Köhlerhütte am Schaumeiler im Tal des Huschelsbaches (2022)

    Copyright-Hinweis:
    Nicole Schmitz / Landschaftsverband Rheinland / CC BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Nicole Schmitz
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    Bild
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  • Historischer Meilerplatz im Kalltal (2022)

    Historischer Meilerplatz im Kalltal (2022)

    Copyright-Hinweis:
    Nicole Schmitz / Landschaftsverband Rheinland / CC BY 4.0
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Im Kalltal und dessen Nebentälern, wie hier im Tal des Huschelsbaches, sind zahlreiche Stellen in den Hängen vorzufinden, an denen zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert Holz verkohlt wurde. Diese sogenannten Meilerplätze dienten der Herstellung von Holzkohle, die für die im Kalltal seit dem 16. Jahrhundert ansässige Hüttenindustrie bei Zweifallshammer („Klingelpütz“) und westlich von Simonskall (Eisenhütte des Simon Kremer) zur Verhüttung von Blei- und Eisenerzen in Hochöfen benötigt wurde.

An diesem Standort im Huschelsbachtal wurde an der Stelle eines historischen Meilerplatzes im Jahr 1995 unter Mithilfe des letzten Köhlers der Region ein Schaumeiler aufgebaut. Zudem befindet sich dort eine Köhlerhütte, in der der Köhler während der Verkohlung lebte, um diesen Prozess zu überwachen. Ein Informationsschild des Eifelvereins, Ortsgruppe Vossenack, informiert über die Vorgehensweise der Köhlerei, welche das Kalltal über Jahrhunderte geprägt hat.

Die Kohlenmeiler befanden sich meist auf ebenen, windgeschützten Flächen/kleinen Plateaus an den waldbestandenen Talhängen. Verwendet wurde das Holz der hier heimischen und stockenden Rot- und Hainbuchenwälder, die aufgrund der enormen benötigten Holzmengen stark dezimiert wurden, nun jedoch mit Ende der Köhlerei wieder aufkommen.

Hinweis
Das Objekt „Meilerplätze im Kalltal“ ist wertgebendes Merkmal des historischen Kulturlandschaftsbereiches Simonskall (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 173).

(Nicole Schmitz, Hanna Lutterbeck, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege, 2023)

Quellen
Informationstafel des Ortsvereins Vossenack e.V.
Informationstafel Eifelverein Ortsgruppe Vossenack.

Internet
www.vossenack.nrw: Die Eisenindustrie im Kalltal (abgerufen 04.09.2023)
www.huertgenwald.de: Industriegeschichte Kalltal (abgerufen 04.09.2023)

Meilerplätze im Kalltal

Schlagwörter
Ort
52393 Hürtgenwald
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1500 bis 1850

Empfohlene Zitierweise

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Nicole Schmitz, Hanna Lutterbeck (2023): „Meilerplätze im Kalltal”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-344971 (Abgerufen: 3. März 2024)
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