Verwaltungsgebäude der Dynamit Nobel AG in Schlebusch

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Fachsicht(en): Denkmalpflege
Gemeinde(n): Leverkusen
Kreis(e): Leverkusen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 51° 01′ 26,28″ N: 7° 01′ 39,1″ O 51,02397°N: 7,02753°O
Koordinate UTM 32.361.669,36 m: 5.654.341,60 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.572.135,44 m: 5.654.815,68 m
  • Pforte und Verwaltungsgebäude Dynamit AG (2021)

    Pforte und Verwaltungsgebäude Dynamit AG (2021)

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  • Luftbild Dynamit AG Leverkusen (1960)

    Luftbild Dynamit AG Leverkusen (1960)

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  • Verwaltungsgebäude Dynamit AG Ostseite (2021)

    Verwaltungsgebäude Dynamit AG Ostseite (2021)

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  • Bronzebüste des schwedischen Chemikers Alfred Bernhard Nobel (1833-1896) auf dem Vorplatz des Verwaltungsgebäudes der ehemaligen Dynamit AG in Leverkusen-Manfort (2021). Nobel entdeckte den Sprengstoff Dynamit, begründete als Industrieller das Unternehmen "Alfred Nobel & Co." (die spätere "Dynamit AG") und stiftete die Nobelpreise.

    Bronzebüste des schwedischen Chemikers Alfred Bernhard Nobel (1833-1896) auf dem Vorplatz des Verwaltungsgebäudes der ehemaligen Dynamit AG in Leverkusen-Manfort (2021). Nobel entdeckte den Sprengstoff Dynamit, begründete als Industrieller das Unternehmen "Alfred Nobel & Co." (die spätere "Dynamit AG") und stiftete die Nobelpreise.

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  • Pforte und Verwaltungsgebäude Dynamit AG (2021)

    Pforte und Verwaltungsgebäude Dynamit AG (2021)

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Als einziges repräsentatives Gebäude der Dynamitfabrik der Nobel AG hat sich ein Verwaltungsgebäude aus der Zeit um 1914 am ehemaligen Werkseingang erhalten. Zusammen mit einem historischen Pförtnergebäude sowie einer kleinen Parkanlage mit der Büste Alfred Nobels bildet es ein Ensemble.

Das Fabrik- und Produktionsareal
Zum Komplex des ursprünglich 1870/71 als Dynamitfabrik Kayser & Co. begründeten Werks Schlebusch der Dynamit Nobel AG gehört das ausgedehnte Produktionsareal, das über einen Zugangsbereich an der östlichen Seite, am Südende des Kalkwegs, erschlossen wird. Hier befand sich auch die heute aufgrund der Abstandsbestimmungen für Sprengstoff- und Chemiebetriebe vollständig verschwundene Werkssiedlung der Dynamit AG mit ehemals zahlreichen Beamten- und Arbeiterhäusern sowie Direktorenvillen.
Über historische Gebäude innerhalb des Werksareals liegen keine Erkenntnisse vor. Von besonderem Interesse sind die während des Ersten Weltkriegs erstellten massiven Produktionsgebäude, von denen eines 1984 trotz Erhaltungsbemühungen abgebrochen wurde. In den 1950er- und 1960er-Jahren entstanden innerhalb des Werks auch neue Sozialgebäude in zeittypischen Formen.

Als einziges repräsentatives Gebäude am Werkseingang hat sich ein Verwaltungsgebäude der Zeit um 1914 erhalten. Es bildet mit einem historischen Pförtnergebäude sowie einer kleinen Parkanlage mit der Büste Alfred Nobels (1833-1896) ein Ensemble.

Das Verwaltungsgebäude
Das Verwaltungsgebäude an der Werkspforte, ein querliegender, eingeschossiger Baukörper auf hohem, glattem Backsteinsockel mit Mansarddach - steht mit seiner östlichen Schmalseite zum Vorplatz. Am gegenüberliegenden Ende besitzt der Bau einen schmalen Seitenflügel, wodurch insgesamt ein winkelförmiger Grundriss entsteht. Die schlichte Fassade ist verputzt; Kanten, Sockel und Abschluss sind mit Streifen von Sichtbackstein betont; in die Putzflächen sind jeweils große, hochrechteckige Fenster eingelassen. Die Hauptfassade nach Norden ist neun in Haupt- und Dachgeschoss vorhandenen Fensterachsen breit; die drei mittleren bilden einen leicht vorspringenden, vor das Mansarddach gestellten zweigeschossigen Risalit mit in Backstein angedeuteter Pilastergliederung und flachem Dreiecksgiebel. An der östlichen Schmalseite zum Vorplatz befindet sich ein durch abgetrepptes Backsteingewände mit dünner Abdeckplatte gerahmtes, nur um vier Stufen erhöhtes Portal, begleitet von zwei großen, dreigeteilten Fenstern.

Auf der oberen Wandfläche der Schmalseite nach Osten ist auf fast ganzer Hausbreite in Metalllettern der seit 1959 gültige Firmenname „Dynamit Nobel A. G.“ mit dem kleiner in zwei Zeilen ergänzten „Werk Schlebusch“ angebracht.
Abgesetzt vom Verwaltungsgebäude befindet das in gleicher Formensprache gehaltene, eingeschossige Pförtnerhaus. Zwischen Verwaltung und Pförtner lag der historische Werkseingang, der später auf die Nordseite des Pförtnerhauses verlegt wurde.

(Alexander Kierdorf, Institut. Industrie-Kultur-Geschichte-Landschaft, 2021)

Quelle
Stadt Leverkusen, Stadtarchiv, Hausakten Kalkweg 218.

Internet
www.novasep.com: Our Locations (abgerufen 24.02.2022)
leverkusen.rheinische-industriekultur.com: Dynamit Nobel Sprengstofffabrik (Text Alexander Kierdorf, abgerufen 27.01.2026)
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Literatur

Bergengren, Erik (1965)
Alfred Nobel: eine Biographie. München.
Dynamit-Actien-Gesellschaft, vormals Alfred Nobel & Co. (Hrsg.) (1925)
Dynamit Actien-Gesellschaft, vormals Alfred Nobel & Co., Hamburg 1865-1925. Hamburg.
Martin, Gustav (1909)
Geschichtliche Entwicklung der Kartellbildung in der deutschen Sprengstoff-Industrie. Heidelberg.
Olofsson, Rune Pär (1993)
Der Dynamitkönig Alfred Nobel. Leipzig.
Soenius, Ulrich S. (2018)
Leverkusener Wirtschaftsgeschichte. S. 28, 97 u. 102/103, Neustadt an der Aisch.
Trimborn, Friedrich (2002)
Explosivstoffabriken in Deutschland. Ein Nachschlagewerk zur Geschichte der Explosivstoffindustrie (2. völlig überarbeitete Auflage der Ausgabe von 1995). Köln.
von Rziha, Franz Karl August / Dynamit Nobel AG (Hrsg.) (1896)
Das Dynamit und seine culturhistorische und technische Bedeutung. Eine Denkschrift anlässlich der Ungarischen Millenniums-Ausstellung 1896. Wien.

Verwaltungsgebäude der Dynamit Nobel AG in Schlebusch

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Kalkstraße 218
Ort
51377 Leverkusen - Manfort / Deutschland
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Kein
Fachsicht(en)
Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1914

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Alexander Kierdorf (2021): „Verwaltungsgebäude der Dynamit Nobel AG in Schlebusch”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-343949 (Abgerufen: 17. März 2026)
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