Reiler Kreuz in Briedel

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Landeskunde
Gemeinde(n): Briedel
Kreis(e): Cochem-Zell
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Koordinate WGS84 50° 01′ 59,5″ N: 7° 08′ 35,79″ O 50,0332°N: 7,14328°O
Koordinate UTM 32.367.029,73 m: 5.543.973,04 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.581.954,70 m: 5.544.727,57 m
  • Reiler Kreuz in  Briedel

    Reiler Kreuz in Briedel

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    Hermann Thur
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  • Skizze des Reiler Kreuzes in  Briedel

    Skizze des Reiler Kreuzes in Briedel

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    Hermann Thur
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  • Stamm des Reiler Kreuzes in  Briedel

    Stamm des Reiler Kreuzes in Briedel

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  • Kreuzbalken des Reiler Kreuzes in  Briedel

    Kreuzbalken des Reiler Kreuzes in Briedel

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Dieses Pestkreuz wurde 1643, in den letzten Jahren des 30-Jährigen Krieges aufgestellt. Zur Zeit der Errichtung saßen die Schweden auf der Marienburg und die Kirchenbücher berichten von verheerenden Pestepidemien, die das Dorf heimsuchten und viele Bewohner hinwegrafften. So notierte 1636 der Pastor über diese Plage: „die Pest raffte in diesen Jahre ein Drittel der Bevölkerung dahin“. Die auf dem Wegkreuz genannten neun Briedeler Männer werden dieses Kreuz errichtet haben zum Dank und zur Erinnerung an jene Zeit, in der die Pest so grausam gewütet hat.

Initiator war der Winzer Jakob Güllen, unterstützt vom damaligen Pastor, dem Himmeroder Pater Jacob Colin Maringis.

Das Wegkreuz kündet noch heute recht eindringlich von dem Glauben unserer Vorfahren und ihrem Gottvertrauen und auch von ihrer Not und ihrem Sterben. Es ist auch ein religiöses Mahnmal und ein steinernes Dokument unserer Dorfgeschichte.

Das Kreuz stand ursprünglich am Weg nach dem damaligen Wallfahrtsort „Reilkirch“, woher sicherlich auch sein Name „Reiler Kreuz“, der so bereits 1689 urkundlich erwähnt wurde, herrührt. Im Zuge des Baus der Provinzialstraße 1868 wurde es in die Böschungsmauer der neuen Straße eingebaut und damit vor weiteren Verwitterungsschäden geschützt. Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg restaurierten das stark verwitterte Sandsteinkreuz als Dank für ihre glückliche Heimkehr. 1972 wurde es, angeregt durch Albert Stölben, wiederum aufgefrischt und in der Wegegabelung am Sportplatz aufgestellt. Der schattige Standort unter den Bäumen war aber für den Sandstein nicht geeignet. So wurde es 2016 nach der wiederum mit Spenden finanzierten Restaurierung an der Ecke Hauptstraße / Burgunderweg aufgestellt und ihm ein Schutzdach gestiftet.

(Hermann Thur, Briedel, 2022)

Reiler Kreuz in Briedel

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Hauptstraße / Burgunderweg
Ort
Briedel
Fachsicht(en)
Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Vor Ort Dokumentation, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1643

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Hermann Thur: „Reiler Kreuz in Briedel”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-343481 (Abgerufen: 14. April 2024)
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