Kapelle „Madonna in den Trümmern“ in Altstadt-Nord

im Gebäude des Kunstmuseums Kolumba

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde, Architekturgeschichte
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 56′ 18,3″ N: 6° 57′ 14,83″ O 50,93842°N: 6,95412°O
Koordinate UTM 32.356.257,73 m: 5.644.969,78 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.567.108,49 m: 5.645.229,46 m
  • Blick in das Langhaus der Kapelle "Madonna in den Trümmern". Am Ende befindet sich das Oktogon mit der namensgebenden Marienfigur mit Jesuskind (2011).

    Blick in das Langhaus der Kapelle "Madonna in den Trümmern". Am Ende befindet sich das Oktogon mit der namensgebenden Marienfigur mit Jesuskind (2011).

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    Lothar Schnepf- Fotografie -Erftstrasse 12D - 50672 Köln
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  • Der Altarbereich mit Fenstern der Kapelle "Madonna in den Trümmern". An der Wand ist die namensgebende Marienfigur mit Jesuskind zu sehen (2011).

    Der Altarbereich mit Fenstern der Kapelle "Madonna in den Trümmern". An der Wand ist die namensgebende Marienfigur mit Jesuskind zu sehen (2011).

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  • Der Zugang zur Kapelle "Madonna in den Trümmern", welche heute in den Museumsbau der Kolumba von Peter Zumthor integriert ist (2011).

    Der Zugang zur Kapelle "Madonna in den Trümmern", welche heute in den Museumsbau der Kolumba von Peter Zumthor integriert ist (2011).

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  • Der antike Ausgrabungsbereich mit Besuchersteg, die Fenster der Kapelle "Madonna in den Trümmern" sowie die kriegszerstörten Überreste der Kirche St. Kolumba hinten rechts im Bild (2016).

    Der antike Ausgrabungsbereich mit Besuchersteg, die Fenster der Kapelle "Madonna in den Trümmern" sowie die kriegszerstörten Überreste der Kirche St. Kolumba hinten rechts im Bild (2016).

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  • Blick von oben in den Ausgrabungsbereich mit Besuchersteg, aud die in den Bau integrierten modernen Kapelle "Madonna in den Trümmern" und den kriegszerstörten Überresten der Kirche St. Kolumba im Bau des heutigen Musuem Kolumba (2017).

    Blick von oben in den Ausgrabungsbereich mit Besuchersteg, aud die in den Bau integrierten modernen Kapelle "Madonna in den Trümmern" und den kriegszerstörten Überresten der Kirche St. Kolumba im Bau des heutigen Musuem Kolumba (2017).

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  • Ausschnitt aus der Karte "Kirchliche Organisation und Verteilung der Confessionen, Übersicht über die Kölner Kirchen (...) c. 1610" im Bereich der Kölner Altstadt (1903).

    Ausschnitt aus der Karte "Kirchliche Organisation und Verteilung der Confessionen, Übersicht über die Kölner Kirchen (...) c. 1610" im Bereich der Kölner Altstadt (1903).

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    Fabricius, Wilhelm / gemeinfrei
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Der am 15. September 2007 eröffnete Neubau des Kunstmuseums Kolumba des Erzbistums Köln bezieht die Fundamente der im Zweiten Weltkrieg zerstörten romanischen Kirche St. Kolumba mit ein und ebenso die an deren Stelle erbaute Kapelle „Madonna in den Trümmern“, die auf den Kölner Architekten Gottfried Böhm (1920-2021) zurückgeht.
Die im Jahr 980 erstmals erwähnte Kirche St. Kolumba wurde 1943 fast völlig vernichtet, neben Teilen der spätmittelalterlichen Außenmauern blieb lediglich eine spätgotische Marienstatue an einem Pfeilerrest erhalten. In dem „Plan von Köln nach J. V. Reinhardt 1752“ des Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz von Wilhelm Fabricius (1903) findet sich die Lage der Kirche „S. Columba“ mit der Nr. 38 in der gleichnamigen Pfarrei Nr. X eingezeichnet (vgl. Abb.).
Gottfried Böhm wurde bereits 1947 der Auftrag zum Bau der Kapelle erteilt. So entstand schon in der frühen Nachkriegszeit ab 1947 bis 1950 in den Ruinen der zerstörten Kolumba-Kirche „eine achteckige, zeltartige, eingeschossige Marienkapelle, die von den Kölnern auch ‚Madonna in den Trümmern' genannt wurde“. Ihre Weihe erfolgte am 7. Dezember 1950. 1956/57 wurde diese Kapelle um eine sich unmittelbar an der Nordseite anschließende quadratische Sakramentskapelle erweitert, die wiederum am 2. Februar 1957 geweiht wurde (deu.archinform.net).

Der Denkmal-Bewertungstext führt zu Kirche und Kapelle aus:
„Die Kirche St. Kolumba, eine der ältesten Pfarrkirchen der Stadt, wurde im 12. Jahrhundert über Vorgängerbauten errichtet. Unter teilweisem Abbruch zwischen 1447 und 1594 durch Seitenschiffe und Emporen erweitert wurde sie vor 1681 durch einen Chorneubau nach Osten verlängert.
Nach Kriegszerstörungen erhalten: das Turmerdgeschoß, die Vorhalle, weite Teile der Umfassungsmauern, Pfeilersockel, Grüfte (teilweise gehoben), Reste von Fußbodenbelägen und Architekturfragmenten der Ausstattung, des aufgehenden Mauerwerks und der Gewölbe.
In die Ruine integriert wurde 1950 und 1956 die Kapelle 'Maria in den Trümmern' mit anschließender Sakramentskapelle. Die Marienkapelle ist eine einschiffige Saalkirche unter Wiederverwendung des Turmsstumpfes und der Vorhalle mit einem neu angefügten über die Spannweite des Saales ausgreifenden Chors auf unregelmäßigem polygonalen Grundriß. Die Sakramentskapelle fügt sich nördlich als annähernd quadratischer Raum an.
Architekt: Gottfried Böhm.“


Baudenkmal
St. Kolumba (Ruine und Kapellen) ist ein Baudenkmal im Sinne von §2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Die historischen Ausstattungsstücke sind Teil des Baudenkmals und bilden mit dem Baudenkmal eine Einheit von Denkmalwert: „Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.“

Weiterhin heißt es im Bewertungstext:
„Bestandteil des Denkmals sind auch die übrigen, im Besitz der Kirchengemeinde befindlichen liturgischen Geräte, Reliquiare, Gemälde, Skulpturen, Architekturfragmente, Grabmäler und Teile davon, Grabbeigaben, Sargteile und -beschläge, Textilien, Bodenfliesen und historischen Ausstattungsstücke für die auf das Karteikarteninventar beim Stadtkonservator und das Inventar des Römisch-Germanischen Museums unter Grabung St. Kolumba 74.3 verwiesen wird. ... Außerdem werden alle ortsfesten Bodendenkmale einbezogen, die u.U. untertägig im Boden verborgen sind.“

(Katharina Grünwald, LVR-Redaktion KuLaDig, 2021/2022)

Quelle
Bewertungstext der Kapelle ‚Maria in den Trümmern' (undatiert, mit freundlicher Genehmigung des Amtes für Denkmalschutz und Denkmalpflege - Stadtkonservator/in - der Stadt Köln, 2021)

Internet
www.baukunst-nrw.de: Kapelle Madonna in den Trümmern (abgerufen 23.11.2021)
deu.archinform.net: St. Kolumba und Kirche „Madonna in den Trümmern“ (abgerufen 17.01.2022)
www.stadt-koeln.de: Suche in der Denkmalliste (abgerufen 23.11.2021)

Literatur

Ewald, Wilhelm / Clemen, Paul (Hrsg.) (1980)
Die kirchlichen Denkmäler der Stadt Köln, St. Alban - St. Andreas - Antoniterkirche - St. Aposteln - St. Cäcilia - St. Columba - St. Cunibert - Elendskirche - St. Georg. (Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, Bd. 6.4.) Düsseldorf (Nachdruck der Ausgabe von 1916).
Schmitz, Britta; Schmitz, Monika (2020)
111 Kölner Kirchen, die man gesehen haben muss. S. 26-27, Köln.

Kapelle „Madonna in den Trümmern“ in Altstadt-Nord

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Kolumbastraße 2
Ort
50667 Köln - Altstadt-Nord
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde, Architekturgeschichte
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Literaturauswertung, Übernahme aus externer Fachdatenbank
Historischer Zeitraum
Beginn 1947 bis 1957

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Kapelle „Madonna in den Trümmern“ in Altstadt-Nord”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-343173 (Abgerufen: 8. Februar 2023)
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