Evangelische Pfarrkirche zu Schadeck

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Runkel
Kreis(e): Limburg-Weilburg
Bundesland: Hessen
Koordinate WGS84 50° 24′ 30,57″ N: 8° 09′ 21,33″ O 50,40849°N: 8,15592°O
Koordinate UTM 32.440.022,02 m: 5.584.390,78 m
Koordinate Gauss/Krüger 3.440.072,82 m: 5.586.185,09 m
  • Altarmensa in der evangelischen Pfarrkirche zu Schadeck (2021)

    Altarmensa in der evangelischen Pfarrkirche zu Schadeck (2021)

    Copyright-Hinweis:
    Willi Wabel
    Fotograf/Urheber:
    Willi Wabel
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  • Taufstein in der evangelischen Kirche zu Schadeck (2021)

    Taufstein in der evangelischen Kirche zu Schadeck (2021)

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Die zwischen 1682 und 1691 erbaute Pfarrkirche mit vieleckigem Chor schmiegt sich an die Außenmauer der Burg Schadeck an. Sie ist ein einfaches Gebäude. Das von außen bescheiden wirkende Kirchlein haben Georg Wilhelm Graf zu Leiningen und Sophia Elisabetha Gräfin zu Leiningen erbauen lassen. Sie sind als Erbauer der Kirche auf dem Altar aus schwarzem Lahnmarmor erwähnt. Aus der Erbauungszeit stammt auch die Kanzel mit den Malereien an ihrer Brüstung.

Altarmensa
Die Altarmensa ist aus schwarzem Lahnmarmor gefertigt, der sehr wahrscheinlich aus dem nahegelegenen Schwarzmarmorbruch in Schupbach stammt. Die Mensaplatte wird von den vier dekorierten und beschrifteten Front-, Rückseiten-, und Seitenplatten getragen. Diese stehen auf einer leicht profilierten Bodenplatte. Vor der Mensa befindet sich eine weitere Platte als Altartritt. Die typischen weißen Adern des schwarzen Schupbacher Marmors geben der Mensa ihren einzigartigen Charakter. Die Frontplatte trägt die Wappen von Georg Wilhelm Graf zu Leiningen und Herr zu Westerburg und seiner Frau Sophia Elisabetha, die Rückseite das Wappen des Stifters Johann Anton Graf zu Leiningen. Die beiden Seitenteile sind mit schärpenumwundenen Blütenkränzen verziert, die das Schriftfeld für zwei Psalmen bilden. Der Steinmetz dieser qualitätvollen Arbeit ist nicht bekannt.

Für die Besichtigung der Kirche ist eine Abstimmung mit der Evangelischen Kirchengemeinde Schadeck erforderlich.

Lahn-Marmor-Route
Dieses Objekt ist Teil der Lahn-Marmor-Route von Wetzlar nach Balduinstein.

(Willi Wabel, 2021)

Literatur

Wabel, Willi / Historische Kommission für Nassau (Hrsg.) (2015)
Form, Farbe, Glanz. Lahnmarmor im Barock. Eine umfassende Darstellung der Erschließung und Verbreitung des Lahnmarmors sowie seiner Verwendung für sakrale, memoriale und profane Kunstwerke des 17. und 18. Jahrhunderts. (Beiträge zur Geschichte Nassaus und des Landes Hessens Band 8.) Wiesbaden.

Evangelische Pfarrkirche zu Schadeck

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Schloßstraße
Ort
65594 Runkel
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1682 bis 1691

Empfohlene Zitierweise

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Willi Wabel: „Evangelische Pfarrkirche zu Schadeck”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-335826 (Abgerufen: 30. September 2022)
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